AMD: Heterogeneous Queuing verbessert Zusammenarbeit von GPU und CPU

Im Sommer ließ AMD mit einer Ankündigung aufhorchen: Der Hersteller will mit der Heterogeneous Systems Architecture (HSA) die Zusammenarbeit zwischen CPU und GPU verbessern, indem beide auf den gleichen Adressraum des Arbeitsspeichers zugreifen können. Nun erweitert AMD die Architektur um das Heterogeneous Queuing, eine Technologie, die zu einer weiteren Vereinfachung  der Kommunikation zwischen den beiden Einheiten beitragen soll, die nun Prozesse auf niedriger Ebene ohne Umwege über das Betriebssystem abwickeln können.

Denn normalerweise ist es zuerst die CPU, die eine Anweisung für eine jeweilige Berechnung erhält. Das Ergebnis wird dann zur Weiterverarbeitung über den Kernel des Betriebssystems und die entsprechenden Treiber an die GPU des Prozessors oder die Grafikkarte weitergeleitet. Der gesamte Verarbeitungsvorgang eines Prozesses lässt sich auf diese Weise zwar gut strukturieren, allerdings werden die eigentlichen Möglichkeiten der GPU nicht optimal ausgenutzt.

Mit Heterogeneous Queuing kann die CPU Berechnungen direkt an die GPU weiterleiten, ohne den Umweg über das Betriebssystem gehen zu müssen. Gleichermaßen kann nun die GPU aktiv werden und jeweilige Berechnungen durchführen, deren Ergebnis dann an die CPU weitergeleitet wird. Unterm Strich funktioniert die GPU damit mehr wie ein Coprozessor.

Als Teil von HSA bleibt diese Technologie vermutlich den APUs vorbehalten, die CPU und GPU auf einem Die vereinen. Dort soll die Technologie für einen deutlichen Leistungsschub sorgen. AMD erklärt überdies, dass Heterogeneous Queuing der HSA Foundation zur Verfügung gestellt werden soll und somit künftig auch von Partnern wie ARM, Samsung, Qualcomm oder Imagination genutzt werden könnte.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
3 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • fffcmad
    Willkommen zurueck im MS-DOS Zeitalter. Wo direkte Hardwarezugriffe taeglich brot waren. Ooh, warum wollte man das nicht mehr? Aso, weil es staendig abkackte. Firmware und Treiber (Die Treiber von den Spielen liefen auch nicht mit jeder Hardwarerevision und Firmwareversion) usw hatten damals immer fuer Spaß gesorgt... Und warum hat man ab Windows Vista die Grafikhardware virtualisiert? Bestimmt aus Spaß an der Freud...
    1
  • Elkinator
    wovon träumst du?

    hQ erlaubt einer anwendung keinen direkten hardwarezugriff, wie kommst du bitte auf diesen dummen DOS vergleich?

    treiber virtualisiert?
    du weist anscheinend nicht im geringsten wovon du sprichst...
    0
  • fffcmad
    "indem beide auf den gleichen Adressraum des Arbeitsspeichers zugreifen können" Ist natuerlich nicht genau das Selbe, aber fast. Und unter Vista ist der Speicher der Grafikkarte doch virtualisiert. Oder hab ich was verpasst?
    0