[CES] Intel steigt bei Kartendienst Here ein

Der Kartendienst Here wurde 2007 von Nokia gekauft und zu einer leistungsfähigen Alternative zu Googles Maps entwickelt.

Doch mit dem Verkauf der Smartphone-Sparte fehlte ein Anwendungsszenario, sodass der Dienst 2015 für 2,5 Milliarden Euro an ein Konsortium von Automobilherstellern verkauft wurde, das aus Audi, BMW und Daimler bestand.

Dabei handelte es sich vor allem um eine strategische Investition: Die Fahrzeughersteller befürchteten eine zu große Abhängigkeit von Google und wollten sich wohl die Chance auf eine Alternative nicht entgehen lassen.

Dementsprechend wenig überraschend war daher die Ankündigung, die im Sommer 2016 die Runde machte: Die Autobauer ließen wissen, dass sie sich durchaus die Beteiligung weiterer Partner an Here vorstellen könnten. Langfristig soll ihr Anteil auf 45 Prozent sinken. Nun wird ein neuer namhafter Investor präsentiert: Intel.

Der Chiphersteller wird einen Anteil von 15 Prozent an Here übernehmen. Zu dem Geschäft gehört auch eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kartendienst und Intel, mit der eine Technologie entwickelt werden soll, die Echtzeit-Updates der hoch aufgelösten Karten ermöglicht, die als Grundlagen für autonom fahrende Autos dienen sollen.

Ganz nebenbei dürfte Intel darauf hoffen, auf diesem Weg seine Chips stärker als Standard in Fahrzeugen zu etablieren - ein Markt, auf dem sich auch andere Chipentwickler große Chancen erhoffen, die auf ARM-SoCs setzen.

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