Kaufberatung Grafikkarten und GPUs, Stand März 2017

Aufrüsten, wettrüsten oder einfach nur sparen? Neu- oder Umbau? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das jährlich wiederkehrende Problem, welcher Pixelbeschleuniger es denn sein soll und welche Rolle die Komponenten des restlichen PCs spielen.

Welcher Grafikkarten-Typ bist Du?

Spielertyp, Workaholic oder vielleicht sogar beides? Bevor man überhaupt eine Anschaffung ins Auge fasst, sollte man einmal tief in sich gehen und genau überlegen, was man am PC eigentlich genau tun möchte. Wer arbeiten möchte, muss sich zwischen Office-PC und Workstation entscheiden. Wer hingegen auf dem PC zocken will, braucht natürlich ein völlig anderes Hardware-Setup.

Doch eines haben alle Konstellationen gemeinsam: Viele beeinflussende Faktoren wie geforderte Anwendungen, persönliche Vorlieben für bestimmte Hersteller, finanzielles Rahmenbedingungen und die ggf. bereits vorhandene Technik einschließlich des Monitors wollen beachtet werden. Deshalb haben wir diese Kaufberatung auch in verschiedene Bereiche aufgegliedert, die sich durchaus auch einmal überlappen können.

Doch während man mit aktuellen Workstation-Grafikkarten auch recht gut spielen könnte, wird es im Gegenzug mit Consumer-Produkten und professioneller Software, die zertifizierte Hardware und Treiber erfordert, schnell eng. Gute Planung ist somit ein Muss und spart später unter Umständen auch richtig viel Geld.

Grundsätzliches zum Monitor

Dieser Artikel ist natürlicht keine Monitor-Kaufberatung, aber Grafikkarte und Monitor sollten schon gut zusammenpassen. Mit welcher Bildschirmauflösung soll nun am Ende also wie genau gespielt oder gearbeitet werden? Tut es auch ein großes TV-Gerät? Bevor man die richtige Grafikkarte wählt, sollte man auch schon einmal über das passende Ausgabegerät nachdenken. Über 3D muss man sich eigentlich keine Gedanken mehr machen, denn dieses Pferd ist mittlerweile totgeritten. Deshalb verzichten wir auch auf weitere Überlegungen dazu.

Grenzwertig: Trotz 144Hz-Wiederholrate ist dieser 24-Zöller nur im Nahbereich sinnvollGrenzwertig: Trotz 144Hz-Wiederholrate ist dieser 24-Zöller nur im Nahbereich sinnvoll

Wenn es um den richtigen Monitor geht, muss man natürlich berücksichtigen, welche Anforderungen man an ihn stellt. Wer nur gelegentlich spielt, jedoch sehr viel mit Tabellenkalkulations- oder Präsentationsprogrammen arbeitet, wird mit einem größeren Ultra-HD-Monitor sicher glücklich - vorausgesetzt, man hat genügend Platz auf dem Schreibtisch. Für reine Gamer ist diese Konstellation eher ungünstig oder wird richtig teuer - aber dazu kommen wir gleich noch.

Arbeitsplatz mit einem 40-Zoll Ultra-HD-MonitorArbeitsplatz mit einem 40-Zoll Ultra-HD-Monitor

Wie viele Pixel braucht der Mensch?

Zunächst betrachten wir die nachfolgende Tabelle, wobei die Grenzen natürlich fließend verlaufen und nicht jede Anwendung wirklich ins Schema passt. So manches ältere Spiel ließe sich auch mit einfacheren Grafikkarten sicher noch problemlos bis Ultra-HD zocken, während einige aktuelle Spiele sogar schon bei Full-HD an die Grenzen kommen können, wenn die Qualitätseinstellungen zu hoch gesetzt werden.

