Endlich ist Guild Wars 2 da, und wir benchmarken dieses MMO-Spiel, um Guild Wars-Fans die Wahl einer geeigneten Grafikkarte zu erleichtern. Außerdem prüfen wir, welche Prozessorarchitekturen am besten für Guild Wars 2 geeignet sind.
Das ursprüngliche Spiel Guild Wars aus dem Jahr 2005 war das Debütspiel von ArenaNet, einer Firma, die von ehemaligen Blizzard-Mitarbeitern gegründet wurde. Guild Wars konnte seinerzeit viele Spieler für sich gewinnen, weil nach dem Kauf des Spieles dafür keine Abo-Gebühr anfiel.
Das Geschäftsmodell von ArenaNet ist einfach: Man muss das Spiel kaufen und dafür genau einmal bezahlen, und kann dann in der Folge auch Expansion-Packs kaufen. ArenaNet hatte mit diesem Geschäftsmodell Erfolg - im Grunde war es der Vorläufer des Free-to-Play-Modells, das sich bei MMOs mehr und mehr durchsetzt. Sogar die eigentlich traditionellen Geschäftsmodellen verhaftete Firma Bioware möchte jetzt mit Star Wars: The Old Republic das Free-to-Play-Modell ausprobieren.
Kann Guild Wars 2 im heißumkämpften MMO-Markt reüssieren und an den Ruhm des Vorgängerspiels anknüpfen?

Für mich war der Schwerpunkt, den Guild Wars auf PvP (Player vs. Player) legte, nie besonders attraktiv, aber ich verstehe, dass andere Spieler hierzu eine andere Meinung haben können. Wenn man so gestresst ist, dass man nicht allabendlich zu einer fixen Zeit einloggen kann, um seine Rolle in einer Spielergilde wahrzunehmen, dann wird man einem MMO-Spiel, das ja vom Design her auf große Gruppen ausgelegt ist, kein optimales Spielerlebnis entlocken können. Es gibt einige Spiele, bei denen auch Gelegenheitsspieler auf ihre Rechnung kommen können. Aber dann kommt man meist in eine Warteschlange und spielt mit Leuten, die man nicht kennt, oder man spielt Meta-Spiele.
Die Lösung dieses Dilemmas wäre, wenn man einfach einloggen und sofort ins Spielgeschehen eingreifen könnte, ohne dass man in einer Warteschlange auf die Bildung einer neuen Spielergruppe warten muss. Als ich Gelegenheit erhielt, die letzte Beta-Version von Guild Wars 2 vor dem offiziellen Launch-Datum 28. August 2012 zu testen, stellte ich fest, dass dieses Spiel genau das ermöglicht, mittels Dynamic Events.
Das Spiel versucht gar nicht, Dynamic Events irgendwie zu erklären. Stattdessen passieren sie ganz einfach, völlig flüssig und scheinbar natürlich. Beispielsweise spielte ich gerade als rangniedriger Sylvari (ein Stamm von Ackerbau betreibenden Wesen mit starkem Elfen-Einschlag), als die Stadt plötzlich von einem Mob angegriffen wurde. Naturgemäß versuchte ich, beim Abwehren dieser Invasion mitzuhelfen. Ganz spontan halfen aber auch andere in der Stadt anwesende Spieler bei der Verteidigung mit.
Die erfolgreiche Abwehr des Angriffs erfreute alle, und mir wurde klar, dass ich gerade bei einem PvE (Player vs. Environment)-Teamerlebnis dabei war, also an einem Spielereignis teilnehmen konnte, ohne vorher Zeit in einer Warteschlange zubringen zu müssen – vergleichbar mit dem, was Trion Worlds in Rift gelungen ist.
