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Heiße Schmuggelware: P4 mit 3.6 GHz

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Erst hieß es, der AMD Hammer kommt ganz sicher noch Ende dieses Jahres, dann gab es wieder eine andere Verlautbarung - er kommt noch nicht. Da bringen selbst die besten Kontakte zum Chiphersteller rund um die Welt manchmal keine Klarheit. Und dann gibt es das Bauch-Gefühl, das dem Eingeweihten sagt: Es ist noch nicht so weit, etwas Potenzial steckt noch in den Athlon-XP-Typen auf Thoroughbred-Basis. Im alle Unklarheiten aus dem Weg zu räumen: Der Athlon-Nachfolger wird frühestens Anfang 2003 vorgestellt. AMD hat vor kurzem den schnellen Athlon XP 2600+ mit modifiziertem Thoroughbred-B-Kern - In letzter Sekunde: Stallregie mit Athlon XP 2600+ - vorgestellt, so dass die Marketing-Strategen von Intel sofort eine Kursänderung einleiteten: Die ursprünglich für Januar 2003 geplante 3,06-GHz-Variante des Pentium 4 gibt es noch dieses Jahr. Interessanterweise traut sich Intel zu, den Pentium 4 auch im nächsten Jahr gegen AMD ins Rennen zu schicken. Damit trifft dann der P4 auf den lang erwarteten AMD "Claw Hammer", der so wie die aktuellen Prozessoren unter dem Label "Athlon" verkauft wird. Denn: Der neue P4 mit Prescott-Kern wurde vorerst auf Mitte 2003 verschoben, so dass Intel einzig hohe Taktraten ins Feld führen kann. Allerdings ist die Taktrate in Anbetracht der Leiterbahnendichte von 0,13 Mikrometern begrenzt. Die höchste Ausbaustufe des P4 mit Northwood-Kern wird die 3.6-GHz-Version sein, die Intel inoffiziellen Gerüchten zufolge erst gegen Ende des ersten Halbjahres 2003 vorstellen wird.


Erst in zirka 10 Monaten auf dem Markt: Der Intel Pentium 4 mit 3,6 GHz, der FSB-Takt bleibt nach wie vor bei 133 MHz (entspricht Quad-pumped 533 MHz).

Es gehört mittlerweile schon zum guten Ton bei THG, dass zukünftige Prozessoren sehr früh im Münchner Labor auf ihre Leistungsfähigkeit und Kompatibilität untersucht werden. Bereits im Februar dieses Jahres konnten wir den P4/2666, P4/2533 und P4/2400 vorstellen Einbruch bei Intel: Exklusivtest des P4/2666 mit 533 MHz Rambus - zu dieser Zeit war maximal der P4/2200 verfügbar. Bei der aktuellen Topversion sind es gegenüber dem damaligen Top-Wert (2666 MHz) fast 1000 MHz mehr - exakt 3600 MHz. Im Vergleich zum derzeitigen Spitzenmodell mit 2,8 GHz gibt es so gut wie keine Unterschiede - lediglich der Coretakt wurde um 29 Prozent erhöht. Der Front-Side-Bus arbeitet nach wie vor mit 133 MHz, der Taktmultiplikator beträgt 27 (die beiden schwächeren Varianten arbeiten mit 25 und 23). Damit ist von einem Umstieg auf 166 MHz FSB-Takt keine Spur - anders als beim feindlichen Lager. Um einen umfassenden Überblick über die Leistungsfähigkeit sämtlicher P4-Typen der kommenden 10 Monate zu bieten, haben wir den P4/3333 und P4/3066 mit einbezogen.


Am Design der zukünftigen P4-CPUs ändert sich nichts. Ab der Version mit 3,06 GHz (Vorstellung im November 2002) wird virtuelles Multiprocessing (Hyperthreading) unterstützt.
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