Als Richtwert kann man jedoch ansetzen, dass Spieler, die Qualitätseinstellungen wie beispielsweise bestimmte Modi für Antialiasing (Kantenglättung), Schatten, Tesselation oder Umgebungsverdeckung bevorzugen, fast immer eine Klasse höher einsteigen sollten als gefordert. Zum Grafikspeicher kommen wir gleich noch einmal zurück, weisen aber bereits hier auf den direkten Zusammenhang zwischen Bildschirmauflösung und Speicherausbau hin:


Auflösung Pixel
Seiten-
verhältnis
Leistungsklasse
Minimum
Leistungsklasse
Empfohlen
Grafikspeicher GB
(Minimum/Empfohlen)
HD-Ready
WXGA
WXGA+
WXSGA
1280 x 720
1367 x 768
1440 x 900
1600 x 900
16:9
16:9
16:9
16:9
Einsteigerklasse1 GByte / 2 GByte
Full-HD
WUXGA
UWUXGA
1920 x 1080
1920 x 1200

16:9
16:9
21:9
Einsteigerklasse
Mittelklasse
2 GByte / 4 GByte
WQHD
WQXGA
2560 x 1440
2560 x 1600
16:9
16:9
Mittelklasse
Obere Mittelklasse
und Oberklasse
4 GByte / 6 GByte
UWQHD
Ultra-HD
3440 x 1440
3840 x 2160
21:9
16:9
Oberklasse
Oberklasse MGPU
8 GByte / 12 GByte
UHD+ (5K)
5120 × 2880
16:9
Oberklasse MGPU
ab 12 GByte

Sonderformate: 21:9 und breiter als breit

Mittlerweile gibt es auch Monitore, die mit dem Seitenverhältnis von 21:9 ans klassische Kino-Feeling anknüpfen. Der Satz, nach dem man mindestens noch einen weiteren Mitspieler bräuchte, der einem dann erklärt, was auf seiner Seite gerade passiert, ist zwar sicher eine Übertreibung, aber man wird wirklich überlegen müssen, wie man so einen Boliden optimal aufstellt.

Entweder sitzt man weit geung entfernt oder man setzt gleich auf sogenannte "Curved"-Monitore, die in sich gebogen sind und damit das Sichfeld wieder etwas korrigieren. Allerdings sollte es dann schon mindestens die QHD-Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln auf mindestens 34 Zoll Diagonale sein.

21:9 macht auf einem reinen Gaming-System auch als 34-Zöller durchaus Freude21:9 macht auf einem reinen Gaming-System auch als 34-Zöller durchaus Freude

Zusätzlich sollte man sich auch im Klaren sein, dass nicht jedes Spiel solche Seitenverhältnisse und Auflösungen unterstützt, was vor allem bei älteren Spielen schnell wieder zu Enttäuschungen führen könnte - fette schwarze Balken links und rechts inklusive.

Freesync, G-Sync und Bildwiederholfrequenz

Außerdem wird man sich fragen müssen, ob man lieber auf adaptive Sync-Verfahren setzen möchte, was generell ein ruhigeres Bild ergibt, jedoch spezielle Monitore und natürlich möglichst hohe FPS-Zahlen voraussetzt. Hier gehen AMD und Nvidia leider getrennte Wege, so dass dann spätestens bei bei der Auswahl der Grafikkarte auch die Herstellerpräferenz zum Tragen kommt. Daher müssen wir es dem Käufer überlassen, hier eine Auswahl zu treffen, verweisen aber gern auch auf unsere Einführung zu Freesync 2.

Mehr Bild fürs Auge: HDR (High Dynamic Range)

Das neue Schlagwort heißt HDR - und es gibt auch schon erste Monitore bzw. TV-Geräte am Markt, die mit dem höheren Dynamikumfang umzugehen wissen. Dann ist ein Schwarz wirklich schwarz und auch ein strahlendes Weiß kann noch in differenzierbaren Nuancen dargestellt werden.

Wer sich für derartige Dinge bereits heute interessiert, wird als Early Adaptor finanziell richtig bluten müssen, bekommt aber auch etwas fürs Auge geboten. Egal ob nun Nvidia mit G-Sync HDR oder AMD mit Freesync 2 - man wird die Entwicklung genau beobachten und sich am Ende für eine der proprietären Lösungen entscheiden müssen.

Fernseher als Monitor

Den heimischen Großbild-Fernseher, der per Streaming mittlerweile bequem zum Spielen genutzt werden könnte, kann man als Liebhaber von Ego-Shootern auf Grund der höhen Input-Lags und der insgesamt trägen Reaktion vergessen, auch wenn das Spielkonsolen-Marketing etwas anderes suggeriert. Selbst wenn man alle negativ einwirkenden Features am TV-Gerät deaktiviert (z.B. Bildverbesserung) bleibt das schwammige Gefühl fast immer bestehen.

