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SAS und SATA für Server-Storage

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Im professionellen Umfeld zählen Zuverlässigkeit und Belastbarkeit von Festplatten zuerst, Kosten stehen eher hinten an. Wir vergleichen zwei Laufwerke von Toshiba mit hoher Kapazität, die sich durch die Schnittstelle unterscheiden.

Der Fokus des technikverliebten Anwenders liegt in der Regel bei schnellen Laufwerken – heute vorzugsweise bei SSDs – und bei der regelmäßigen Prüfung über die einschlägigen Online-Preisvergleicher, bei welcher Festplatte denn der meiste Speicherplatz pro Euro zu haben ist. Schnell muss die HDD sein, preiswert und dann natürlich auch leise und sparsam. Das sind allesamt Kriterien, die im Business-Umfeld anders gewichtet werden. Hier zählt zuerst Zuverlässigkeit, Ausfallsicherheit berechenbare Performance.

SSD oder HDD?

Schnell gewinnt man den Eindruck, als würde die Zukunft der SSD gehören und die Festplatte in Kürze im Museum landen. Klar ist, dass SSDs I/O-Leistungen ermöglichen, für die man sonst dutzende Festplatten im RAID benötigt. Auch der Datendurchsatz ist heute teils bis zu drei Mal so hoch. Doch wenn es um Zuverlässigkeit, hohe Speicherkapazitäten oder Energiebedarf im Verhältnis zur Menge der gespeicherten Daten geht können SSDs auch mittelfristig die Festplatte nicht ersetzen. Ein Storage-Array mit dutzenden Terabytes an Speicherplatz für Netzwerk-Backups oder Archive wäre mit SSDs, die heute maximal 512 GB und im Schnitt eher deutlich weniger pro Laufwerk speichern, schlicht unbezahlbar. Zudem ist die Frage der Langzeitzuverlässigkeit von SSDs noch ein ungeschriebenes Kapitel. Fazit: SSDs in High-Performance-Szenarien ja, aber dann mit entsprechender Redundanz.

3,5” oder 2,5”?

Auch dieser Frage haben wir uns bereits ausführlich gewidmet, da der Trend im Business-Umfeld mittelfristig weg von 3,5” und hin zu 2,5” zeigt. Der Grund dafür ist die bessere Ausbeute von Performance, Stromverbrauch und Speicherkapazität im Verhältnis zum benötigten Platz in Server-Schränken. In einer Höheneinheit (1HE bzw. 1U) sind entweder vier 3,5”-Festplatten oder gleich 12 2,5”-Laufwerke möglich.

Doch die 3,5”-Festplatte wird nicht aussterben, denn nur die bietet maximale Kapazität auf einem einzigen Laufwerk. Stand Juli 2011 sind das 3 TB pro Laufwerk und bis Jahresende werden die ersten Modelle mit 4 TB Speicherkapazität zu haben sein.

SAS oder SATA?

An dieser Stelle ist eine Unterscheidung verschiedener Festplattentypen notwendig. Früher war dies schlicht durch die Schnittstelle möglich: IDE (Integrated Drive Electronics) bzw. SATA (Serial AT Attachment) waren Consumer-Interfaces, die in beliebigen PCs zum Anschluss von Festplatten oder optischen Laufwerken zum Einsatz kamen. SCSI (Small Computer System Interface) dagegen war die professionelle Schnittstelle, die mehrere Geräte an einem parallelen Bus betreiben und die Datentransfers intelligent verwalten konnte. Schnelle Enterprise-Festplatten waren immer über SCSI angebunden, einfache Laufwerksmodelle per ATA – so einfach war das.

Heute überschneiden sich die Welten, da die Schnittstellen zusammengerückt sind. SAS ist der nachfolger von SCSI und arbeitet wie auch SATA mit einem seriellen Transferprotokoll. SAS bietet eine Reihe von Features, die in professionellen Umgebungen eine teils wichtige Rolle spielen und erlaubt es zudem, auch SATA-Geräte an SAS-Controllern zu betreiben. Umgekehrt funktioniert das allerdings nicht. Zugleich wachsen die verschiedenen Laufwerkstypen zusammen, denn die Festplatten-Hersteller setzen heute oft Mainstream-Laufwerksdesigns in Servern ein. Das bedeutet, dass ein 3,5”-Modell hoher Kapazität auf die Anforderungen im Enterprise-Umfeld angepasst wird (Firmware, Belastbarkeit, MTBF, Service und Garantie) und dann ggf. gleich mit einer professionellen SAS-Schnittstelle daherkommt. Daher sind Laufwerke mit 2 TB und mehr heute sowohl mit SAS- als auch mit der einfachen SATA-Schnittstelle zu finden. Doch wo macht was eigentlich Sinn?

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doll-by-doll 27/07/2011 10:29
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Solche Testbeiträge sollten öfters mal erscheinen sehr informativ, weiter so THG Team!

st0ff@Guest 25/08/2011 09:59
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-0+

Trotzdem diese Informationen nicht zu verachten sind, muss ich ein paar Wehrmutstropfen liefern, die mich hier etwas irritiert haben:
- Ihr schreibt, die interne Hardware der beiden Platten wäre gleich, aber bei der Beschreibung des SAS-Laufwerks werden 16MB Cache erwähnt - Tippfehler?
- "das Caching des Adaptec-Controllers wirkt sich positiv aus" - war nicht der neue LSI MegaRAID SAS2 9265-8i verwendet?
- IOmeter gibt es seit gut einem Jahr als Version 1.1 Release Candidate. Wenn ihr das nicht benutzt, wird es ewig ein RC bleiben!

Schonmal über die Benutzung von FIO als Testing-Tool nachgedacht? Gibts auch für Windows ...

Nur ein paar Anregungen ... beste Grüße und danke für die viele gute Arbeit,
Stefan

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