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Gelid Icy Vision: Grafikkühlerumbau in 15 Minuten

Gelid Icy Vision: Grafikkühlerumbau in 15 Minuten
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Lüfter zu laut, geht es auch kühler? Wir haben uns eine Radeon HD 5870 geschnappt und den Referenzkühler durch den Doppellüfter ICY Vision von GELID ersetzt. Der Umbau ging überraschend schnell und einfach.

Einen anderen Grafikkartenkühler zu verwenden, kann mehrere Gründe haben. Der Referenzkühler ist zu laut, die Temperaturen zu hoch oder man will übertakten und braucht Reserven. Die Referenzkühler sind eigentlich schon sehr gut, aber sie lassen den Anbietern von optimierten Kühlern viel Spielraum, damit sich hier ein eigener Upgrade-Markt entwickeln kann. Viele Hersteller haben das Potential erkannt und bieten zum Referenzdesign mit Standardlüfter auch verbesserte Modelle mit Turbo- oder Doppellüfter an.

Referenz ist gut, Doppellüfter ist besser.Referenz ist gut, Doppellüfter ist besser.

Schwerpunkt dieses Artikels ist der Umbau einer Referenzgrafikkarte mit Radeon HD 5870. Als Ersatz für den Standardkühler wird der Icy Vision von Gelid aufgesetzt. Neben dem Umbau des Grafikkartenlüfters stellen wir im Laufe des Artikels noch einen Vergleich zwischen verschiedenen OC-Modellen, der Referenzkarte und dem ICY-Umbau an und vergleichen zwei mitgelieferten Wärmeleitpasten. Konkurrenz bekommt der Icy Vision von den Grafikkarten Asus Matrix, Gigabytes SO und der MSI-Variante mit Twin Frozr II.

Rechnet man genau, spart man nicht viel. Referenzkarte und Icy Vision kosten in etwa die Summe, die man für ein optimiertes OC-Modell vom Hersteller bezahlt. Ein Lüfterumbau hat den zusätzlichen Nachteil, dass man die Garantie verliert, da die Karte auseinandergebaut wird. Damit sich der Aufwand überhaupt lohnt, sollte der Ersatzkühler besser, leiser oder kühler als die optimierten Varianten vom Hersteller sein. Da kann der Icy Vision in einigen Punkten überzeugen.

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  • avatar_87 , 16. August 2010 08:41
    Kein Wort zu den hitzigen Spawas? ... Dabei ist das doch womit die meisten Kuehler, wie z.B der Prolimatech MK 13, Probleme haben.
  • johannes_franke , 16. August 2010 09:48
    Ja, die Spannungswandler sind definitiv problematisch und sollten vom Kühlkonzept in jedem Fall berücksichtigt werden. Die Dinger passiv zu kühlen ist fast nicht möglich, da sie - wie die GPU auch - eine enorme Abwärme auf sehr kleiner Fläche produzieren. Deshalb ist Skepsis angesagt angesichts von Kühllösungen, die die Spannungswandler nicht voll mit einbeziehen. Die Standardlüftung versorgt sie normalerweise zumindest mit einem gewissen Luftstrom, sobald dieser ausbleibt und die Wandler überhitzen, hat man ein wunderbar leises und total instabiles System. Das war die böse Überraschung, die ich nach dem Umrüsten auf Wasserkühlung (mit einem Nur-GPU-Kühler) hatte.
    Das wäre mein einziger Wunsch an Gelid, dass sie hier vielleicht noch mal nacharbeiten. Ansonsten ist die Leistung ja echt beeindruckend.
  • 3D Mann , 16. August 2010 11:08
    Zitat :
    Zitat avatar: ich frag mich nur, wieso der Kuehler die HD 5870 offiziell nicht unterstuetzt.


