Globalfoundries steht angeblich zum Verkauf

Der hinter Globalfoundries stehende Kapitalgeber Mubadala, der Investmentfonds von Abu Dhabi, will offenbar sein Engagement bei dem Chip-Hersteller beenden und seine Anteile verkaufen. Dies will Bloomberg von nicht näher genannten Quellen erfahren haben.

Demnach suchen die mit dem Verkauf von Öl reich gewordenen Investoren einen Käufer, der bereit ist, eine Summe zwischen 15 und 20 Milliarden Dollar (zwischen 14,1 und 18,8 Milliarden Euro) auszugeben.

Als Grund für den Anteilsverkauf wird der aktuell niedrige Ölpreis genannt, der die Reserven in den arabischen Öl-Staaten schmelzen lässt. Der Auftragsfertiger soll sich dagegen in wirtschaftlich guter Verfassung befinden; daran habe auch die Übernahme der IBM-Fabriken im vergangenen Jahr nichts geändert.

Für Abu Dhabi bedeutet der Schritt in erster Linie wohl einen Rückschritt, denn eigentlich wollte das Land seine Abhängigkeit vom Öl reduzieren und seine Einkünfte auf eine breitere Basis stellen. Globalfoundries bietet an der Stelle noch Potenzial, denn der Auftragsfertiger ist mit einem Marktanteil von 11 Prozent der weltweit zweitgrößte hinter TSMC mit rund 60 Prozent, wie eine IHS-Studie aufzeigt.

Allerdings bedeuten diese Zahlen nicht, dass eine Investition in die Globalfoundries automatisch Erfolg verspricht. Der Chip-Fertiger machte in der Vergangenheit mit Schwierigkeiten bei der Einführung neuer Fertigungsverfahren von sich reden, deren hohe Kosten auf die Gewinnmargen drückten.

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