Nvidia Geforce GTX 970: Probleme bei der Speicherzuordnung

Die Geforce GTX 970 besitzt zwar einen 4 GB großen Grafikspeicher, allerdings ist diese nicht im vollen Umfang nutzbar, wie Nvidia nun eingestehen musste, nachdem eine Vielzahl von Nutzern in Foren auf das Problem hinwies: Sie konnten bei der Grafikkarte lediglich zwischen 3,1 und 3,5 GB des DDR5-Speichers nutzen. Zudem kommt es zu Leistungsabfällen, wenn die GPU den Speicherplatz ausreizt etwa um Texturen zu speichern.

Die Probleme sind dabei konstruktionsbedingt. Der Speicher der Grafikkarte ist in zwei Teile untergliedert, ersterer umfasst einen eine Größe von maximal 3,5 GB, bei letzterem sind es noch 512 MB. Die GPU greift in erster Linie auf den größeren Speicherbereich zu. Der kleinere Teil des Speichers ist langsamer und wird nur dann genutzt, wenn eine Anwendung die ersten 3,5 GB vollständig ausreizt, was Ruckler in sehr anspruchsvollen Spielen erklären soll.

Auch an anderer Stelle musste Nvidia eingestehen bei der GTX 970 geschummelt zu haben. Bei der Karte sind nur 56 anstatt von en bisher proklamierten 64 ROPs nutzbar, außerdem ist der L2-Cache kleiner als bisher angegeben. Dieser misst 1.792 KB und nicht 2.048 KB.

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38 Kommentare
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  • amd64
    Schön gemacht. Weihnachtsgeschäft noch mitgenommen und danach räumen wir mal einen bedauerlichen Kommunikationsfehler ein. Den Treiber, den haben wir natürlich vorher schon angepasst, damit niemand zu sehr von unserem Kommunikationproblem betroffen ist. Ausserdem tritt das Problem nur in 9% der Fälle auf. Naja, ist dann halt jedes 6 frame in der Sekunde zu spät, hätte ja keiner ahnen können. So ein Verhalten muss abgestraft werden ansonsten fangen nachher alle an, was nicht in unserem Interesse ist.
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  • moeppel
    Nvidias Chart ist da leider etwas vereinfacht und spielt das Problem derart runter, dass man meinen könnte es sei keins. Letzteres trifft womöglich für die große Masse und Anwendungsfälle zu, unter den richtigen Bedinungen bricht es der Karte allerdings das Genick - nicht zuletzt dadurch bestätigt, dass das Problem überhaupt erst durch extreme Performanceeinbrüche zu Tage gefördert wurde. Durchschnittwerte verfälschen dahingehend natürlich alles - zu Gunsten der Karte.

    Nun, das macht die Karte nicht schlecht und noch viel weniger für Leute die nie in diesen Grenzfall stolpern werden - aber einen bitteren Beigeschmack hinterlässt es trotzdem ;)
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  • Ressorator
    Wie hoch ist die Warscheinlichkeit dass die GTX 980 nicht auch solche "Defizite" aufweist?
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