AMD: 7-nm-CPUs und GPUs kommen von Globalfoundries und TSMC

AMD hat bereits an mancher Stelle konkretere Pläne zum nächsten Shrink bei seinen CPUs wie GPUs durchblicken lassen. Mit der kommenden Zen-2-Architektur soll die Strukturbreite der Ryzen-Chips auf sieben Nanometer sinken, erste Testsamples sollen im vergangenen Jahr produziert worden sein. Gegenüber AnandTech verriet Lisa Su, CEO des Herstellers, nun weitere Details rund um die Fertigung der kommenden CPU- und GPU-Generation: Die Chips werden sowohl von Globalfoundries als auch von TSMC produziert. 

Unklar ist allerdings wie die Aufteilung erfolgen soll. Es wird davon ausgegangen, dass die Ryzen-CPUs von Globalfoundries produziert werden, während die Radeon-GPUs bei TSMC vom Band laufen sollen. Gleichermaßen kursieren allerdings auch Gerüchte, die zumindest einen Teil der Ryzen-Produktion bei TSMC sehen, auf die die AMD-Chefin jedoch nicht näher eingegangen ist.

Gänzlich unmöglich wäre ein solcher Schritt nicht, denn die Prozessoren sollen bereits ab 2018/19 mit der Zen-2-Architektur in dem neuen Prozess gefertigt werden, während die entsprechenden Radeon-GPUs erst 2020 vorgestellt werden sollen. Doch während Globalfoundries das Fertigungsverfahren als Lizenz von Samsung übernimmt, entwickelt TSMC den Prozess in Eigenregie und könnte damit schneller sein. Zudem wurden bereits Informationen publik, dass auch der einst zu AMD gehörende Auftragsfertiger zumindest einen Teil der GPUs fertigen könnte.

In jedem Fall scheint AMD auch bei seiner kommenden Prozessorengeneration mit dem übermächtigen Konkurrenten Schritt halten zu können, der aktuell noch mit der Einführung einer 10-nm-Fertigung kämpft. Allerdings wird Intel allem Anschein nach den 7-nm-Prozess überspringen und im nächsten Schritt gleich auf eine Strukturbreite von fünf Nanometern setzen.

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1 Kommentar
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    Dein Kommentar
  • derGhostrider
    Ganz so einfach ist es nicht... es gibt inzwischen Fertigungsverfahren, die nominell kleinere Strukturbreiten „nennen“, tatsächlich den gleichen oder gar größeren Platzverbrauch haben zu anderen Verfahren mit größeren Angaben.

    Mögliche Ursachen:
    A) Andere Angaben werden als relevant angesehen. Wenn jede Angabe etwas anderes misst, kann man es halt nicht mehr direkt vergleichen
    B) „Platzverbrauch pro Transistor“, gemittelt über den ganzen Chip, hängt nicht zwingend von einer Kenngröße des einzelnen Transistors ab, sondern auch von der möglichen Anordnung...
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