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Enermax Revolution X’t 430 Watt

Gold-Netzteile mit 450 Watt: Leistung runter, Effizienz rauf
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Etwas ruhiger ist es in unserem Testlabor um Enermax geworden. Höchste Zeit also, dass dieser renommierte Hersteller mal wieder in einem Roundup vertreten ist. Und mit dem Revolution X’t schickt Enermax gleich mal seine aktuelle Nummer 2 ins Rennen. Höher rangiert derzeit nur die Platimax-Serie. In dieses Testfeld passt nur ein Modell der Serie, das Revolution X’t ERX430AWT mit 430 Watt Leistung.

Schon in der Hand macht das Revolution-Netzteil einen wertigen Eindruck. Die raue, pulverbeschichtete Oberfläche, der hochglanz-lackierte Lüfter und die teilmodulare Kabelage tragen ihren Teil noch dazu bei. Alle Leitungen sind als Flachbandkabel ausgeführt, und auch die Länge fällt durchwegs großzügig aus. Die Anzahl der Anschlüsse ist angesichts der Leistungsklasse ebenfalls tadellos: Neben zwei PCIe-6+2-Pin-Steckern gibt es satte acht SATA- und immerhin vier Molex-Anschlüsse. Das passt.

Die einzige 12-Volt-Schiene stellt bis zu 420 Watt Leistung bereit, das entspricht fast 98 Prozent der Nennleistung. Bis zu 35 Ampere Strom soll sie außerdem verkraften. Nicht nur darauf gewährt der Hersteller fünf Jahre Garantie.

Enermax Revolution X't 430W
AC Input:100-240V, 47-63 Hz
DC Output:+3.3V+5V+12V (#1)+12V (#2)+12V (#3)+12V (#4)-12V+5Vsb
20 A20 A35 An/an/an/a0.8 A3.0 A
Individual Output:  32 A  91
Rail Utilization:SysSysCPU & VGA
Combined Output:100 W420 W
Total Continuous Output:430 W
Peak Output:475 W

Effizienz gemäß 80 PLUS Spezifikation

Effizienz anhand von Leistungsprofilen

Also ab ins Testlabor. Wie gewohnt trägt der erste Abschnitt unserer Teststrecke die Überschrift "Wirkungsgrad nach 80 Plus Richtlinien". Alle Netzteile in diesem Roundup tragen das Gold-Logo und müssen demnach mindestens einen Wirkungsgrad von 87 Prozent bei zehn Prozent Last und voller Leistungsabgabe aufweisen. Bei 50 Prozent Lastabruf müssen sogar satte 90 Prozent Effizienz erreicht werden.

Das Enermax Revolution X’t 430W kommt fast exakt auf die geforderten Werte. Das reicht und ist nicht als Kritik zu verstehen -aber Reserven sind da keine mehr vorhanden. Dennoch schlägt sich das Enermax-Netzteil auch bei sehr geringen Lasten noch wacker. 83,5 Prozent bei 50 Watt Leistung ist zweifelsohne ein guter Wert. Unauffällig und damit tadellos zeigt sich das 430-Watt-Netzteil bei den übrigen Testdisziplinen.

Zu guter Letzt werfen wir noch einen Blick auf die Messungen der Restwelligkeit. Die Kurve ist auf allen Leitungen relativ unruhig, auf 3,3 und 12 Volt gibt es aber nichts zu beanstanden. Lediglich auf der 5-Volt-Leitung messen wir einen Peak-to-Peak-Wert von 52,2 mV, was minimal über dem Grenzwert von 50 mV liegt. Wir verbuchen das aber als Messtoleranz.

Beim Enermax Revolution X’t 430W dreht sich der Lüfter fortwährend, eine hybride Lüftersteuerung besitzt in diesem Testfeld nur das Corsair RM450. Zwar fällt das Betriebsgeräusch mit 32,3 dB(A) bei 40 Watt Last noch sehr gering aus. In ganz ruhigen Umgebungen ist der Lüfter aber als Säuseln hörbar. Und innerhalb dieses Roundups zählt das Enermax-Netzteil damit zu den lauteren Probanden. Bei mittlerer Last, die wir mit 200 Watt simulieren, geht die Laustärke noch einmal ein wenig auf 33,1 dB(A) hoch.

Aufs PCB geschaut

Die Revolution X’t-Serie von Enermax läuft bei CWT vom Band, es handelt sich – heute schon selbstverständlich in dieser Effizienz-Klasse – um eine DC-to-DC-Topologie. Auf den ersten Blick wirkt das Innenleben ein wenig "unordentlich", was aber natürlich keinerlei Rückschlüsse auf die Qualität zulässt. Denn die Lötarbeiten wurden schon mal einwandfrei ausgeführt, auch wenn hier durchaus noch Luft nach oben ist.

