HighEnd-Grafikkarten und Sportwagen provozieren eine Frage: wie gut ist die Alltagstauglichkeit? Viele Tests analysieren nur Minimal- und Maximalverbrauch, aber wieviel kostet eine solche Karte im Unterhalt wirklich? Ein Langzeittest schafft nun Klarheit.

Wir wollten diesmal einen etwas ungewöhnlichen Weg gehen und die tatsächlich verbrauchte Energie über einen gewissen Zeitraum unter Berücksichtigung verschiedener Anwendergewohnheiten messen. Also das, was wirklich zwischen Einschalten und Ausschalten effektiv verbraucht wird. Denn jeder wird nicht nur spielen, sondern auch alltägliche Dinge am Computer erledigen wollen. Mehr oder weniger. Zusätzlich zur Verbrauchsmessung haben wir gleichzeitig die Laufzeit ausgewählter, und am häufigsten genutzter Programme überwacht, die den Verbrauch gegenüber dem Idle-Betrieb erhöhen können. Neben Spielen handelt es sich vor allem um die hardwarebeschleunigte Videowiedergabe, D2D- und D3D-Inhalte im Fenstermodus, sowie Spiele sowohl im Fenstermodus, als auch exklusiv im Vollbild. Was uns nämlich brennend interessierte, war nicht der Verbrauch unter absoluter Volllast oder im Leerlauf, sondern eher das, was sich im Mittel dazwischen befand. Denn genau dieser Verbrauch, auf eine längere Zeit gerechnet, repräsentiert am Ende das, was wir untersuchen wollen: verbrauchen leistungsstarke Grafikkarten wirklich so viel mehr Strom und verursachen damit auch extrem viel mehr Kosten?
Somit stellt das, was wir uns vorgenommen hatten, so etwas wie die Ermittlung des Drittelmixes beim Auto dar. Nur eben mit Wattstunden, statt km/h und Litern. Am Ende werden wir jedenfalls wissen, wer mit welcher Nutzungsweise bei welcher Karte ordentlich drauflegt - oder auch nicht. Lassen wir uns überraschen.
- Hohe Folgekosten oder Übertreibung?
- Ausgangsüberlegung und Verbrauchsdefinition
- Erklärung der Kalkulationsmethode
- Erstellen der Applikations-Zeit-Profile
- Messen des spezifischen Verbrauches pro Anwendung
- Testsystem und gemessene Anwendungen
- Basiskonfiguration und getestete Grafikkarten
- Messungen auf unserem Testsystem
- Verbrauchsanalyse: Gamer
- Verbrauchsanalyse: Normaluser
- Verbrauchsanalyse: Enthusiast
- Verbrauchsanalyse: Durchschnitt der Leistungsaufnahme
- Fazit und Zusammenfassung
Auch wenn es hier nur um die Grafikkarte geht, ein ähnlicher Artikel bezogen auf CPUs wäre auch mal interessant.
Dankeschön dafür...immer wieder gerne....
Damit werde ich in meinem letztens getätigtem Erwerb einer 5870,in Bezug auf den tatsächlichen Verbrauch,bestätigt!
Seit Januar diesen Jahres habe ich auch ein Messgerät von "Brennstuhl" (was ich nebenbei empfehlen kann) wenn ich mir den Verbrauch ansehe von 875,91kw komme ich auf knapp 192,70 Euro bei 0,22cent die KW Stunde, im Monat ca 16 Euro. Womit bei mir im Haushalt der PC auf Platz 1 Steht, dicht gefolgt vom Wäschetrockner, der 2,2KW in der Stunde brät ;D
Leider kann ich keine Angaben zum System machen da dies im Jahr sich ein paarmal geändert hat.
sehr schön
Danke an THG dafür!
Netter Artikel - aber wenn ein "Techniker" das Wort "Watt-Zahl" in den Mund nimmt, kann man ihn eigentlich nicht mehr ernst nehmen...
Ich frage ja einen Menschen auch nicht welche Zentimeter-Zahl er hat, oder die Kilogramm-Zahl...
sondern ich Frage nach der Größe und dem Gewicht.
Und nicht die Anzahl der Bezeichnung.
Das ist echt peinlich, kommt aber immer öfter vor, leider.
Ansonsten netter Artikel!
Da sieht man mal was die Grafikkarten im Jahr wegfuttern.
Wattzahl ist ein umgangsprachlich gelaeufiger Begriff und fuer einen solchen Artikel mit Sicherheit nicht falsch gewaehlt.
Und ob der Begriff gebräuchlich ist oder nicht, er ist einfach falsch...
Wattzahl benutzt eigentlich nur jemand, der nicht weiß was da eigentlich dahinter steckt, oder?
Da die Wattangabe als Zahl erfolgt (die aus einzelnen Ziffern besteht), wäre es sogar korrekt zu sagen "Wir beziffern die Wattzahl auf...". Mich würde mal eine seriöse Quelle interessieren, die den Begriff Watt-Zahl für unfachmännisch und unpassend erklärt. Den Beweis ist man bisher schuldig geblieben. Das Wort PS-Zahl vernahm ich unlängst aus dem Munde eines Dr.-Ing - kommt aufs Gleiche raus.
Das Schöne an der deutschen Sprache ist die Möglichkeit, zusammengesetzte Substantive zu bilden. Warum sollte man bei den Wattangaben darauf verzichten?
Geb' mal bei Wikipedia "Wattzahl" ein, die gibt es einfach nicht!
Es gibt Leistungsaufnahme, Spannung, Stromstärke, Gewicht, Größe, aber keine Watt-Zahl, Volt-Zahl, Ampère-Zahl, Kilogramm-Zahl, Zentimeter-Zahl.
Oder habt Ihr schon mal eine Semmel für die Euro-Zahl 0,30 gekauft?