Smartphone-Markt ohne Steigerungsmöglichkeiten

Die Boom-Zeit des Smartphone-Markts ist vorbei. Neueste Marktzahlen des Unterhaltungselektronik-Verbands gfu sagen, dass die Zahl der verkauften Smartphones schon 2015 bei etwa 25 Millionen Engeräten stagnierte bzw. nur noch um rund vier Prozent auf 25,1 Millionen anstieg.

Das ist kein Vergleich zu den Jahren 2009 bis 2011: In diesen Jahren stiegen die Verkaufszahlen von 5,7 auf 9,0 und 11,8 Millionen verkaufter Smartphones, also um 58 bzw. 31 Prozent.

Keine Auswirkungen auf gesättigten Markt: Smartphones wie das LG G5Keine Auswirkungen auf gesättigten Markt: Smartphones wie das LG G5

In Sachen Umsatz ist allerdings noch ein bisschen Staat zu machen: Der stieg um 11,4 Prozent auf mehr als 9,8 Milliarden Euro an. Der Grund dafür: Jedes einzelne Smartphone war mit im Schnitt 392 Euro gut sieben Prozent teurer als im Vorjahr – und damit etwa so teuer wie im Durchbruchsjahr 2010.

Aus der Entwicklung heraus prognostiziert die gfu allerdings, dass sich der Smartphone-Markt 2016 auf diesem Niveau halten wird. Es muss aber auch – und das sagt jetzt nicht die gfu, sondern die Erfahrung – damit gerechnet werden, dass der Umsatz pro Smartphone eher abrutscht, weil das Preisniveau in Sachen Technik eher sinkt als steigt.

Sollten die Hersteller aber weiterhin mit neuen Technik-Features und edlen Ausstattungen aufwarten, muss das nicht sein. Es gibt aber auch Stimmen, die sich schon damit beschäftigen, was nach dem Smartphone kommen könnte. Dazu gehört auch Kazuo Hirai, Geschäftsführer von Sony und dessen Smartphone-Sparte Xperia.

Der lässt sich mit den folgenden Worten zitieren: "Ich bin überzeugt, dass wir an einem Scheidepunkt stehen, wie wir ihn vor zehn Jahren beim Übergang von normalen Handys zu Smartphones gesehen haben. Auch heute sehen wir bei Smartphones keine wesentlichen Innovationssprünge mehr."

Was das sein könnte, ist aber auch bei Sony noch nicht klar – oder soll noch nicht kommuniziert werden: "Wir überlegen bei Sony ständig, was nach dem Smartphone kommt." Und das, obwohl nach seinen Angaben Sonys Smartphone-Geschäft weiterhin profitabel sei.

Bei den nicht ganz so kommunikativen Computern sehen die Zahlen wesentlich schlechter aus: 2015 sank der Absatz von Dektop-PCs um 19,5 Prozent auf knapp 1,3 Millionen, der von Notebooks um 5,2 Prozent auf knapp 5,2 Millionen Stück. Sogar Tablets mussten mit 6,2 Millionen verkauften Geräten einen Abschwung um 7,5 Prozent hinnehmen.

Das bedeutete im Umsatz Rückgänge von minus 20,9 Prozent auf 760 Mio. Euro (Desktop), minus 2,4 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro (Notebook) bzw. minus 11,8 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Lediglich bei den Notebooks zogen damit die Durchschnittspreise an. Für 2016 präsentierte die gfu in diesen Sektoren keine rosigen Aussichten.

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5 Kommentare
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  • ToSuz
    Die einzige Steigerung, die es derzeit noch gibt im Smartphonemarkt ist die Displaygröße.
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  • mareike
    Gerade die Displaygrösse ist doch relativ fix. Durch ergonomische Hemnisse, wie die Grösse von Händen. Da liegt das Limit für den Massenmarkt bei 5,5 Zoll. Richtig ist schon das in einigen Bereichen das Optimum nahezu erreicht ist. Aber mittelfristig geht schon noch was. Schnelllade Technik, effiziens/energieverbrauch oder die bessere Vernetzung mit anderen Geräten im Haushalt zb.
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  • ToSuz
    Anonymous sagte:
    Gerade die Displaygrösse ist doch relativ fix. Durch ergonomische Hemnisse, wie die Grösse von Händen. Da liegt das Limit für den Massenmarkt bei 5,5 Zoll. Richtig ist schon das in einigen Bereichen das Optimum nahezu erreicht ist. Aber mittelfristig geht schon noch was. Schnelllade Technik, effiziens/energieverbrauch oder die bessere Vernetzung mit anderen Geräten im Haushalt zb.


    Nur das 5,5 Zoll schon viel zu groß für eine normal gewachsene Hand ist. Mein HTC One M7 hat noch gerade angenehme 4,7, alles andere wird für mich schon zur Qual. Und ich würde nicht sagen, dass ich kleine Hände habe.
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