Ich habe später erfahren, dass alle Spieler, die bei der Verteidigung mithalfen, die gleiche Punkteanzahl von “Group-PvE”-Erfahrung erhielten. Das eliminiert einerseits die ärgerliche Praxis des ‘Kill Stealing’ aus dem Spiel und schafft andererseits einen starken Anreiz zur Kooperation – unter anderem auch deshalb, weil Guild Wars 2 die Schwierigkeit eines Spielereignisses dynamisch an die Anzahl der beteiligten Spieler anpasst.
ArenaNet behauptet, dass diese Dynamic Events sogar langdauernde Konsequenzen in der Spielwelt haben und z.B. auch andere Unternehmungen im Spiel beeinflussen. Aufgrund der beschränkten Zeit, die ich mit der Beta-Version des Spiels testen konnte, war es mir nicht möglich, das selbst zu erleben. Aber ich finde das zugrundeliegende Konzept interessant – die Spielcharaktere können unterschiedliche Erfahrungen sammeln.
Abgesehen von Dynamic Events bietet Guild Wars 2 eine ganze Reihe anderer interessanter Spielelemente. Der Ausgang eines Kampfes hängt stark vom Skill-Level und anderen Punktekriterien ab, aber auch ein schneller Mausfinger zählt – gekonntes Ausweichen und ein gutes Timing der Attacken sind durchaus relevant. Es ist entscheidend, sich auf dem Schlachtfeld so zu positionieren, dass man diverse Objekte verwenden kann. Das jeweilige Nahkampfgeschick hängt nicht von der Kategorie der Spielfigur ab, sondern von den Waffen, die sie gerade trägt. Das Spiel gibt individuellen Spielweisen großen Raum und die Kategorisierung der Spielfiguren ist nicht so strikt wie in anderen Spielen.

Guild Wars 2 bietet eine breite Palette an Charakteren und Einstellmöglichkeiten; beispielsweise gibt es fünf verschiedene Stämme, die unterschiedliche Heimatgebiete und Abstammungsgeschichten aufweisen. Die Asura (kleingewachsene mystische Forscher, ähnlich den Gnomen in WoW), die Sylvari (Pflanzenwesen mit elfischem Einschlag), die Menschen (den anderen Stämmen unterlegen, seit sie in den rund 250 Jahren nach den ursprünglichen Guild Wars ihre Macht verloren haben), die Norn (großgewachsene, stämmige Barbaren aus dem Norden) und, etwas überraschend, die Charr (bereits aus dem ersten Spiel bekannte angriffslustige Kriegerrasse, eine gefährliche Mischung aus Wolf, Bär und Wildschwein).
Dann gibt es acht Berufe: Mesmer, Wächter, Necromant, Waldläufer, Elementarmagier, Krieger, Dieb und Ingenieur. Da, wie erwähnt, die Nahkampfstärke jeder Spielfigur von ihren Waffen abhängt, gibt es eine Unzahl an Kombinationsmöglichkeiten und sehr weitgehende Flexibilität bei der Ausstattung und dem Spieleinsatz des Avatars. Jede Spielfigur hat übrigens auch ein Haustier, und auch bei der Wahl des Haustiers gibt es mehrere Möglichkeiten.

Verglichen mit dem Vorgängerspiel ist das neue Spiel viel besser ausgestaltet und opulenter. Die Erstellung des Avatars geschieht in Form des Schreibens eines Briefes, auf Basis von persönlichen und zum Teil absurd klingenden Wahlmöglichkeiten. Auch die Spielgeschichte von Guild Wars 2 wirkt überzeugender als die des Vorgängerspiels. Jeder der fünf Stämme hat ein eigenes Stammesgebiet und eine eigene Kunstform, und Gespräche werden von 2D-Animationen und Slideshows begleitet – auf diese Weise wird die Spielhandlung vorangetrieben.
Guild Wars 2 beinhaltet viel mehr als ich hier beschreiben kann. Beispielsweise ist einer der Hauptaspekte des Spiels PvP (Player vs. Player). Allerdings konnte dieser Aspekt aufgrund der kurzen Zeit, die mir die Beta-Version zur Verfügung stand und aufgrund unseres Schwerpunkts auf Performancetesting nicht gebührend erforscht werden.