    Der Umbau ist eine HD 5870, auch auf der Original-Verpackung kann man das HD 5870 als kompatible Karte lesen, das Bild ist gut genug, dass man es erkennen kann :) 

    http://media.bestofmicro.com/7/K/255584/original/GELID%20ICY%20Vision%20Pack.JPG
  • ka0t , 16. August 2010 12:16
    Der Name ist mal Geilid ^-^
    Problematisch ist im allgemeinen das ganze mit den ändernden Kartendesigns- da kann ich ein Lied von singen. Bei der 4870 wurde das Referenzdesign wortlos zum ändern freigegeben --> ich war einer der frühen glücklichen Besitzer mit neuem Design und damit unpassenden Wasserkühler.
    Es konnte mir keiner von ASUS/Gigabyte und co sagen wie ich das auf der Verpackung erkenne. Bei manchen Karten ist Refdesign an der Farbe des PCB erkennbar- das wechselt je nach Modell aber auch.
    Bei vielen Herstellern gilt das Entfernen des Kühlers als unsachgemäße Handhabung- somit ist die Garantie hin.
    Der Hersteller wird sich bestimmt nur gegen ein Umtauschdebakel wegen geändertem Design schützen wollen.
  • 3D Mann , 16. August 2010 12:32
    Das kann natürlich sein, mich wundert es nur, weil Gigabyte und MSI haben ein anderes Layout, nur macht das ein Hersteller in der Regel bei optimierten Karten. Das die PCBs dann auch auf die Serie angewendet werden, ist natürlich irgendwann übel. In dem Fall des Umbaus, macht es aber auch nur bei der Referenzkarte wirklich sinn, weil man für eine verbesserte OC-Karte auch nur 60 Euro Aufpreis zahlt, was ein guter Lüfter auch schon kostet, nur muss man dann noch selbst Hand anlegen und verliert die Garantie.

    In deinem Fall ist das ja extreme Schei.e, weil sich dann alle rausreden können. Den Kühler kannste schwer zurückschicken, weil er schon "benutzt" wurde und deine Karte hat "eigentlich" keine Granatie mehr. Man, man, da ist Internet schon ein Hilfsmittel, wenn der erste schnell genug schaltet, informiert er wenigstens andere, damit sich das nicht so weiter zieht. Der erste ist und bleibt aber leider der Dumme, der da mal wieder Betatester spielen durfte.

    Wenn man sich das überlegt, müssten die Hersteller eigentlich drauf reagieren und die PCBs mit einer Art Serienkennnummer versehen, wird bei Autos mit gleicher Bezeichnung als Modell ja auch gemacht. Damit würde man wenigstens unterschieden können, ob es ein PCB 1.0 oder 1.2a ist.
  • Levi88 , 16. August 2010 13:14
    ÂTI wechselt die Designs schon seit jeher wie Unterhosen.
    Ein Grund mehr warum Nvidia da früher zumeist einen Riegel vorgeschoben hat.
    So hat alles vor und Nachteile, wobei die "Vorteile" mehrerer Ref. Designs wohl nur auf seiten der Produzenten liegen.
  • ka0t , 16. August 2010 17:08
    Beim Onlinehändler darf man afaik wegen dem Fernabsatzgesetz die Packung öffnen und auf eigene Kosten binnen 10 Tagen den Artikel wegen "gefällt nicht" zurückschicken. Eventuelle Wertminderungen (Einbau ! ) müssen bezahlt werden. Wer die Karte nur anschaut und dann zurückschickt, bleibt auf den Versandkosten sitzen- mehr aber auch nicht. Prinzipiell cleverer ist es einen Kühler für eine Graka zu kaufen und nicht umgekehrt. Wenn man weiß welches Design man hat kann man sich den passenden aussuchen und muss nicht hoffen, das in Taiwan nicht wieder im stillen was geändert wurde.
  • Diesel_im_Blut , 16. August 2010 20:06
    So Grafikkartenkühlertausch ist so ne Sache. Ich habe auch schon an 3 karten rumgebastelt. Bis jetzt blieben alle heil. Aber ich denke, es wäre so langsam an der Zeit, dass Es Grafikkarten ohne Kühler gibt und uns Kunden dann die Wahl gibt, ob neue Karte mit Herstellerkühllösung, oder als Tray ohne Kühler, wo man sich dann nen gescheiten Luft- oder Wasserkühler drauf setzen kann.

