Antec Kühler vs. Corsair Hydro: CPU-Wasserkühlung im Vergleich
Inhaltsverzeichnis
- 1. Flüssigkeitskühlung mit wenig Aufwand
- 2. Antec Kühler H₂O 620
- 3. Antec Kühler H₂O 920
- 4. Corsair Hydro H80
Wer den hohen Aufwand mit der Installation einer herkömmlichen Wasserkühlung für seinen PC scheut, der greift zu Kühlern mit geschlossenem Kühlkreislauf. Wir vergleichen vier Vertreter aus diesem Segment und lassen sie gegen einen Luftkühler antreten.
Bei der Kühlung von PC-Komponenten hat man schon immer auf größere Kühlflächen, einen höheren Luftdurchsatz oder niedrigere Umgebungstemperaturen gesetzt. Hierbei stößt man zuweilen an gewisse Grenzen, denn viele aktuelle Lüfter-Designs reizen bereits das in einem Standard-PC vorhandene Platzangebot aus. Den Kühlkörper einfach wuchtiger zu machen ist auch keine Option, da hierbei die Spezifikationen des ATX-Formfaktors überschritten werden können, was zu Folge hat, dass das Motherboard sich durchbiegen, verspannen oder im schlimmsten Fall sogar durchbrechen kann. Verringert man bei einem Luftkühler den Abstand zwischen den Kühlfinnen, dann müssen Lüfter mit einer höheren Rotationsgeschwindigkeit eingesetzt werden, was wiederum den Lärmpegel anhebt.
Manche dieser Problemstellungen können mit einer Flüssigkeitskühlung umgangen werden, da mit dieser der eigentliche wärmeabführende Kühlkörper (Radiator) an einem besser durchlüfteten oder kühleren Platz untergebracht werden kann.
Den Radiator weiter von der CPU entfernt zu installieren birgt zudem noch den Vorteil, dass man einen besseren Zugriff auf Motherboard-Komponenten wie RAM-Module oder onBoard-Anschlüsse hat. Dennoch setzen besonders Hersteller von Komplettsystemen noch vorwiegend auf die Luftkühlung der CPU, da der Einbau einer herkömmlichen Wasserkühlung, die viele unserer Leser bevorzugen, einen zu hohen Aufwand bei der Massenproduktion von Komplettsystemen bedeutet. Die Alternative zu diesen beiden Kühlungstypen, die vorkonfektionierte Flüssigkeitskühlung mit geschlossenem Kühlflüssigkeitskreislauf, gewinnen hier jedoch immer mehr an Bedeutung. Dies lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass diese All-in-One-Kühllösungen von den CPU-Herstellern selbst angeboten werden. AMD bietet eine wartungsfreie Flüssigkühlung für die Prozessoren der FX-Serie an, während Intel ein Modell für seine Sandy Bridge-E Chips im Portfolio hat.

Die beiden Kühllösungen im oberen Bild sehen zwar sehr ähnlich aus, sie sind jedoch für unterschiedliche Plattformen konzipiert. Wenn man aber schon recht viel Geld für eine Kühllösung ausgibt, dann sollte diese aber auch auf unterschiedlichen Plattformen einsetzbar sein – man weiß schließlich nie, ob man nicht vielleicht doch irgendwann die Plattform wechselt. Wir haben uns daher dazu entschlossen, die aktuell wohl populärsten Vertreter der wartungsfreien Flüssigkeitskühler, die auf verschiedenen Plattformen eingesetzt werden können, miteinander zu vergleichen, wobei zwei davon vom selben Fertiger stammen wie die AMD- und Intel-Kühler.

| Technische Daten wartungsfreie Flüssigkeitskühler | ||||
|---|---|---|---|---|
| Antec Kühler H₂O 620 | Antec Kühler H₂O 920 | Corsair Hydro H80 | Corsair Hydro H100 | |
| Länge | 150 mm | 143 mm | 153 mm | 275 mm |
| Breite | 120 mm | 120 mm | 120 mm | 122 mm |
| Tiefe Radiator | 27 mm | 49 mm | 39 mm | 27 mm |
| Kühlfinnen | 1 x 120 x 25 mm | 2 x 120 x 25 mm | 1 x 120 x 25 mm | 2 x 120 x 25 mm |
| gesamte Tiefe | 52 mm | 99 mm | 64 mm | 77 mm |
| Pumpen / Lüfterkontrolle | Integriert / Automatisch | Programmierbar | Integriert / Automatisch | Integriert / Automatisch |
| Gewicht | 680 g | 1105 g | 1190 g | 1162 g |
| Unterstütze Sockel AMD | Ab AM2 bis AM3+ | Ab AM2 bis AM3+ | Ab AM2 bis AM3+ | Ab AM2 bis AM3+ |
| Unterstützte Sockel Intel | 775, 1156/1155, 1366 | 775, 1156/1155, 1366 | 775, 1156/1155, 1366, 2011 | 775, 1156/1155, 1366, 2011 |
| Straßenpreis | 49 Euro | 79 Euro | 79 Euro | 89 Euro |
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Wie wurde der Airflow denn speziell bei der H100 umgesetzt?! Sprich in welche Richtung blasen die Lüfter (Gehäuse und Radiator) ?!
Nach außen zu 99% beim Radiator! Die Gehäuselüfter versorgen dabei den Airflow im inneren mit kühler Frischluft. Würde man es umgedreht machen, dann würde der Radiator ja die warme Luft zusätzlich im inneren des Gehäuses erhitzen, welche dann noch umständlich durch die Gehäuselüfter nach außen abgeführt werden müsste. Dabei erwärmen sich noch zusätzlich weitere Komponenten wie Grafikkarte, Netzteil, Laufwerke, etc.
THG hatte mal zum Thema Airflow einen richtig guten Beitrag. (Archiv?)
Da in den Anleitungen und anderen Tests explizit zwischen ein- und ausblasender Montage unterschieden wird, wäre eine Info dazu nötig.
Ansonsten kann ich die Werte und Daten aus diesem Artikel leider nicht brauchen, dann bleibt es eine bebilderte Produktvorstellung.
Jup eine Ergänzung wäre super!