- Guild Wars 2 ist da - Wie läuft es?
- Bildqualität und Einstellmöglichkeiten
- Testsystem und Grafikhardware
- Benchmarks: Voreinstellung ‘Best Performance’
- Benchmarks: Voreinstellung ‘Balanced’
- Benchmarkergebnisse: Voreinstellung ‘Best Appearance’
- Spielen die CPU-Takt und Coreanzahl eine Rolle?
- Guild Wars 2: Einsteigerfreundlich und sehr skalierbar



Core0, Core1, Core2, Core3
Das ist eigentlich richtig, weil man ja jeden kern gleich auslasten möchte. Das wahr aber ein fehler. In wirklichkeit waren die Virtuellen kerne Core0 & Core1 ein und derselbe Physische Prozesser, der wurde somit zuviel belastet und die auslastung wurde nicht richtig verteilt.
Heute verteilt der scheduler so:
Core0, Core2, Core1, Core3
Der scheduler geht jetzt davon aus, das jeder zweite angemeldete kern eigentlich nur das zweite virtuelle gegenstück eines prozessors ist, und belastet erstmal jeden zweiten Core. So werden real alle physikalischen kerne korrekt belastet.
Jetzt hat AMD die "Dummheit" begangen einfach alles umzukrempeln und niemandem bescheid zusagen. Jetzt verteilt z.B. windows nämlich immernoch Core0, Core2, Core1, Core3
obwohl es wieder nach dem schema 0123 verteilen müsste. Die scheduler anderen Betriebssysteme machen es ebenfalls nach dem schema 0213. Blöd gelaufen. Neue architektur aber keine Treiber -.-
(AMD vergurckt auch mal gerne die grakatreiber)
Inzwischen ist es bei Win7 soweit ich weiß gepatched und Linux wird sicherlich auch sein update erhalten haben, aber der start war imens peinlich. Außerdem laufen die internen Labortests oft unter sehr optimistischen bedingungen, so das ein Vertreiber best mögliche versprechungen machen kann. In der realität auf einem echten PC sieht das alles wieder GANZ anders aus.
Es liegt also sowohl an der neuartigkeit und dem optimierungsbedarf der Hardwarearchitektus, als auch das versäumnis den OS herstellen die möglichkeit zu geben, sich vorzubereiten.
Der AMD FX-4x00 mit 4GHz läuft doch ganz ordentlich und in diesen Taktbereich sollten FX auch laufen. Der ist so schnell wie ein Core i3. Bei beiden CPUs gibt es noch Versionen mit mehr Takt zu kaufen.
Ich würde gerne wissen wie gut ein FX-6x00 oder FX-8x00 auf 4 GHz abschneidet.
danke für die Erklärung, das hilft schon mal weiter.
@Elandur
Ist aber schon traurig, das Intel-CPUs für mehr Rechenpower weniger GHz benötigen oder man die FX-4000er erst entsprechend übertakten muss.
Ich erinnere mich noch an Zeiten als es umgekehrt war und AMD das P-Rating eingeführt hatte, damit eine Vergleichbarkeit zu Intel gegeben war (z.Bsp. Barton 2500+ @ 1,866GHz).
Es ist traurig, das AMD scheinbar so hinterher hinkt...
Hallo? die komplette FX Reihe wird hier praktisch von den Intels vernichtet! Welcher Guild Wars 2 Spieler holt sich so ne Krücke ins Haus? Das sind für mich unspielbare Frames die du mit den AMD`s erreichst.
AMD FX-4x00 bei 4 GHz:
Durschnittliche Frames: 54,4
Minmale Frames: 41
Intel Core i3 bei 3 GHz:
Durschnittliche Frames: 54,4
Minimale Frames: 39
Was soll ich bitte noch vernünftig argumentieren wenn so etwas kommt wie: "FX Reihe wird hier praktisch von den Intels vernichtet", "Krücke ins Haus", "traurig AMD nachgelassen"...
