Kühler, leiser, besser? Drei Grafikkartenkühler im Test

Wir testen drei der größten derzeit erhältlichen Kühler für Grafikkarten: Arctic Coolings Accelero XTREME Plus, DeepCools V6000 und Zalmans VF3000F. Aber bieten diese Produkte auch eine Performance, die die Größe von drei Steckplätzen rechtfertigen?

Wer sich mit der Optimierung und dem Tuning des eigenen PCs beschäftigt hat, der weiß, dass sein größter Feind die Wärme ist. Zuviel Hitze im Computer bedeutet zumindest eingeschränkte Übertaktungsmöglichkeiten und führt im schlimmsten Fall zu einem frühzeitigen Versagen der Hardware. Moderne Computer verfügen über zwei Komponenten, die für den Löwenanteil bei der Wärmeabgabe verantwortlich sind: Die Central Processing Unit (CPU) und die Graphics Processing Unit (GPU).

Moderne Grafikkarten erzeugen eine immense Hitze und herkömmliche Kühlsysteme haben ihre liebe Not damit, die Temperaturen auf einem niedrigen Niveau zu halten. Nvidias GeForce GTX 480 ist seit den Pentium 4-Prozessoren mit Prescott-Kern das deutlichste Beispiel dafür, wie Leistungsaufnahme, Hitze und Lärmentwicklung in Abhängigkeit zueinander stehen. Daher haben wir für unseren Artikel eine GeForce GTX 480 verwendet, weil dieses Produkt von Aftermarket-Kühlern offen gesagt am meisten profitiert.

Um dem Problem „Hitze“ Herr zu werden kann man die Referenzkühlung der verwendeten Grafikkarte hinter sich lassen und auf eine Aftermarket-Kühllösung setzen. Diese sind darauf ausgelegt, die GPU-Temperaturen deutlich unter das Niveau der Standardlösungen zu drücken. Wir testen heute drei riesige VGA-Kühler, die genau dies Versprechen: Arctic Cooling Accelero XTREME Plus, DeepCool V6000 und Zalman VF3000.

Werfen wir einen Blick auf die technischen Daten der Kühler, bevor wir genauer auf die einzelnen Modelle eingehen:


Arctic Cooling
Accelero XTREME Plus
DeepCool
V6000
Zalman
VF3000
Abmessungen:
290(L) × 104(B) × 56(H)mm212.5(L) × 110.5(B) × 65(H)mm239(L) x 98(B) x 51(H)mm
Gewicht:622 g
759 g
430 g
Lüfter:Drei 92 mm Lüfter
Zwei 92 mm Gehäuselüfter
Zwei 92 mm Lüfter
Stromkabel:
Ein Lüfteranschluss (über Grafikkarte)
Zwei Lüfteranschlüsse (über Motherboard)
Ein Lüfteranschluss (über Motherboard)
Aufbau:Kühlblock aus Kupfer
Heatpipes aus Kupfer
Kühllamellen aus Aluminium
Komplett aus Aluminium gefertigt
Kühlblock aus Kupfer
Heatpipes aus Kupfer
Kühllamellen aus Aluminium
Kompatibilität:Verschiedene Sets verfügbar:
VR001-Diverse Radeon/GeForce Karten
VR002-GeForce GTX 200 Serie
VR003-GeForce GTX 470/465
VR004-GeForce GTX 480
VR005-GeForce GTX 460
Universell verwendbar
Sechs verschiedene Bohrungen:
43 mm, 51 mm, 53 mm,
58 mm, 61 mm, 80 mm
VF3000F: GeForce GTX 480
VF3000F: GeForce GTX 465/470
VF3000A: Radeon HD 5800 Serie
VF3000N: GeForce GTX 200 Serie
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14 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • theras88
    Sehr interessanter Test
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  • Anonymous
    Es scheint mir für sowas der Massenmarkt zu fehlen, denn mir zumindest sind die Preise eindeutig zu hoch. Wie im Artikel schon beschrieben, wäre es (für mich) auch unverhältnismäßig für meine 160Euro-GTX460 nochmal 50 Euro für einen solchen Lüfter auszugeben.
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  • derwolf92
    Netter Test. Wichtig fände ich auch noch mal mehr Temperaturmessungen. Wenn der RAM schon bruzzelt, dann wirds nichts mit der Lebensdauer.

    Abe,
    das wurde ja schon angesprochen, dass es für High-End Karten interessant ala GTX480 interessant wäre :) Und die Zalman Lösung ist doch recht günstig.
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  • sireristof1332
    Also ich hab den zalman auf der 480 Gtx Amp zwar nicht denselbern aber zotac und zalman arbeiten oft zusammen wies scheint ;)
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  • amd64
    Zitat:
    Derartige Aftermarket-Lösungen haben zwei große Nachteile: Preis und Größe.