Vom Preis her liegen doch eigentlich die H40, H50, H60, H70 Modelle von Corsair näher an den Geräten von Antec. Warum so eine Low-End-Auswahl von Antec gegen die High-End-Modelle von Corsair ins Rennen schicken? Da war doch von vornherein ziemlich klar, wer das Rennen macht. Was werden nun preisbewusste Käufer machen, wenn sie noch vier Modelle von Corsair entdecken, die um die 50 EUR kosten? Na ja, also ich frage mich, wie sich H40 und H60 im Vergleich mit Antecs H²O 620 schlagen würden
Hydro H89 Radiatortiefe 39cm, ich denke das sollte korrigiert werden, oder wir brauchen alle neue Gehäuse damit das ding reinpasst ;-)
Hydro H89 Radiatortiefe 39cm, ich denke das sollte korrigiert werden, oder wir brauchen alle neue Gehäuse damit das ding reinpasst ;-)
Danke, ist korrigiert. In den Dimensionen will man sich auch gar nicht den passenden Lüfter ausdenken
Hab ich das überlesen? Welche Leistung setzt die CPU bei der Spannung um? Und wo wir gerade dabei sind, kann man dem Werten von "coretemp" trauen?
Hatte mal eine H60 verbaut, die hat leider Vibriert. Ist sowas hier im Test auch aufgetreten? 50 db(A) bei einem Meter Abstand ist ja auch nicht so silent.
Ein nach oben offenes Gehäuse sollte wohl auch nicht im "Einflussbereich" der nächsten Kaffeetasse stehen
Nur mal am Rande: "High-End-Käufer" stellen sich ihre Wakü nach eigenen Wünschen zusammen und werden sicherlich nicht zu einem Fertigsystem greifen.
Wie kommt man zu dieser (in meinen Augen) stupiden Einstufung überhaupt?
Warum ist bisher eig kein HErsteller darauf gekommen Grafikkarten mit solchen Lösungen auszustatten? Eig ist doch eher das Geräusch der Grafikkarte das größere Problem. Von daher würde ich denken, dass es ein durchaus interessanter Ansatz wäre.
Warum ist bisher eig kein HErsteller darauf gekommen Grafikkarten mit solchen Lösungen auszustatten?
Hier sind Modelle der Fertiger CoolIT und Asetek im Test. Schau doch mal auf deren Homepages
Auf der CoolIT Seite findest du unter "Products" die Auswahl CPU oder GPU. Stichwort Omni ALC.
Bei Asetek gibts unter "Partner Products" die wassergekühlte GTX580 von PNY.
Bestimmt gibts noch weitere Produkte, aber die beiden Hersteller sind mit so nach Lektüre des Artikels eingefallen^^
Moinsen.
Hauptsächlich wohl, weil bei Grafikkarten ne wesentlich größere und vor allem total unebene Fläche abgedeckt und gekühlt werden muß.
Hier n Test:
http://www.pureoverclock.com/review.php?id=1150&page=1
besitze den H100 schon ne ganze weile und kann nur gutes berichten.bis heute dicht,leise und kühl.
hab ihn auf nem core i7 950@stock (suche noch wen der mir beim übertakten hilft *mitmzaunpfahlwink*) idle läuft er bei 33°C,beim zocken etc kratzt er an der 40.also easy going.ich persönlich kann die lüfter nicht raushören,meine graka übertönt einfach alles andere.
@Kimbos: schätzungsweise wegen des satten aufpreises und der wenigen käufer die bereit wären sowas zu kaufen.bei der HD6990 gabs ja nichtmal ein redesign der luftkühlung...schon das schien zu riskant zu sein (aus kaufmännischer sicht)zudem müsste man im gehäuse noch platz für einen weiteren radiator finden,nicht einfach gerade im zusammenhang mit nem vernünftigen airflowkonzept.
gruß Fabo
Ich nutze seit Jahren eine Wasserkühlung. Allerdings fing ich klein an und erweiterete immer mehr. Ein solches geschlossenses System habe ich nicht und hatte ich nie. In meinem PC ist alles unter Wasser. Die CPU und das Board in einem Kreislauf, die Grafikkarten in einem zweiten Kreislauf. Eine richtige Wasserkühlung kostet richtig Geld. Das gute ist, man wechselt die Kernkomponenten (Radiatoren, Pumpen Schläuche) nicht so oft wie die Hardware die man kühlt. Bei Grafikkarten wechselt man den Kühler halt immer mit der Karte.
kommt noch ne Info über die Lüfterblasrichtung?!

Den Bildern nach zu urteilen von innen nach außen, mit Ausnahme der kleinen Antec und: nein, ich versteh das auch nicht.
Diese Kühlungen finde ich ziemlich interessant. Spiele schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken eine solche Kühlung für die CPU zu nehmen und den großen Wasserkreislauf nur für die Grafikkarten. Die schweren Komplettwaküs sind für CPUs meiner Meinung nach wirklich völlig ausreichend.
Früher (zu P4 Zeiten) hattet ihr zum Kühler vergleichen so eine Heizplatte mit Temperatursensoren... Das hat vielmehr Sinn gemacht als das hier, da waren die Anforderungen an die einzelnen Kühler immer EXAKT identisch.