Da es Nvidia den Board-Partnern weiterhin untersagt, die GTX Titan Black mit einem eigenem Kühler zu versehen, liefert Gigabyte nun einen interessanten Selbstbausatz mit dem neuen Windforce Grafikkühler aus und übertaktet die Karte gleich noch ab Werk.
Mit 1006 MHz Basistakt (1111 MHz garantierter Boost-Takt) bietet Gigabyte nunmehr eine bereits ab Werk deutlich höher getaktete GTX Titan Black an, die auf den gern genommenen Zusatz "GHz Edition" setzt. Doch der Kunde erhält gleichzeitig auch eine Packung der ganz anderen Art, denn wer sich auf dieses höchst interessante Abenteuer einlässt, muss erst einmal basteln.
Regeln sind da, um gebrochen zu werden: Da Nvidia den Herstellern den Kühlerumbau nicht erlaubt, muss man also selbst vollenden, was eigentlich untersagt ist. Ich gebe es zu: Der Hauch des nicht ganz Legalen hat auch mich einigermaßen fasziniert, so dass ich gespannt war, wie sich dieser Edel-Umbau am Ende auszahlt. Denn mal ehrlich: Ein Preis um die Tausend Euro ist kein Pappenstiel, den man mal einfach so mit einer Geste von Nonchalance aus dem Ärmel schüttelt.
Werfen wir also erst einmal einen tieferen Blick in unsere teure Wunderkiste, denn das Zubehör fällt diesmal wirklich oppulent aus.
Neben der GTX Titan Black in Nvidias Konfektionsanzug von der Stange erhält man Dinge wie ein HDMI-Kabel, ein Mousepad, zwei Molex-zu-PCI-E-Adapter, einen VGA-Adapter, eine Treiber-CD und DEN Bausatz, der das Herz der Grafikkarte (und meins) höher schlagen lassen soll. Mit dem neuen Windforce 600 Watt krempelt Gigabyte den Windforce-Kühler noch einmal gehörig um - doch dazu später noch mehr.
Werfen wir schnell noch einmal den Blick auf die Ausgangslage und beginnen danach mit dem heiß ersehnten Umbau:
| Modell: | GTX Titan Black | Gigabyte GTX Titan Black GHz Edition | GTX 780 Ti | GTX Titan |
|---|---|---|---|---|
| Chip: | GK110-430-B1 | GK110-430-B1 | GK110-425-B1 | GK110-400 |
| Shader-Einheiten: | 2.880 | 2.880 | 2.880 | 2.688 |
| SIMD- / Textur-Einheiten: | 15/240 | 15/240 | 15/240 | 14/224 |
| ROPs: | 48 | 48 | 48 | 48 |
| GPU-Basistakt MHz: | 889 | 1006 | 876 | 837 |
| GPU-Boost-Takt MHz: | 980 | 1111 | 928 | 876 |
| Rechenleistung SP GFLOPS: | 5.645/ | 6399 | 5.345 | 4.709 |
| Rechenleistung DP GFLOPS: | 1.882 | 2134 | 223 | 1.570 |
| Takt Grafikspeicher MHz: | 3.500 | 3.500 | 3.500 | 3.004 |
| Speicheranbindung: | 384 | 384 | 384 | 384 |
| Übertragungsrate GByte/s: | 336 | 336 | 336 | 288,4 |
| Speicherausbau GByte: | 6 | 6 | 3 | 6 |
| PCI-E Stromanschlüsse: | 6-pin + 8-pin | 6-pin + 8-pin | 6-pin + 8-pin | 6-pin + 8-pin |
- Einführung und technische Daten
- Der Grafikkühler Gigabyte Windforce 600 Watt im Detail
- Der Umbau der GTX Titan Black
- Die Karte nach dem Umbau: Abmessungen und Bilder
- Leistungsaufnahme: Messmethoden und Idle
- Leistungsaufnahme: Gaming und Stresstest
- Temperaturen und Lautstärkeentwicklung
- Performance-Messungen
- Zusammenfassung und Fazit


Über die Qualität des Tests brauch man nicht reden, ist wie immer TOP! Aber eine Frage habe ich dann doch: Wie verhält sich die Karte z.B. mit einer "echten" WaKü, also nicht mit so eine "Mini-Dosen-fertig-Lösung"?
Im Test hast Du was von 1,3GHz und Spannungserhöhung etc. beschrieben. Mein konkretes Interesse wäre da, wie schlägt sich da eine WaKü? Kann man damit die Karte dauerhaft mit so hohen Werten betreiben oder stößt die Kühlung auch da an ihre Grenzen? Will heißen, ist die Chipfläche in der Lage mehr an einen Wasserkühler abzugeben oder ist das Limit mit der Luftkühlung erreicht?
Wenn Du da ein paar Infos für mich hättest....
CU BigReval
Nur:
Wer so etwas plant, kauft besser eine GTX 780 Ti. Für die Differenz bekommst Du schon einen Teil der WaKü
Auf jeden Fall danke für die Info!
Wenn Du volle Pulle DP brauchst und nicht gerade an CUDA gefesselt bist, tut es auch eine Hawaii-Karte.