Auch an der Zusammensetzung der Eingangsfilterung gibt es nichts auszusetzen. Zwei X- und vier Y-Kondensatoren, dazu zwei Spulen und eine Diode – vollständig. Der große Primärkondensator stammt von Panasonic und zählt sicher zur obersten Qualitätsstufe. Auf der Sekundärseite war Enermax etwas sparsamer: Das Logo von CapXon prangt auf den Kondensatoren – gute Chinaware, mehr aber auch nicht.

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  • Derfnam , 29. April 2014 08:05
    'Fünf Hersteller sind unserem Aufruf gefolgt.' Echt?
    Bei den Diagrammen sind ziemlich sicher zwei Fehler drin, irgendwelche 56,irgendwas Werte bei sowohl CM als auch Corsair.
  • Tesetilaro , 29. April 2014 09:29
    wegen der 5 mußte ich auch schmunzeln... und wenn ich für ein 450 Watt Netzteil so tief in die Tasche greife dann will ich auch wirklich effizienz - somit ist mein Favo das Coolermaster - mal wieder... notfallalternative dann das Corsair...
  • diem_ , 29. April 2014 12:04
    Super Artikel - danke dafür! :-)

    Ich muss aber trotzdem etwas fragen: Wieso wird denn das Seasonic mehrfach als das günstigste Netzteil im Test tituliert, wenn das CoolerMaster auf Seite 1 mit 20€ weniger zu Buche steht? (Zudem es im Netz gar nur 55€ kostet).
  • gst , 29. April 2014 13:30
    @4/5: Uups... DER Fehler ist korrigiert. ;) 

    @Fehler in den Grafiken: Kannst Du das evtl. ein wenig eingrenzen, Derfnam?

    @Preise: Das Seasonic ist nach realen Marktpreisen das günstigste Netzteil (siehe Absatz direkt über der Tabelle). Die Preise in der Tabelle sind die Preisempfehlungen des Herstellers.
    Interessant ist diesbezüglich, dass alle Netzteile wie gewoghnt mindestens 10 bis 15 Euro billiger sind als der UVP - nur bei Cooler Master ist der Marktpreis HÖHER als der UVP...
  • Tesetilaro , 29. April 2014 13:41
    er meint die hier ->
    den "kurzen balken" so einer ist noch bei einem andern drin ;) 
  • gst , 29. April 2014 13:58
    Ah, okay; alles klar. Ich vermute mal, dass es bei der Generierung der charts zu einem Fehler gekommen ist, denn wenn die Dinger bei 115V wirklich so scheiße wären... Marcel schaut sich das gleich mal an.
  • mbinder , 29. April 2014 14:45
    Sorry Jungs, war mein Fehler mit den zwei Effizienzangaben in den Charts. Hatte statt ner "8" die "5" auf dem Ziffernblock erwischt. :( 
    Hab die Grafiken neu generiert und eingebunden. Die Angaben stimmen jetzt.
    Sorry nochmal.
  • rapidotec , 29. April 2014 19:16
    ich bin ehrlich gesagt, enttäuscht aber auch erstaunt, dass Patrick nicht auf die Kundenverarsche hinweist, die über die Cooler Master Homepage ausgekippt wird

    dort steht: "Japanische Kondensatoren für eine lange Lebensdauer und exzellente "Hold-up Time" bei Stromschwankungen"

    wo sind die denn? der eine große Primäre zählt ja wohl nicht doppelt oder dreifach oder?

    oder liegt es daran, weil THG bei Cooler Master die Netzteile testet ?

    für mich das alles ein ziemliches übles Geschmäckle
  • Impolite , 29. April 2014 21:23
    Die Kabellänge wird beim SeaSonic Modell gelobt und bei dem von CM leicht getadelt. Bin ich blind oder sind die Längen nicht aufgelistet? Schwanke gerade zwischen den zwei, habe aber mit meiner aktuellen Kabellänge große Probleme. Wäre es möglich die Kabel abzumessen?
  • Scour , 3. Mai 2014 21:16
    Sind die Suncon beim V450S wirklich das was man als Sekundärkondensatoren ansieht? Oder sind die nur Entstör-Caps?
  • gst , 7. Mai 2014 08:03
    Zitat :
    Die Kabellänge wird beim SeaSonic Modell gelobt und bei dem von CM leicht getadelt. Bin ich blind oder sind die Längen nicht aufgelistet? Schwanke gerade zwischen den zwei, habe aber mit meiner aktuellen Kabellänge große Probleme. Wäre es möglich die Kabel abzumessen?

    Die Kabellängen sind auf der ersten Seite in der Tabelle enthalten, im Bereich "Connectors & Environmental".