Bei der VS-Serie von Cooler Master handelt es sich um semimodulare Netzteile, die in Sachen Leistung einen gewissen Respektsabstand zur Top-Serie namens V halten müssen. Dennoch klingen die Eckdaten alles andere als nach Sparmodell. Wie es sich für dieses Testfeld gehört, ist auch das Cooler Master V450S "goldig" und laut Hersteller bei der elektrischen Qualität auf Augenhöhe mit den leistungsstärkeren V-Modellen.
Haptisch gibt es jedenfalls an dem in Silbergrau und Schwarz gehaltenen, sehr kompakten Gehäuse nichts auszusetzen. Wie von Cooler Master gewohnt arbeitet auch das V450S mit nur einer 12-Volt-Schiene, was in dieser Leistungsklasse aber bei den meisten Herstellern die Regel ist. Bis zu 36 Ampere Strom soll die 12-Volt-Schiene verkraften und dabei bis zu 432 Watt Leistung bereitstellen.
Die Kabel der VS-Serie sind semi-modular ausgeführt. Während es sich bei den fest verdrahteten Strängen für Mainboard, CPU und Grafikkarte um vollummantelte Rundkabel handelt, kommen die modularen Leitungen – ebenfalls typisch für Cooler Master – flach daher.
Die Zahl der Anschlüsse geht für sich betrachtet mit zwei PCIe-, sechs SATA- und drei Molex-Steckern in Ordnung, reicht in diesem Testfeld aber nur knapp für das Schlusslicht. Auch bei der Kabellänge ist Cooler Master nicht sehr großzügig: Wo die fest verdrahteten Leitungen noch recht lang ausfallen, sind die Peripheriekabel im direkten Vergleich mit den Kontrahenten einfach ein Stück kürzer.
| Cooler Master V450S | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AC Input: | 100-240V, 50-60 Hz | |||||||
| DC Output: | +3.3V | +5V | +12V (#1) | +12V (#2) | +12V (#3) | +12V (#4) | -12V | +5Vsb |
| 20 A | 20 A | 36 A | n/a | n/a | n/a | 0.3 A | 2.5 A | |
| Individual Output: | 3.6 W | 12.5W | ||||||
| Rail Utilization: | Sys | Sys | CPU & VGA | |||||
| Combined Output: | 100 W | 432 W | ||||||
| Total Continuous Output: | 450 W | |||||||
| Peak Output: | n/a | |||||||
Effizienz gemäß 80 PLUS Spezifikation

Effizienz anhand von Leistungsprofilen

Schauen wir als nächstes die elektrische Qualität an. Und schon bei der Überprüfung des Wirkungsgrades kann das Cooler Master V450S die kleine Scharte in puncto Kabellage wieder auswetzen. Denn an die Effizienzwerte des 450-Watt-Netzteils kommt in diesem Testfeld keiner heran, was insbesondere für niedrige Lasten gilt.
So liegt das V450S bei 100 und 50 Prozent Last jeweils rund einen halben Prozentpunkt über dem für das 80 Plus Gold-Logo geforderten Grenzwert. Bei 20 Prozent Leistung erreicht es aber statt der geforderten 87 Prozent ganze 89,7 Prozent und liegt damit 2,5 Prozentpunkte vor der versammelten Konkurrenz. Und: Je geringer der Leistungsabruf wird, desto größer wird der Vorsprung des V450S. Über 80 Prozent Wirkungsgrad bei nur 25 Watt Leistung schafft bis dato kaum ein anderes Netzteil.
Bleibt die Ripple & Noise Messung. Aber auch hier ist alles im grünen Bereich: Sehr geringe Restwelligkeit auf allen Leitungen und ein recht ruhiger Verlauf der Messkurve zeugen von hoher Bauteil- und Schaltungsqualität.
Auch beim Cooler Master V450S dreht sich der Lüfter permanent, der emittierte Schalldruck ist allerdings geringer als beim Enermax Revolution X’t. 31,1 dB(A) stehen bei 50 Watt Last im Testprotokoll, das ist sehr leise. Zudem fällt der Anstieg bei mittlerer Last gering aus. Bei 200 Watt sind es 31,6 dB(A).
Aufs PCB geschaut
Cooler Master geht einen ähnlichen Weg wie Enermax. Beim OEM-Hersteller Enhance, dem aktuellen Favoriten von Cooler Master, wurde ebenfalls ein modernes Design mit LLC-Konversion und DC-to-DC für die Erzeugung der kleinen Spannungen in Auftrag gegeben. Auch bei der VS-Serie kommt ein Mix aus japanischen und chinesischen Bauteilen zum Einsatz. Konkret: Den großen Primärkondensator steuert auch hier Panasonic bei, auf der Sekundärseite stammen einige von Suncon.
Auf eine vollständige Eingangsfilterung wurde ebenso geachtet wie auf eine ansprechende Lötqualität. Auffällig für ein Gold-Netzteil ist der recht groß geratene Kühlkörper auf der Primärseite








Bei den Diagrammen sind ziemlich sicher zwei Fehler drin, irgendwelche 56,irgendwas Werte bei sowohl CM als auch Corsair.
Ich muss aber trotzdem etwas fragen: Wieso wird denn das Seasonic mehrfach als das günstigste Netzteil im Test tituliert, wenn das CoolerMaster auf Seite 1 mit 20€ weniger zu Buche steht? (Zudem es im Netz gar nur 55€ kostet).
@Fehler in den Grafiken: Kannst Du das evtl. ein wenig eingrenzen, Derfnam?
@Preise: Das Seasonic ist nach realen Marktpreisen das günstigste Netzteil (siehe Absatz direkt über der Tabelle). Die Preise in der Tabelle sind die Preisempfehlungen des Herstellers.
Interessant ist diesbezüglich, dass alle Netzteile wie gewoghnt mindestens 10 bis 15 Euro billiger sind als der UVP - nur bei Cooler Master ist der Marktpreis HÖHER als der UVP...
den "kurzen balken" so einer ist noch bei einem andern drin
Hab die Grafiken neu generiert und eingebunden. Die Angaben stimmen jetzt.
Sorry nochmal.
dort steht: "Japanische Kondensatoren für eine lange Lebensdauer und exzellente "Hold-up Time" bei Stromschwankungen"
wo sind die denn? der eine große Primäre zählt ja wohl nicht doppelt oder dreifach oder?
oder liegt es daran, weil THG bei Cooler Master die Netzteile testet ?
für mich das alles ein ziemliches übles Geschmäckle
Die Kabellängen sind auf der ersten Seite in der Tabelle enthalten, im Bereich "Connectors & Environmental".