    Der dritte große Nachteil ist der Garantieverlust!
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  • funkdas
    Leider sind sie die einzige Möglichkeit, eine Grafikkarte auch unter Last leise zu betreiben. Ich bin durchaus bereit 30 € mehr für eine Grafikkarte auszugeben, wenn sie dafür leise bleibt. Das Übertakten interessiert mich weniger. Leider bauen die Hersteller nur OC-Karten mit alternativen Kühlern. Meistens wird dadurch zwar die Leistung gesteigert, aber bei gleicher Lautstärke. Ich hätte gerne die gleiche Leistung bei halber Lautstärke. Da bin ich wohl in der Minderheit.
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  • 7664stefan
    Schöner Artikel! Die Ergebnisse sprechen für sich!
    Gibt es eine Übersicht der möglichen Aftermarkkühler und WaKüs für die Chipsätze von nVidia und ATI?
    Ich suche mir zur Zeit nach einer Luftkühlung für die Radeon HD 6950 die Finger blutig.
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  • bdrift
    Also mir war es auch die 40EUR (Gelid Icy Vision Rev2 + Versand) wert, nen leisen Kühler für meine GTX460 zu haben. Für manche ists einfach nervig, wenn alle Lüfter im System bei 600-700 U/min drehen und quasi nicht zu hören sind ... aber dann der Graka Lüfter unter Last plötzlich wie ein kleines Düsentriebwerk losbrüllt :D

    Ich hab allerdings die Lüfter auf der Graka noch durch nen einzelnen 120er Noiseblocker ersetzt, der nun auch konstant bei 700 U/Min dreht und die Temps bei ~30°C idle / 63°C (20min Furmark) hält.

    Jetzt stört nurnoch das Rotationsgeräusch der Platter in der entkoppelten WD Black :D aber das halt ich aus ... denk ich :D
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  • avaka
    Bei den Preisen isses ja nicht mehr weit bis zu Wasserkühlungen der Fullcoverliga. Die kosten rund 80€. Früher kamen mir diese Preise immer extrem übertrieben vor als brauchbare Ersatzkühler noch 20€ gekostet haben aber mittlerweile...
    45° Last bei absoluter Stille aus Sicht der Grafikkarte ist wohl den Aufpreis wert. Diese Dinger hier sind auch nur begrenzt wieder zu verwenden. Ich bin mir jedenfalls sehr sicher, dass Zalman und Artic Cooling keine neuen Platten für die nächste Generation bereit stellen wird.
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  • bdrift
    @avaka

    Wenn man schon ne WaKü verbaut hat, machts natürlich Sinn 30-40 EUR in nen entsprechenden Kühler zu investieren.

    Hat man das aber nicht, sind die Kosten dann doch ne ganze Ecke höher. Wenn Du alles zusammenrechnest ... also:
    Dual/Triple-Radi + Lüfter + evtl. Lüftersteuerung + Pumpe + AGB + Schlauch + Tüllen/Winkel + Grakakühler + CPUkühler
    Da bist Du schnell mal 300 EUR los.

    Ich bin letztes Jahr nach 3 Jahren wieder von Wasser auf Luft umgestiegen und bereue es bisher nicht :) Der EKL Matterhorn für CPU + Gelid Icy Vision (+Noiseblocker 120mm) für die Graka haben mich zusammen nicht ganz 90EUR gekostet und die Lautstärke hat im Vergleich zur Wakü nicht zugenommen.

    Da ich nichtmehr ganz so viel Wert auf übermäßiges OC lege, passen die Temps mit dieser Kombination auch ganz gut. Klar, mit Wakü wärs noch besser aber was solls :)

    ... naja, nur das entspannende Blubbern vom AGB fehlt mir ein wenig :D
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  • avatar_87
    Mir fehlen wie so oft die Spawatemps. Ein großer Vorteil des Zalman VF3000F ist in meinen Augen die Grundplatte die aufgrund ihrer großen Fläche besonders gut geeignet ist um VRM/RAM zu kühlen!
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  • saulus
    Habe den VF3000F seit dem er im Handel ist. Super Kühler!
    Die 480 ist jetzt nicht mehr zu hören. Mit Original Kühler was das Ding brutal laut. Kühler ist sie jetzt natürlich auch noch. Aber das war nie ein Problem meine 480 wurde nie zu heiß.

    Sicher kostet der Kühler ein paar Euro mehr, aber eine Karte mit so einem Kühler schon drauf, hätte noch mal einiges mehr gekostet. Zum Kaufzeitpunkt meiner 480 waren das fast 100€ Preisdifferenz.


    Der große Kühler für die Platine ist ein absoluter Plus Punkt. Kein kleben ect. somit spurloser Rückbau möglich zwecks RMA.
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  • @hundet
    Wieder ein guter Test ! ich persönlich nutze einen Accelero S1 auf meiner Gk , lautlos mit Scythe 120" 800rpm und gutem OC. Was für solche Lösungen spricht, mfg
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  • demwarlord
    Eines ist mir noch aufgefallen. Daß der Kühlkörper an einem Stück ist stimmt nur für die Version VF3000F.
    Bei den Versionen VF3000A und VF3000N hat man weiterhin etliche Einzelteile zum Kleben... daher vermutlich auch die 10 Euro Preidifferenz.
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