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Seasonic S12G 450W

Gold-Netzteile mit 450 Watt: Leistung runter, Effizienz rauf
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Bei Roundups mit Gold-zertfizierten Netzteilen konnte Seasonic in der Vergangenheit mehr als nur einmal mit seiner X-Serie auftrumpfen. Vollmodular und hybride Lüftersteuerung lauteten die Kaufargumente – neben der tollen elektrischen Qualität, versteht sich.

Für diesen Test schickt Seasonic einen Vertreter einer noch ganz neuen Serie ins Rennen. S12G lautet deren Name, vertreten durch die 450 Watt starke Variante. Zu einem aktuellen Straßenpreis von unter 70 Euro erhält der Käufer ein kompaktes Gold-Netzteil mit fix verdrahteter Kabellage. Damit ist das S12G das einzige Gerät in diesem Testfeld ohne Kabelmanagement. Im Gegenzug fällt der Mix aus ummantelten Rundkabeln und Flachbandkabeln relativ lang aus. Und auch die Anschlussvielfalt kann sich mit zwei PCIe- und üppigen acht SATA-Steckern sehen lassen.

Bei der haptischen Qualität kann das Seasonic-Netzteil allerdings nicht ganz mit der starken Konkurrenz mithalten. Dabei meckern wir aber schon auf hohem Niveau. Auch beim S12G gibt es nur eine 12-Volt-Schiene, 37 Ampere steht auf dem Label. Garantie gewährt Seasonic ebenfalls fünf Jahre.

Seasonic S12G
AC Input:100-240V, 50-60 Hz
DC Output:+3.3V+5V+12V (#1)+12V (#2)+12V (#3)+12V (#4)-12V+5Vsb
20 A20 A37 An/an/an/a0.3 A2.5 A
Individual Output:  32 A  3.6 W12.5 W
Rail Utilization:SysSysCPU & VGA
Combined Output:100 W444 W
Total Continuous Output:450 W
Peak Output:n/a

Effizienz gemäß 80 PLUS Spezifikation

Effizienz anhand von Leistungsprofilen

Die Seasonic X-Serie konnte bei unserem Testparcours stets mit Bestwerten brillieren. Das günstigere S12G muss sich seine Meriten indes erst noch verdienen. Die Überprüfung des Wirkungsgrades nach den 80 Plus Gold-Vorgaben meistert es jedenfalls, sogar mit minimalen Reserven.

Bei sehr geringen Lasten ist die Effizienz etwa auf dem Niveau des Corsair RM450. Bei 25 Watt beträgt der Rückstand auf das Cooler Master V450S aber schon satte zehn Prozentpunkte. Bei der Standby-Leistungsaufnahme kann das Seasonic S12G ohne Last dem Corsair-Netzteil als einziges Paroli bieten: 0,05 Watt sind ebenfalls herausragend.

Echte Schwächen leistet sich das Seasonic-Gerät also keine – auch nicht bei Ripple & Noise. Die Rippelströme sind bei allen Spannungen sehr gering, der Kurvenverlauf recht homogen.

Dem Corsair RM450 kann beim Thema Lautstärke keines der Testgeräte in diesem Roundup das Wasser reichen. In der Gold-Klasse streicht normalerweise Seasonic hier immer die Bestnote ein. Aber beim S12G hat der Hersteller auf die semipassive Kühlung, wie wir sie von der X-Serie kennen und schätzen gelernt haben, verzichtet. Ein Krawallmacher ist das S12G-430W deswegen aber noch lange nicht. Im Gegenteil: Mit 30,9 bis 31,3 dB(A) hält sich der Lüfter stets vornehm zurück, das reicht auch fürs Wohnzimmer.

Aufs PCB geschaut

Kein Kabelmanagement, keine hybride Lüftersteuerung, der günstigste Preis im Test. Hat Seasonic auch bei der elektrischen Qualität gespart? Mitnichten. Sowohl LLC-Konverter und DC-to-DC sind an Bord. Dazu gesellt sich eine sehr gute Eingangsfilterung, bestehend aus ganzen sechs Y- und zwei X-Kondensatoren, drei Drosselspulen und einem MOV.

Hitachi steuert den primären Kondensator bei, auf der Sekundärseite tummeln sich viele Kondensatoren vom südkoreanischen Hersteller Enesol, gemischt mit einigen wenigen von Chemi-Con und Rubycon. Insgesamt klingt dieser Mix etwas höherwertiger als bei der Konkurrenz in diesem Roundup. Hinzu kommen noch makellose Lötarbeiten. Für ein Netzteil dieser Preisklasse macht Seasonic bei der Komponentenauswahl und der Verarbeitung also alles richtig.

