IBM will Halbleiterfertigung verkaufen

IBM hat die Unterstützung von Goldman Sachs angefordert, um den Verkauf seiner Halbleiterfertigung zu organisieren, wie die Financial Times berichtet. Unter den Interessenten sollen unter anderem Intel, Global Foundries oder TSMC sein, wobei Intel als unwahrscheinlich gilt, schließlich musste der weltgrößte Chiphersteller erst die Eröffnung einer Fertigungsstätte, der Fab 42, verschieben, weil die sich die Produktion aktuell auf einem niedrigerem Niveau als vorgesehen befindet.

Erst kürzlich hat The Big Blue seine x86-Server-Sparte für 2,3 Milliarden Dollar an Lenovo verkauft, nun will CEO Virginie Rometty einen weiteren wenig Rendite-trächtigen Teil vom Konzern abspalten und sich stattdessen verstärkt auf die lukrativen Business-Dienste konzentrieren. Dabei hat dieser Schritt eine hohe symbolische Strahlkraft, denn er bedeutet das Ende einer amerikanischen Ikone, wenngleich die PowerPC-Architektur im OpenPower-Konsortium, dem unter anderem Google angehört, weiterentwickelt wird.

Der Schritt scheint dennoch konsequent. Mehr und mehr lagern die großen Prozessorenentwickler ihre Produktion zu Auftragsfertigern aus. Allerdings könnte die Aufgabe der eigenen Fertigung auch die Geschwindigkeit bei Forschung und Entwicklung beeinträchtigen, weil der Blick für bestimmte technologische Feinheiten verloren gehen könnte.

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