Erst einmal, uns soll es vollkommen egal sein ob eine CPU mit 1337 THz genauso schnell ist wie eine mit 4 GHz wenn die Leistung gleich ist und die Leistungsaufnahme ähnlich ist.
Das AMD eine deutlich höhere Leistungsaufnahme hat, vor allem die mit hohen Takt, liegt vor allem an der Fertigung.
Und wenn ihr Schlauberger weiter so macht: dauernd Intel kaufen und AMD meckern, dann wird sich das nicht ändern. Wie denn auch, mit zu wenig Geld?
Also ich für mein Teil kaufe mir lieber ein FX-6100 für 90€ takte den auf 4 GHz und habe deutlich mehr Leistung als ein Core i3 für 100€ - und da die CPU fast nur im Idle oder Teillast läuft, ist für mich die deutlich höheren Leistungsaufnahme auch kein Grund den FX zu meiden.
Ich hab meinem Kumpel einen AMD Phenom II X6 1090T Black Edition empfohlen und er bedankt sich noch heute dafür. Das war zu ner Zeit wo ich gesagt hab kauf den, der ist besser als "Bulldozer" und mach schnell denn AMD stellt den jetzt ein. 160 Euro hat er bezahlt und der ist besser als jeder Bulldozer. Welch ein Grund sollte ein Phenom 2 Besitzer haben von seinem alten AMD auf den neuen schlechteren AMD zu wechseln? Der Bulldozer ist für Spiele nicht zu gebrauchen, das sieht man hier sehr deutlich.
Und das der Bulldozer für Spiele nicht zu gebrauchen ist, ist vollkommener Blödsinn wie man auch an diesen Test sehen kann.
Oder wie willst du mir das sonst erklären da ein FX-4170 oder FX-6200 schneller ist als ein i3 in diesen Preisbereich? Von den Übertaktungsmöglichkeiten bei den günstigeren FX-4100 und FX-6100 mit offenen Multiplikator ganz zu schweigen...
Werde sicherlich mal reingucken in das Game. - Allerdings entspannter.
Ja Bulldozer (egal welcher) ist für Spiele nicht zu gebrauchen. Da, wo die 7970 den 2500K anscheinend zu bremsen beginnt (Ich denke mal ab 4 GHZ) ist der FX-4000 schon am Keuchen. Das heisst erstmal das du den FX-4000 noch viel höher takten musst als 4 GHZ um die 7970 auszureizen. Das kann Tomshardware ja auch noch testen um zu zeigen wie schlecht der Bulldozer in Spielen ist. Und für mich ist es egal welcher Bulldozer, er ist einfach zu schwach ne 7970 halbwegs gut auszulasten (In Guild Wars 2). Und deswegen sag ich Bulldozer bringts in Spielen nicht
Der Test-Chart "best appearance" enthält eine "Geforce GTX 560" - also die ohne Ti?
Und wie mein Vorposter schon fragte, hättet ihr evttl noch ältere CPUs zum testen rumliegen? ;-)
core 2 quad> amd fx , bei gleichem takt in spielen, daher kannst du dir das einbisschen vorstellen
beide haben eine 5870, 8 gb gleichen ram und das spiel ist auf einer ssd installiert
der intel ist ein i7 870 und der amd ein x4 970. beide ungetaktet
auf dem intel system lädt das spiel rund 10% schneller, trotz sonst IDENTISCHER hardware und wenn beide chars (accounts) bei gleichen spieleinstellung exakt nebeneinader stehen und in die selbe richtung gucken läuft der intel auf 48 fps wo mein amd mit 32 rumdümpelt.. das kanns echt nicht sein amd. wo ich in gebieten oft mit 21 fps rum ruckel läuft der intel noch mit über 39 frames flüssig. nie wieder amd
Ich denke das es einfach nur die optimierung für Intel und nvidia, den amd konzern so schwer macht