Google Assistant im kommenden Jahr auf mehr Geräten

Bei der gestrigen Präsentation von neuen Smartphones, der VR-Brille DayDream View sowie Google Home, Google Wifi und des neuen Chromecast Ultra sprach Google viel von einem neuen persönlichen Assistenten, ohne dabei wirklich ins Detail zu gehen.

Festzustehen scheint lediglich, dass der neue Google Assistant genannte Dienst deutlich performanter sein soll als Google Now - also jener Assistent, der bisher mit Google verknüpft wurde. Mit Hilfe von "künstlicher Intelligenz" sollen erheblich bessere Ergebnisse auf Anfragen geliefert werden - selbst die Reservierung im Restaurant soll der Dienst auf Wunsch erledigen.

Vieles blieb jedoch unklar. Etwa was aus dem bisherigen Dienst Google Now wird, der im Endeffekt nicht viel mehr als eine Sprachsteuerung für die Google Suche darstellte und weit hinter den Möglichkeiten der Konkurrenten Siri (Apple) und Cortana (Microsoft) zurückblieb.

Die Softwareschmiede betonte zwar die vielen Möglichkeiten, doch zunächst wird Google Assistant ausschließlich für Google-Produkte zur Verfügung stehen. Dies gilt in erster Linie für die Pixel-Smartphones sowie Google Home.

Im kommenden Jahr können dann auch weitere Hersteller auf den neuen Google-Assistenten zugreifen, dann soll eine entsprechende SDK folgen. Ein genauer Zeitpunkt wurde jedoch nicht genannt. Weitere Informationen sollen ebenfalls erst in den kommenden Monaten folgen, wie Googles Entwicklungschef Scott Hufman zu Protokoll gab.

In jedem Fall scheint der neue Dienst nicht mehr standardmäßig zu Android zu gehören, sondern muss von den Geräteherstellern aktiv eingepflegt werden. Gerade bei günstigeren Smartphones könnten die Hersteller dementsprechend schnell auf eine Implementierung verzichten. Nutzer, die dennoch auf einen intelligenten Assistenten Wert legen müssten dann vermutlich Microsofts Cortana installieren, der als App ebenfalls unter Android zur Verfügung steht. 

Möglicherweise werden weitere Hersteller die Gelegenheit ergreifen und eigene persönliche Assistenten entwickeln und auf ihren Geräten installieren. Dies könnte etwa für Samsung gelten. Die Koreaner könnten dann einen eigenen Dienst auf ihren Smartphones wie auch auf ihren Smartwatches und Smart TVs mit Tizen-Betriebssystem einbinden.

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