    Grundsätzlich wäre es schon ein Fortschritt, wenn man bei demontieren des Grafikkartenkühlers die Garantie nicht mehr verlieren würde. Aber es gibt auch Fälle, wo rückgerüstete Karten im Garantiefall anstandslos getauscht wurden. Entweder war da jeman kulant oder es wurde nicht geprüft was mit der Karte gemacht wurde.
  • ka0t , 16. August 2010 20:50
    So ein bisschen differenzieren muss man das schon- bei einer CPU kann auch ein Dummbatz nur mit viel Glück/Ungeschick den ESD-Tod herbeirufen. Wenn er die Wärmepampe vergisst röhrt der Lüfter eben mehr- alles halb so wild. Bei einer Graka sind die Unterschiede teils viel feiner- vor allem bei den RAMs gibts Schwankungen, die sogar andere Wärmeleitpads erforderlich machen.
    Die Bauteile müsssen sauber mit dem Zeug bekleistert werden bzw. beklebt.
    Es gibt tatsächlich Menschen, die glauben 1 mm Höhenunterschied mit Wärmeleitpaste ausgleichen zu können :>
    Was passiert? Richtig, der Kram wird warm, richtig flüssig, die Soße tropft runter und der Computerbild-Alleswisser heult, weil ihm der Pöse Hersteller keine Garantie für sein Geklecker und die abgekokelten Vrams gibt- da hat auch der nette Hitzesensor nahe der GPU nix mehr helfen können...
    Doof natürlich, dass solche Szenarien pauschal jeder ausbaden darf, weil der Hersteller keine Lust und bei derart niedrigen Preisen auch keine Mittel zur Schadensfeststellung mehr hat. Ausnahme ist EVGA- was sich auch in deren Preispolitik klar wiederfinden lässt.
  • Anonymous , 17. August 2010 02:46
    Solange nicht auf die Temperaturen der Spannungswandler eingegangen wird (beim Ref-Design kein Problem), ist dieser Test leider völlig unbrauchbar.
  • 3D Mann , 17. August 2010 12:47
    Der Test basiert auf dem Referenz-Design, das hat die breiteste Basis. Graikkartenlüfter sind immer für Standardmodelle abgestimmt, eine Layout-Änderung ist ein starker Eingriff.

    Gelid Info von der Hompage:

    http://www.gelidsolutions.com/products/index.php?lid=1&cid=17&id=52
    Supports:*
    ATI™: HD4850, HD4870, HD4890, HD5830, HD5850 & HD5870
    Nvidia™: 9800GT, 9800GTX, GTS250, GTX260, 275, 280, 285, GTX465, GTX470 & GTX480
    *The compatibility list is based on ATI & Nvidia's reference board layout ONLY. GELID Solutions holds no responsibility for incompatibility on non-standard cards. Please refer to the height restriction drawing. All brands and trademarks are the property of their respective owners.

    Hier der Link, für die Zusatz-Info zur Kompatibilität:
    http://www.gelidsolutions.com/clients/gelid/userfiles/height_restriction_drawing.pdf
  • Desertdelphin , 18. August 2010 01:28
    Falsch Kaot:

    Ab einem Warenwert von 40€ hat der Verkäufer die Versandkosten zu tragen. Und man bekommt auch den vollen Preis wieder wenn man die Karte eingebaut hatte. Man muss halt darauf achten alle Folien und Kabel etc. wieder einzupacken und die Verpackung nicht unnötig zu beschädigen. (das aufreißen von folien gilt nicht als wertminderung)

    Man bleibt also weder auf den Versandkosten sitzen - da Grakas über 40€ kosten - noch muss man mit einer Wertminderung rechnen. Vieleicht 10 Cent für den Aufkleber der die Antistatik-Hülle verschließt.