Trotz Controller und Stream: mit Input-Lag macht Mafia III am TV keinen SpaßTrotz Controller und Stream: mit Input-Lag macht Mafia III am TV keinen Spaß

Anders sieht es bei weniger Action-geladenen Spielen aus, die durchaus Konsolen-like am TV-Gerät gespielt werden könnten. Wer also im Wohnzimmer auf einen spieletauglichen HTPC setzt oder den Kindern in ihrem Zimmer etwas Größeres gönnen möchte, darf durchaus auch schon mal über ein passendes Fernsehgerät nachdenken. Aber es ist und wird (vorerst) wohl eher eine Nische bleiben.

Im Kinderzimmer für einfache Spiele und Konsolen durchaus geeignetIm Kinderzimmer für einfache Spiele und Konsolen durchaus geeignet

Multimonitor-Setup

Auch wenn sich Firmen wie Nvidia immer wieder etwas einfallen lassen, um die Verzerrung der äußeren Monitore zu umgehen, werden solche Setups mit Sichtbalken-Optik im Stil von hässlichen Fensterrahmen dennoch die Ausnahme bleiben. Der Leistungsbedarf an die Hardware könnte fast schon mit dem von Ultra-HD-Auflösungen gleichgesetzt werden oder diesen sogar noch übertreffen (z.B. bei drei WQHD-Monitoren).

Eyefinity: richtig schön sieht anders aus.Eyefinity: richtig schön sieht anders aus.

Speicher, Features und Treiber

Eine Aufrüstung auf neuere Karten hilft fast immer dabei, die Leistungsaufnahme senken, auf neue Schnittstellen wechseln (DirectX12, Vulkan) und die Darstellungsqualität generell verbessern zu können (neue AA-Modi, Tessellation, Stromsparfunktionen, HDR). Dazu kommt die native Implementierung diverser Video-Codecs, die durch die Hardware-beschleunigte Wiedergabe die CPU-Last deutlich senken können.

Um ein ganz klein wenig Leicht in die Feature-Vielfalt zu bringen, haben wir nachfolgend eine kurze Liste der wichtigsten Features erstellt und sie für aktuelle Produkte von AMD und Nvidia verglichen (was sich aber schneller wieder ändern könnte, als man Mops sagen kann):


AMD
Nvidia
Bewertung
GPGPU
OpenCL
CUDA, OpenCL
Vorteil AMD bei OpenCL
Vorteil Nvidia im Pro-Bereich und PhysX
Downsampling
Virtual Super Resolution (VSR)
Downsampling - DSR
Unentschieden
Zusätzliche
AA-Modi
MLAA
SMAA
FXAA
TXAA
FXAA

Vorteil Nvidia
(Performance)
Multi-GPU
SLI
Crossfire
Unentschieden
Leistungsaufnahme
ZeroCore-Power im Idle
Bessere Effizienz (Volllast, Videowiedergabe
Leichter Vorteil Nvidia
Preis
Günstige Einsteiger-
und Mittelklasse
Derzeit konkurrenzlos
oberhalb der Mittelklasse
Leicher Vorteil AMD

Was die Treiber betrifft, nehmen sich beide Hersteller mittlerweile sowohl bei der Stabilität als auch bei den ab und zu auftretenden Problemen eher nichts. Die Mär vom schlechten Radeon-Treiber kann man genauso wenig stehen lassen wie die Glorifizierung des Geforce-Pendants. Fehler sind menschlich und treten bei beiden Anbietern ähnlich oft auf. AMDs Bestrebung, vor allen bei den Treibern nachzulegen und auch Zero-Day-Optimierungen anzubieten, müssen erst noch Früchte tragen, sorgen aber für eine optimistische Sicht in die Zukunft.

Nvidia profitiert in erster Linie von der zahlenmäßig größeren Anzahl direkt unterstützter bzw. mitentwickelter Spiele und diversen Implementierungen wie beispielsweise Gameworks. Ob man dies wichtig, gut oder sogar richtig findet, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Proprietäre Einlassungen und Features kann man eben hassen oder mögen.

Kommen wir noch einmal ganz kurz auf den Grafikspeicher zurück, den wir weiter oben bereits angesprochen hatten. Wenn es das Budget hergibt, sind 20 oder 30 Euro mehr für die nächste Speicherausbaustufe stets die bessere Wahl. Karten mit ganzen zwei Gigabyte mögen als Einsteigerkarte momentan gerade noch ausreichend erscheinen, aber wenn man für einen geringen Aufpreis auch das Doppelte bekommen kann, dann solte man nicht zögern.

