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AMD vereint Speicher von GPU und CPU

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 2 kommentare

Schon bei der Kaveri-APU sollen CPU und GPU gleichberechtigt auf den Speicher zugreifen können

AMDs APU-Prozessoren, bei denen CPU und GPU auf einem Die untergebracht werden, haben sich bereits seit einer ganzen Weile etabliert. Nun will der Hersteller den nächsten Schritt gehen und kündigt an, dass bei der noch für dieses Jahr anstehenden Kaveri-APU auch der Speicher von CPU und Grafikchip geteilt werden.

Durch die als "heterogenious Unified Memory Architecture" - kurz hUMA - bezeichnete Technologie kann nun auch die GPU auf von der CPU bearbeitete Daten zugreifen; bisher hatte der Grafikchip lediglich Zugriff auf den sogenannten Page-Locked-Memory. So wurde nicht nur ein effektiverer Austausch zwischen den beiden Einheiten behindert, sondern darüber hinaus musste der GPU vom Betriebssystem  Speicherbereiche reserviert werden, was zu einer Verringerung der Systemleistung als solcher führen konnte. Außerdem kann die Grafikeinheit nun ebenfalls auf den physischen und den virtuellen Speicher zugreifen.

Weil die GPUs wesentlich effizienter arbeiten als CPUs erhofft sich AMD von dieser Entwicklung nicht nur eine weitere Leistungssteigerung, sondern auch verbesserte Akku-Laufzeiten.

Doch nicht nur auf der Hardware-Ebene soll dieser Schritt zu deutlichen Leistungsgewinnen führen. Daneben sollen vor allem Software-Entwickler profitieren: Zwar können Grafikprozessoren schon längst für grafikfremde Berechnungen herangezogen werden - Sichwort GPGPU (General Purpose Computation on Graphics Processing Unit) - allerdings ist die Programmierung relativ aufwendig, sodass man bei AMD mit der Nutzung der Möglichkeiten der GPU insgesamt unzufrieden zu sein scheint. Die Unified-Memory-Architecture soll an dieser Stelle ebenfalls Erleichterungen bringen, weil durch die Hardwäre-Kohärenz von CPU und GPU bestimmte Erweiterungen, etwa OpenCL können mit Hilfe klassischer Hochsprachen wie etwa C++, Java oder Phyton umgangen werden.

Weitere Details rund um das Thema heterogene System-Architektur (HSA) werden auf einer Entwicklerkonferenz verraten, die vom 11. bis 14. November in San Jose (Kalifornien/USA) stattfinden wird

Kommentarbereich
2 Kommentare anzeigen.
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  • pescA , 30. April 2013 15:26
    Das lässt hoffen, vor allem wenn sich bewahrheitet, dass der Memory Controller auch GDDR5 Speicher unterstützt.
    Problem wird - wieder mal - die Software sein. GPGPU und OpenCL ist seit Jahren in der Hardware, aber es wird kaum genutzt. Und wenn man sich anschaut, wie viele Programme noch auf die ersten SSE Befehlssätze setzen... das wird Jahre dauern, bis der Enduser von hUMA profitiert.
  • Lord Nelson , 2. Mai 2013 19:01
    Neuentwicklungen dauern meistens Jahre, bis der breite Markt davon profitiert. Daher ist es ja umso wichtiger, dass AMD das ordentlich vorantreibt. Mit dieser weiteren Vereinheitlichung zwischen CPU und GPU werden auch die Hürden für die Programmierer kleiner. Und das ist meiner Meinung der wichtigste Punkt in der ganzen HSA-Sache. Ohne Leute, die dafür programmieren wollen, wirds schwer. Weiter so, AMD!