AMD verlor im zweiten Quartal Marktanteile bei GPUs

AMD musste im zweiten Quartal 2014 auf dem Markt für Grafikchips offenbar Federn lassen, wie die Analysen von John Peddie Research nahelegen: Der Marktanteil ging im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um sieben Prozent zurück.

Zwar konnte der Hersteller seinen Absatz an APUs - also Prozessoren mit integrierter GPU - um insgesamt 10,5 Prozent steigern, in mobilen Rechnern ging der Einsatz der AMD-Prozessoren jedoch um 16 Prozent zurück.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den diskreten GPUs: Der Anteil von AMD-Grafikkarten in Notebooks stieg um zehn Prozent, im Ganzen ging die Nachfrage nach den AMD-Grafikchips aber um 19 Prozent zurück.

Dabei war der Markt durchaus postiv. Zwar sank das Gesamtvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,7 Prozent, im Vergleich zum ersten Quartal 2014 konnte allerdings eine Steigerung von 6,6 Prozent festgestellt werden. Bis 2017 soll der Trend auf einem niedrigen Niveau anhalten. Der Markt für diskrete Grafikchips könnte um drei Prozent wachsen.

Dies nutzte (bisher) vor allem der Konkurrenz: Intel musste zwar bei seinen in Desktop-Prozessoren verbauten IGPs ein minimales Minus von 0,3 Prozent hinnehmen (was auf einen an sich verhaltenen Verkauf von Desktop-Chips schließen lässt), steigerte aber den Absatz im Mobilbereich um 18,6 Prozent, was nicht zuletzt an den steigenden Absatzzahlen der vorrangig für Tablets bestimmten Atom-SoCs liegen dürfte. Unterm Strich bleibt dem Hersteller ein Plus von 11,6 Prozent.

Nvidia konnte dagegen vor allem bei den Desktop-Grafikkarten zulegen und ein Umsatzplus von 24,3 Prozent generieren, während die Notebook-Grafikkarten nur ein Plus von 3,5 Prozent verbuchen konnten. Damit liegt der Zuwachs insgesamt bei 12,9 Prozent.

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