Budget: Neukauf oder gebraucht?

Oftmals scheint der Preis einer ehemaligen Oberklasse- oder High-End Karte im Abverkauf nach dem Launch der nächsten Generation richtig verlockend - oder man bekommt ältere Boliden auf Plattformen wie eBay & Co. so richtig billig. Leider haben ältere Karten - um das eben Geschriebene mal logisch fortzuführen - auch meist den kleineren Grafikspeicher. So kann eine gebrauchte Radeon R9 Fury beispielsweise durchaus ein Full-HD-Schnäppchen sein, bei einem WQHD-Setup aber allein schon wegen der schmalen vier Gigabyte Speicher bereits im eigenen Speicher-Flaschenhals ersticken.

Krumme Sache: GTX 970 mit 3,5 GB schnellem und 0,5GB SchneckenspeicherKrumme Sache: GTX 970 mit 3,5 GB schnellem und 0,5GB Schneckenspeicher

Technische Entgleisungen wie die GeForce GTX 970, die mit 3,5 Gigabyte schnell und 0,5 Gigabyte langsamer angebundenem Speicher daherkommt, werden wir guten Gewissens ebenfalls nicht mehr empfehlen.

Und: Vorsicht bei gebrauchten Karten! Die Haltbarkeit der Hardware ist nicht unendlich und man kennt oft genug auch nicht die Vita des Vorbesitzers samt seiner Vorlieben fürs Übertakten und Stressen. Bei Neuware muss man hingegen genau abwägen, ob der Speicherausbau, die Feature-Liste und auch die Leistungsaufnahme den Preis wirklich rechtfertigen und ob man auch auf absehbare Zeit noch zukunftssicher genug bleiben wird. Und auch die verwendete Kühllösung ist ein Punkt, über den es sich nachzudenken lohnt.

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31 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Pootch
    Finds immer witzig wenn man eine GTX 1070 als Mittelklasse bezeichnet. Da passt wohl eher eine 1060. Schaut doch mal nach was eine 1070 so kostet.. 450€ sehe ich nicht als Mittelklasse. Was kommt denn noch danach? 1080? und aus.. 1080 TI ist noch nicht am Markt und die Titans braucht echt niemand. Da gehts nur um Prestige.
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  • Plitz
    Vielleicht sollte man einfach akzeptieren, dass einige in der Lage sind etwas mehr zu zahlen und auch gerne bereit dazu sind für ihr Hobby viel Geld hinzulegen. So eine Titan bringt über Jahre Spaß. Wieso sich eine billige Grafikkarte kaufen, und sich den schön verdienten Nachmittag damit um die Ohren schlagen zu müssen die richtigen Grafikeinstellungen zu finden?

    Mir persönlich wäre eine Titan auch zu teuer, aber wenn man das Geld über hat ... warum nicht? Hab auch eine Zeit lang mit der Radeon Pro Duo geliebäugelt ... aber leider kam die Preissenkung nie in Europa an ... :(

