Prüfstand HD-Camcorder: Von Canon bis Sony

Vor etwa 14 Monaten betrat Sony mit der HC1 den Markt bei hochauflösenden Videokameras. Wohlgemerkt im semiprofessionellen HDV-Umfeld, denn die damals doppelt so teure Sony FX1 gab es sogar schon etwas länger. Der Einstandspreis von zirka 1800 Euro war für die meisten Video-Enthusiasten leicht zu verschmerzen und die HC1 brillierte mit ihrer Farbdarstellung. THG hatte die Sony HC1 einige Wochen im Gepäck und veröffentlichte einige echte

Ein halbes Jahr später wurde die Sony HC3 für das Consumer-Segment vorgestellt, die allerdings nicht wirklich überzeugen kann. Da hilft auch der niedrigere Einstandspreis von 1100 Euro nicht weiter. Nachdem Sony fast ein Jahr lang allein das HD-Segment bei bezahlbaren Videokameras bedient hat, haben jetzt Canon und JVC den Markt betreten.

Auch das Segment der Wiedergabegeräte hat sich stark gewandelt. Die Verkaufszahlen von flachen -Bildschirmen (und natürlich auch ) sind im Jahr 2006 enorm angestiegen. Doch das Problem der Anwender besteht darin, entsprechende HD-Inhalte zu finden. Denn dieser Bildschirm-Typ verstärkt die Fehler des analogen Fernsehens. Auch die ersten - und -Player ändern an diesem Zustand nichts, da sie immer noch sehr teuer sind und man seine ganze DVD-Sammlung erneuern müsste. Damit werden HD-Camcorder - dank ihrer Möglichkeit in echtem 16:9 und Full-HD, also 1920 x 1080 Pixel, aufzunehmen - ziemlich interessant. Zur Erinnerung: Das heute weit verbreitete DV-Format bietet lediglich eine Auflösung von 720 x 576 Pixel. Wir haben einige abgespeicherte Videos auf dem Philips 42PF9731D Full-HD-Fernseher angesehen und waren angesichts der Bilder verblüfft. Die Schärfe überzeugt, auch die Farbtreue ist gut. Die Unterschiede zu demselben Video im DV-Format werden sofort deutlich. Wer auf der Suche nach der bestmöglichen Bildqualität ist, sollte keine Sekunde zögern. Nur die Empfindlichkeit ist etwas schwach, was an den CMOS-Sensoren liegt. Wir selbst haben mittlerweile keinerlei Sehnsucht mehr nach meiner verstaubten DV-Kamera.

Rasante Entwicklung: Von DV zu HDV und AVC-HD

Kaum konnte sich das -Format durchsetzen, da steht bereits der Nachfolger vor der Tür. Der große Vorteil von HDV ist, dass man das HD-Format - dank derselben Bandgeschwindigkeit (18,81 mm/s) und der -Verschlüsselung - auf den alten DV-Kassetten abspeichern kann. Allerdings unterstützt es die digitalen Speicherlösungen wie Festplatte, DVD oder Speicherkarte nicht. Daher haben Sony und Panasonic gemeinsam ein neues Format entwickelt, das auf den schönen Namen AVC-HD (Advanced Video Coding) hört. Es basiert auf dem AVC/H.264-Codec und verwendet die ursprüngliche Auflösung von 1920 x 1080 Pixel, bietet jedoch einen Durchsatz von maximal 18 MB/s. Bei HDV liegt der Durchsatz bei 25 MB/s bei vergleichbarer Bildqualität. Somit ermöglicht AVC-HD eine wesentliche Platzeinsparung, weshalb die Tage der DV-Kassette gezählt sein sollten - vorausgesetzt man zieht die Festplatte als Speichermedium der DVD vor. Denn die DVD kann, trotz einer geringeren Geschwindigkeit im HQ+-Modus, nicht mehr als 15 Minuten pro Seite speichern. Das ist, verglichen mit vier Stunden auf einer 30 GB-Festplatte, sehr wenig. Bei der Aufnahme im PCM-Format kann man für den Ton aus zwei Formaten auswählen: unkomprimiert bis zu 7.1 oder bis zu 5.1 in Dolby Digital AC3.


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