Nvidia Tegra 4: Erste Details zur GPU

Zum CPU-Teil des neuen Tegra-4-SoCs von Nvidia sind in den letzten Tagen schon Einzelheiten bekannt geworden. Nun lässt der Hersteller auch erste Details zu der - nach wie vor klassischen - GPU durchblicken, die von ihrer Phlosophie dich an der GeForce 6 und 7 angesiedelt ist.

Vorab wurde bereits bekannt, dass die neue GPU über 72 Kerne verfügt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einzelne GPU-Kerne wie bei den Mehrkern-Varianten von beispielsweise ARM Mali- oder Imaginations PowerVR-GPUs, sondern um Pixel- und Vertex-Shader-Einheiten. Deren Anzahl steigt bei dem neuen SoC jedoch deutlich: Wurden im Tegra 2 noch vier Pixel- und vier Vertex-Shader verbaut, und beim Tegra 3 neben der Taktfrequenz die Anzahl der Pixel-Shader auf acht Kerne erhöht, besitzt die GPU des Tegra 4 gleich 24 Vertex- und 48 Pixel-Shader, die überdies im Vergleich zum Tegra 3 eine wiederum höhere Taktfrequenz leisten.

Damit soll eine Performance von 75 GFLOPS möglich sein, beim Tegra 3 lag diese noch bei 12 GFLOPS und könnte damit auch deutlich über der PowerVR SGX544MP3 liegen, die Samsung für seinen Exynos 5 Octa nutzt und dort rund 50 GFLOPS erreichen soll. Selbst die GPU des iPad 4 soll da mit etwa 72 GFLOPS nicht mehr mithalten können. Die Tegra-4-GPU unterstützt so Texturen von 4096 x 4096 Pixeln, beim Tegra 3 waren es noch 2048 x 2048 Pixel; außerdem soll das Antialiasing verbessert worden sein.

Allerdings verzichtet der Hersteller auf die Implementierung einer ganzen Reihe von APIs: So kann die Grafikeinheit nicht OpenCL- oder CUDA-Befehlen umgehen, auch OpenGL ES 3.0 wird nicht unterstützt. Das ist zwar aktuell nicht weiter dramatisch, weil viele Spiele noch OpenGL ES 1.1 nutzen und OpenGL ES 2.0 in vollem Umfang genutzt werden kann, zukünftig könnten bestimmte Anwendungen jedoch nur eingeschränkt genutzt werden.

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10 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Weichei2002
    Zitat:
    die von ihrer Phlosophie dich an der GeForce 6 und 7 angesiedelt ist.


    Ok , nochmal neu bitte.
    -1
  • mareike
    Schön das man auch mit einer schweren LRS bei THG "Schreiberling" werden kann. Sehr positiv.

    ;)
    1
  • blackice81
    kein OpenCL, CUDA und OpenGL ES 3.0 ...
    damit ist das Teil lächerlich und die neue Nvidia-Konsole ebenfalls sinnlos.

    schade dabei wäre Potential zum wieder aufholen bei dieser gpu vorhanden gewesen.
    0