    Edit: Ach, vor 1 Woche kam die Preissenkung dann doch in Europa an. Leider etwas zu spät :) Aber sie ist da!
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  • FormatC
    Die 1060 ist, wie die RX480 auch, untere Mitteklasse. Mehr nicht. Da ist das mit der 1070 und Mittelklasse auch nichts Ehrenrügriges, denn schon ab dieser Woche werden die 1080 und die 1080 Ti oben drüber stehen (die Titan X sowieso). Und darunter? Nur die 1060 und 1050 (Ti). Also wenn das nicht die Mitte ist ;)
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  • Kleinkarierter
    Man kann es auch übertreiben. Eine GTX 970 ist alles andere als eine "technische Entgleisung". Bloß weil man sich kollektiv über die Speicherthematik echauffieren musste? Sind die GPUs etwa auf einmal langsamer geworden, als das bekannt wurde? Nein. Ich habe eine entsprechende Karte seit Jahren und sie ist absolut empfehlenswert. Auf FHD läuft jedes Spiel in sehr hohen bis höchsten Qualitätseinstellungen inkl. Antialiasing, was soll daran verkehrt sein? Eine gewisse Verhältnismäßigkeit sollte bei solchen Aussagen schon gegeben sein, auch wenn es weniger cool und reißerisch klingt. Wir sind doch hier nicht bei der Bild.
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  • FormatC
    Das nicht, aber Betrug am Kunden bleibt Betrug und solange die Karte 4GB an den Treiber meldet (und somit an die Spiele) und die ausgenutzt werden, wird es zappenduster. Das habe ich gerade eben wieder bei Ghost Recon Wildlands gemerkt, wo die Karte im 4GB-bereich komplett den Schluckauf bekommt. Man muss bis auf unter 3,5GB bei den Settings gehen, damit nichts mehr hoppelt. Die Karte ist heute definitiv keine Empfehlung als Gebrauchtkauf mehr und genau darum geht es ja bei so einer Beratung. Gebraucht würde ich mir die nicht mehr antun. Meine Frau hatte auch eine und die Karte recht schnell verflucht. Somit ist das Fazit vielleicht hart formuliert, aber man kann es in Anbetracht der Umstände mehr als nur gelten lassen. :)
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  • Kleinkarierter
    Wer um den Speicherausbau weiß, dem kann man die Karte bedenkenlos empfehlen. Daher bleibt die Aussage nach wie vor überzogen weil zu stark verallgemeinert. Reiht sich für mich nahtlos ein in Dinge wie "Forza Horizon 3 Benchmark: Die PC-Version macht einfach keinen Spaß" und "Dishonored 2 Benchmark: Technisch versagt die PC-Umsetzung" (Computerbase). Beides macht sehr viel Spaß und funktioniert prächtig - mit einer GTX 970 übrigens. Bei manchen läuft es gut, bei anderen nicht. Das rechtfertigt noch lange keinen kategorischen Verriss. Eine überdramatisierte Wortwahl ist immer häufiger zu beobachten, auch bei anderen (IT-)Medien außerhalb von TH und CB.
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  • FormatC
    Dass man ein Produkt, dem man selbst aufgesessen ist, gern auch bis zum Äußersten verteidigt, ist völlig normal.

    Aber bevor man bei eBay & Co für eine alte Karte mit fragwürdigem Speicherverhalten und unbekanntem Vorbesitzer fast genauso viel bezahlt, wie für eine neue RX 470 mit echten 4GB, dafür aber die volle Garantiezeit ausnutzen kann und zudem auch Erstbesitzer ist, würde ich wirklich zum Neukauf raten.

    Übrigens finde ich Dishonored 2 auch reichlich albern umgesetzt, aber das macht nun mal die Meinungsbandbreite aus, die man gern akzeptieren sollte. ;)
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  • Stormfirebird
    An einigen Stellen im Test wird Text durch Grafiken verdeckt, da das ganze bei mir bei drei verschiedenen Browsern auftritt hoffe ich mal das es sich nicht nur um ein Lokales problem bei mir handelt ._.
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  • 0x90
    Bei mir wird auch ein bisschen Text verdeckt, ich dachte das liegt an NoScript und irgendwelchen Drittscripts, die ich nicht aktiviert habe.

    Ich will mir eine neue Grafikkarte kaufen und für mich kommt diese Beratung genau richtig :)
    Ich habe einen FullHD Monitor und einen i5-2550K. Was ist wohl die beste Grafikkarte, die noch nicht von dem Prozessor gebremst wird? Die RX480?
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  • FormatC
    Hmmm, bei mir sieht es eigentlich korrekt aus. Kann ich mal ein Beispiel haben, wo Text verdeckt wird?

    Wenn Du die CPU weiternutzen möchtest, wo nichts dagegen spricht, ist in der Tat eine RX 480 oder GTX 1060 eine gute Wahl. Alles oberhalb ist sicher nicht sinnvoll.
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  • 0x90
    Danke, für die Antwort.

    Wegen Textverdeckung: http://i.imgur.com/GTu8wwY.png
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  • Kleinkarierter
    Anonymous sagte:
    Dass man ein Produkt, dem man selbst aufgesessen ist, gern auch bis zum Äußersten verteidigt, ist völlig normal.


    Kein Grund, unsachlich zu werden. Ich habe Sie nicht persönlich angegriffen. Also zurück zur Faktenebene. Ich bin keinem Produkt aufgesessen, ich bin mit einem Produkt einfach zufrieden. Für bestimmte Szenarien ist die GTX 970 absolut empfehlenswert. Das trifft ganz objektiv zu und hat nichts mit Meinung zu tun. Wie bereits geschrieben: Full HD, hohe bis höchste Details, Antialiasing, kein Problem. Alles läuft flüssig mit mindestens 60 fps. Da muss ich absolut nichts schönreden. Dass Nvidia den tatsächlichen Speicherausbau von vornherein hätte klarer kennzeichnen müssen, steht außer Frage.

