Einsatzzweck - Eine kurze Übersicht

Ob Spiele, Office, Grafikbearbeitung oder Videoschnitt - zu allen Arbeiten am PC benötigt man eine Grafikkarte. Heutzutage kommt es auf die Video- und 3D-Leistung sowie der Darstellungsqualität an.
Vor dem Kauf muss man sich darüber klar werden, für welche Zwecke man den eigenen PC primär verwendet. Beschränkt man sich auf Office oder andere 2D-Anwendungen, dann ist die 3D-Leistung einer Grafikkarte völlig egal. In zukünftigen Betriebssystemen wie Microsofts Longhorn wird die Arbeitsoberfläche aber verstärkt auf 3D-Funktionen zurückgreifen. Um die kleine Variante der Longhorn-Schnittstelle, die auf den Namen "Areo" hört, nutzen zu können, wird eine Grafikkarte mit DirectX-9-Unterstützung und mindestens 32 MB Speicher das untere Minimum sein. Für die prachtvollere Variante "Areo Glass" ist eine Karte mit mindestens DirectX 9 und 64 MB das Minimum. Bis zur Einführung von Longhorn wird aber noch einige Zeit vergehen und es wird auch weiterhin eine reine 2D-Oberfläche geben. Mehr zum Thema Longhorn gibt es hier: microsoft.com/whdc/device/display/
In Sachen 2D-Leistung gibt es zwischen den einzelnen Karten- und Chip-Generationen durchaus messbare Unterschiede. Die 2D-Leistung der Grafikprozessoren unter Windows XP ist allerdings auf einem derart hohen Niveau, das Unterschiede in der Praxis nicht ins Gewicht fallen. Durch eine leistungsfähigere Grafikkarte laufen Windows-Programme wie MS Word, Excel, Powerpoint, Photoshop oder Acrobat keinen Deut schneller als mit einem langsameren Modell. Die Leistungsfähigkeit der Karte definiert sich heutzutage praktisch rein an der 3D-Leistung.

Moderne Spiele wie Doom3 stellen sehr hohe 3D-Anforderungen an die Grafikkarte
Die größten Unterschiede zwischen modernen Grafikkarten betreffen die 3D-Leistung. Wer mit seinem PC auch spielen möchte, der sollte sein Augenmerk fast ausschließlich auf die 3D-Leistung einer Karte legen. Die Auswahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Modellen und Generationen über mehrere Preisklassen hinweg sind riesig - genauso riesig sind aber auch die Unterschiede in Sachen 3D-Leistung und -Fähigkeiten. Auch wenn PC-Spiele auf dem Rechner eher selten gestartet werden, sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Spielen ist Freizeit und in seiner Freizeit möchte man schließlich Spaß haben und sich nicht über eine ruckelnde oder grobe Darstellung ärgern. Wichtig ist auch die 3D-Architektur der Karte, also welche 3D-Standards und DirectX-Generation sie unterstützt.
Soviel aber schon einmal vorab: Eine DirectX-8-Karte wird, auch wenn deren Leistung in den meisten aktuellen Spielen noch ausreicht, in den Spiele-Hits des Jahres 2004 wie Doom III, Stalker und Half-Life 2 nicht besonders gut aussehen.
Wer mit dem Kauf einer neuen Grafikkarte auch sein Motherboard austauschen möchte, kann auch einen Blick auf integrierte Lösungen werfen. Die gebotene 3D-Leistung liegt dabei aber bestenfalls auf dem Niveau der langsamsten Add-On-Grafikkarten. Für PC-Spieler sind sie nur eingeschränkt zu gebrauchen. Für Büroanwendungen oder zur Videowiedergabe ist die Leistung aber meist völlig ausreichend.
Viele Hersteller versuchen in letzter Zeit, den PC auch im Wohnzimmer des Anwenders zu etablieren. Dabei setzen sie in erster Linie beim Thema Videowiedergabe an. Das besondere Augenmerk gilt auch hier der Grafikkarte. Prinzipiell kann jede Grafikkarte jedes Videoformat darstellen. Unterschiede gibt es aber bei der dabei auftretenden CPU-Belastung und der Darstellungsqualität. Ist die CPU-Belastung, beispielsweise bei der Wiedergabe von hoch auflösenden HDTV-Videos, zu hoch, kommt es zu Rucklern. Auch bei Farbwiedergabe, beim De-Interlacing und Skalieren von Videos liefern Grafikprozessoren unterschiedliche Qualität.
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