Google zeigt Interesse an Qualcomms Server-SoCs

Mit seinen Rechenzentren gehört Google zu einem der weltweit größten Käufer von Server-Chips - und ist damit weitestgehend von Intel abhängig.

Rund 300.000 Chips sollen pro Quartal eingekauft werden, was dem weltweit größten Chiphersteller nicht zuletzt dabei hilft, die sinkenden Umsätze von Prozessoren für PC-Systeme zu kompensieren.

Doch allem Anschein nach will sich der Suchmaschinenspezialist aus dieser Abhängigkeit lösen.

Nach Informationen von Bloomberg ist die Softwareschmiede eine Kooperation mit Qualcomm eingegangen, die in Servern resultieren soll, die auf ARM-SoCs basieren. Technische Details wurden bisher zwar noch nicht bekannt, doch die Pläne könnten in Kürze auf einem Investorentreffen konkretisiert werden.

An ARM-Prozessoren für Server wird schon seit einer ganzen Weile entwickelt. Die Erfolge halten sich bisher jedoch in Grenzen, obwohl namhafte Hersteller wie etwa AMD mit von der Partie sind. Gleichermaßen hofft Qualcomm darauf, SoCs für den Business-Einsatz unters Volk bringen und sich so aus der Abhängigkeit des Mobilmarktes befreien zu können, auf dem der Hersteller immer stärker unter Druck gerät.

Mediatek beispielsweise konnte gerade bei einfachen SoCs signifikante Marktanteile hinzu gewinnen, während Branchengrößen wie Apple, Huawei oder Samsung eigene Prozessoren entwickeln, die in den leistungsstärkeren Smartphone- und Tablet-Modellen genutzt werden.

Daher hatte Qualcomm bereits im Sommer letzten Jahres seine Hydra-Server-Chips angekündigt. Zuletzt wurde ein Joint Venture namens Guizhou Huaintong Semi-Conductor Technology bekannt, das ebenfalls die Entwicklung von ARM-basierten Server-Chips voranbringen soll.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar