Google fordert Paradigmenwechsel von Festplattenherstellern

Während insbesondere Privatanwender zunehmend auf schnelle SSDs setzen, sind Festplatten aufgrund des (noch) günstigeren Preises pro Gigabyte erste Wahl für Datencenter, die große Daten bereitstellen.

Auf der USENIX-Konferenz für Datei- und Speichertechnologie stellte Eric Brewer, VP of Infrastructure bei Google, ein White Paper vor, das ein Umdenken bei Speicherherstellern fordert. Grundlage der Überlegung ist die Tatsache, dass in Datencentern die Ausfallsicherheit einer einzelnen Festplatte aufgrund vielfacher Sicherungen ein wesentlich unwichtigerer Parameter ist als bei Speichern für Endkonsumenten. Das 3,5- und 2,5-Zoll-Format ist zudem historisch bedingt und aus praktischen Erwägungen heraus fragwürdig.

Die Datenmenge von beispielweise Youtube steigt sukzessivDie Datenmenge von beispielweise Youtube steigt sukzessivIm White Paper zeigt das Google-Forschungsteam mehrere Möglichkeiten auf, Festplatten zu verbessern. So würde sich in höheren Laufwerken eine größere Anzahl an Magnetscheiben bei gleichen Kosten für Controller unterbringen lassen. Damit könnten Datencenter entweder die gleiche Datenkapazität bei günstigeren Anschaffungskosten für Festplatten bereitstellen oder aber gleich leistungsfähiger aufgebaut werden.

Dual Actuator Hard DriveDual Actuator Hard DriveEine Möglichkeit, die IOPS (Eingabe-/Ausgabeoperation je Sekunde) zu steigern, läge beispielsweise in der Verwendung zweier diagonal angebrachter Trägerarme und Schreib-/Leseköpfe - was an sich keine komplett neue Idee darstellt. Weitere Überlegungen beziehen sich etwa auf die festere Organisation mehrere Festplatten mit gemeinsamen Caches, eine vereinheitlichte Spannungsversorgung und größere Sektoren.

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