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Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

Alle 11 Kommentare anzeigen.
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  • Derfnam , 29. April 2014 08:05
    'Fünf Hersteller sind unserem Aufruf gefolgt.' Echt?
    Bei den Diagrammen sind ziemlich sicher zwei Fehler drin, irgendwelche 56,irgendwas Werte bei sowohl CM als auch Corsair.
  • Tesetilaro , 29. April 2014 09:29
    wegen der 5 mußte ich auch schmunzeln... und wenn ich für ein 450 Watt Netzteil so tief in die Tasche greife dann will ich auch wirklich effizienz - somit ist mein Favo das Coolermaster - mal wieder... notfallalternative dann das Corsair...
  • diem_ , 29. April 2014 12:04
    Super Artikel - danke dafür! :-)

    Ich muss aber trotzdem etwas fragen: Wieso wird denn das Seasonic mehrfach als das günstigste Netzteil im Test tituliert, wenn das CoolerMaster auf Seite 1 mit 20€ weniger zu Buche steht? (Zudem es im Netz gar nur 55€ kostet).
  • gst , 29. April 2014 13:30
    @4/5: Uups... DER Fehler ist korrigiert. ;) 

    @Fehler in den Grafiken: Kannst Du das evtl. ein wenig eingrenzen, Derfnam?

    @Preise: Das Seasonic ist nach realen Marktpreisen das günstigste Netzteil (siehe Absatz direkt über der Tabelle). Die Preise in der Tabelle sind die Preisempfehlungen des Herstellers.
    Interessant ist diesbezüglich, dass alle Netzteile wie gewoghnt mindestens 10 bis 15 Euro billiger sind als der UVP - nur bei Cooler Master ist der Marktpreis HÖHER als der UVP...
  • Tesetilaro , 29. April 2014 13:41
    er meint die hier ->
    den "kurzen balken" so einer ist noch bei einem andern drin ;) 
  • gst , 29. April 2014 13:58
    Ah, okay; alles klar. Ich vermute mal, dass es bei der Generierung der charts zu einem Fehler gekommen ist, denn wenn die Dinger bei 115V wirklich so scheiße wären... Marcel schaut sich das gleich mal an.
  • mbinder , 29. April 2014 14:45
    Sorry Jungs, war mein Fehler mit den zwei Effizienzangaben in den Charts. Hatte statt ner "8" die "5" auf dem Ziffernblock erwischt. :( 
    Hab die Grafiken neu generiert und eingebunden. Die Angaben stimmen jetzt.
    Sorry nochmal.
  • rapidotec , 29. April 2014 19:16
    ich bin ehrlich gesagt, enttäuscht aber auch erstaunt, dass Patrick nicht auf die Kundenverarsche hinweist, die über die Cooler Master Homepage ausgekippt wird

    dort steht: "Japanische Kondensatoren für eine lange Lebensdauer und exzellente "Hold-up Time" bei Stromschwankungen"

    wo sind die denn? der eine große Primäre zählt ja wohl nicht doppelt oder dreifach oder?

    oder liegt es daran, weil THG bei Cooler Master die Netzteile testet ?

    für mich das alles ein ziemliches übles Geschmäckle
  • Impolite , 29. April 2014 21:23
    Die Kabellänge wird beim SeaSonic Modell gelobt und bei dem von CM leicht getadelt. Bin ich blind oder sind die Längen nicht aufgelistet? Schwanke gerade zwischen den zwei, habe aber mit meiner aktuellen Kabellänge große Probleme. Wäre es möglich die Kabel abzumessen?
  • Scour , 3. Mai 2014 21:16
    Sind die Suncon beim V450S wirklich das was man als Sekundärkondensatoren ansieht? Oder sind die nur Entstör-Caps?
  • gst , 7. Mai 2014 08:03
    Zitat :
    Die Kabellänge wird beim SeaSonic Modell gelobt und bei dem von CM leicht getadelt. Bin ich blind oder sind die Längen nicht aufgelistet? Schwanke gerade zwischen den zwei, habe aber mit meiner aktuellen Kabellänge große Probleme. Wäre es möglich die Kabel abzumessen?

    Die Kabellängen sind auf der ersten Seite in der Tabelle enthalten, im Bereich "Connectors & Environmental".