Hacker sollen Stromausfall in Ukraine provoziert haben

Am 23. Dezember 2015 fiel in der westukranischen Verwaltungsbezirk (Oblast) Iwano-Frankiwsk für mehrere Stunden und hunderttausende Menschen der Strom aus.

Sicherheitsexperten von ESET berichten nun in einem Blog-Posting, dass es sich nicht um einen isolierten Angriff handelte, sondern mehrere Energieunternehmen gleichzeitig attackiert wurden. Gleichwohl stellen die Experten eigenen Angaben zufolge damit lediglich eine nicht komplett bewiesene These bzw. ein "wahrscheinliches Szenario" vor. 

So soll der bereits seit einigen Jahren eingesetzte BlackEnergy-Trojaner letztlich für den Stromausfall gesorgt haben - allerdings in einer Version mit dem sogenannten KillDisk-Feature, welches Festplatten schädigen kann und darüber hinaus auch noch Industrieprozesse manipulieren können soll.

Die Systeme, die in diesem Fall wahrscheinlich durch einen manipulierten E-Mail-Anhang übernommen wurden, sollen schließlich zum Ausfall der Stromversorgung geführt haben. Da die Systeme durch KillDisk faktisch unbootbar gemacht werden, ist eine Wiederinbetriebnahme in einem solchen Fall mit erheblichen Komplikationen verbunden. 

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