    Wenn Sie (jetzt) meinen, dass sich die Anschaffung einer gebrauchten GTX 970 aufgrund des Preises gegenüber z. B. einer neuen RX 470 nicht lohnt, schreiben Sie es doch einfach im Artikel beim nächsten Mal. Und kommen Sie bitte nicht wieder mit Verbraucherschutz, wenn Sie bloß Ihre eigene Wortwahl "bis zum Äußersten verteidigen" möchten. Dass die GTX 970 immer noch für gute Gebrauchtpreise weggeht, hat seinen Grund. Die Karte ist nicht grundlegend schlecht.
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  • Stormfirebird
    Auf meinem Smartphone tritt das ganze auch auf wie ich gerade festgestellt habe, da fehlt sogar einfach ein Bild wenn zwei nebeneinander platziert sind.
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  • FormatC
    Die Mobilseite ist eine Baustelle für sich. Bei den nebeneinanderliegenden Bildern MIT Bildunterschrift, wird der Text verdeckt. Bug. Ich habe mal zwei Leerzeilen eingefügt, jetzt sollte es weiter auseinander stehen. :)

    @Kleinkarierter:
    Ich würde darum bitten, die eingeforderte Sachlichkeit auch anderen gegenüber zu praktizieren. Ein Gebrauchtkarte ist selten eine wirkliche Empfehlung, schon gar nicht eine, deren Mängel der Normaluser nicht durchschaut. Die hohen Grbrauchtpreise sind, wie bei eBay Usus, dem Nichtwissen der Käufer und dem gewissen Nvidia-Bonus geschuldet, der zumindest bei dieser Karte völlig zu Unrecht besteht. Wenn ein User mit einem Produkt zufrieden ist, warum nicht? Aber es geht absolut nicht, anderen seine Meinung aufzuzwingen. Meine Aufgabe ist es, Leser vor Missgriffen zu bewahren. Geiz frisst Hirn, da muss man auch ab und zu etwas großzügiger mit der Wortwahl umgehen. Die 970 ist alles andere als unproblematisch und schon gar keine empfehlenswerte Einsteiger-Karte vom Gebrauchtmarkt.

    Diese Meinung werde ich auch nicht ändern, weil ich weiß, wie meine Frau auf den Speicherkrüppel gekotzt hat. Zu Recht, denn sie fühte sich einerseits betrogen und - tadaa -andererseits auch benachteilgt, weil vieles eben nicht so ging, wie erhofft. Es ist somit nicht nur ein Satz in einem Artikel, sondern eine reflektierte Käufermeinung, die für mich (da ich die Effekte stets mitansehen durfte) deutlich mehr wiegt, als ein vom Produkt begeisterter Leser, dessen Gewohnheiten beim Spielen ich nicht kenne. Meine Frau ist nun mal der typische Endkunde, wie der normale Forenleser oft auch. Kaufen, einbauen und dem Hersteller (oder der Webseite) vertrauen. Klappte nicht. Reproduzierbar. Punkt. Nvidia wird hoffentlich daraus gelernt haben, um dem ganzen auch mal was Positives abzugewinnen.
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  • Kleinkarierter
    Jetzt verdrehen Sie die Tatsachen zu Ihren Gunsten. Sie verlieren die Sachlichkeit mit Ihrer falschen Unterstellung mir gegenüber und bitten nun mich darum, Sachlichkeit zu praktizieren. Ebenso wenig zwinge ich Ihnen oder einem Leser eine Meinung auf. Mit der Übertreibung im Text sorgen Sie allerdings sehr wohl und bewusst für negative Meinungsbildung. Auch wenn Sie noch so weit ausholen und ausweichen, eine GTX 970 ist per se keine schlechte GPU. Es kommt eben auf den Anwendungsbereich an. Das belegen zigtausend Benchmarks. Das hat mit Meinung rein gar nichts zu tun, das sind belegbare, reproduzierbare Tatsachen. Für mehr als 1080p würde ich selbst aber weder eine GTX 970 noch eine RX 470 verwenden. Sie haben persönlich sehr negative Erfahrungen gemacht, was bedauerlich ist. Leider auch, dass sich Ihre sehr persönlich gefärbte Sichtweise sowohl im Artikel als auch in den vorhergehenden Posts niederschlägt. Irgendwo verständlich und menschlich, aber für mich nicht professionell.

    Bis auf diesen einen Punkt gefällt mir der Artikel wirklich gut. Die eigentliche Entgleisung war die Kommunikationspolitik Nvidias, nicht das Produkt selbst. Und damit wir uns nicht falsch verstehen: ich nehme meine GTX 970 weder mit ins Bett (würde tropfen), noch haben wir eine intime Beziehung. Mir persönlich ist es völlig egal, welche Nvidia-, AMD- oder Sonstwas-Grafikkarte in meinem Rechner ist, solange sie den ihr zugedachten Zweck erfüllt. Tut sie bei mir und vielen anderen. Bei Ihnen / Ihrer Frau und auch bei anderen eben nicht. Belassen wir es dabei.
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  • Plitz
    Sorry, aber was soll diese Diskussion? 970er gibt es ab 230€, 480er gibt es ab 190€ ... An welcher Stelle stellt sich da die Frage ob sich eine 970 noch lohnt? Wer sie hat soll damit zufrieden sein, es ist eine gute Karte! Aber jetzt kauft man sowas doch nicht mehr! Wenn man ein super tolles Angebot bekommt, was weit unter ebay Angeboten ist, dann klar kann man zugreifen, aber man kann doch keine Kaufberatung auf Ausnahmeangebote aussprechen!

    Und natürlich gibt es massive Probleme mit der 970. Nicht jedes Spiel hat in den Einstellungen eine schöne Grafik die einem anzeigt wie viel Speicher belegt wird ... nicht immer ist diese Anzeige präzise. Selbst dort auf die Suche gehen wo das 3,5GB Limit sitzt ist eine Heidenarbeit ... oder man dreht einfach alles niedrig. Ist das der Sinn einer neuen Karte?

    Sei doch einfach glücklich, dass du mit deiner glücklich bist. Ich bin auch mit meiner glücklich ... aber ich würde sie trotzdem niemandem empfehlen ...
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  • Kleinkarierter
    Das ist etwas ausgeartet. Ich bin glücklich mit meiner technischen Entgleisung, die selbst heute noch für FHD sehr gute Leistung liefert. Ich zitiere dazu einfach mal Tom's Hardware, was ich eigentlich schon längst hätte tun sollen:

    Zitat:
    Letztlich machen die GeForce GTX 980 und GTX 970 alles richtig, wo es drauf ankommt: Sie bieten mehr Leistung für weniger Geld – und das bei verdammt beeindruckender Effizienz. Das ist eine Kombination, mit der man Gamer-Herzen im Sturm erobern kann. Folgerichtig kommen wir nicht umhin, den beiden Karten auszuzeichnen: Die GTX 980 bekommt für ihre überragende Single-GPU-Performance unseren Elite-Award, während der Kauftipp wie für die GTX 970 gemacht scheint.
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  • Chemidemi
    Es tut mir Leid, aber jetzt wird es etwas lächerlich. Dieses Zitat stammt aus dem Launchartikel von 2014. Da war die Speicherproblematik noch gar nicht bekannt. Weiterhin haben sich die Grafikanforderungen seitdem auch deutlich geändert, weshalb diese und auch die 980 nicht unbedingt als gebraucht, geschweigeden als Neukauf empfohlen werden.
    Das ist total aus dem Kontext gerissen und unterstreicht meinen ersten Satz eigentlich nur.
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  • alterSack66
    Mag jemand meine GTX 970 kaufen? :D Als die Karte rauskam wars ok, hat ja auch ziemlich lage gedauert bis die Speicherproblematik bekannt wurde. Die Spiele werden halt anspruchsvoller.
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  • Kleinkarierter
    Ganz im Gegenteil, das ist genau der Punkt. Ist die Grafikkarte mit dem Bekanntwerden der Speicherproblematik rückwirkend schlecht(er) geworden? Nein, wie von mir eingangs erwähnt. Trotz höherer Anforderungen ist sie für 1080p immer noch mehr als ausreichend, selbst bei aktuellen Titeln. Eine fast drei Jahre alte Grafikkarte wohlgemerkt. Und die Verkaufszahlen nach der Entdeckung des Speicherproblems sind nur kurzzeitig etwas eingebrochen. Und heute noch erzielt die GPU sehr gute Preise auf dem Gebrauchtmarkt. Was für ein Drecksteil!
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