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Flash-Laufwerke oder Festplatten?

von

Tom’s Hardware:

Was ist Ihre Meinung hinsichtlich des Wettbewerbs zwischen Flash-Laufwerken und Festplatten? Werden Flash-Laufwerke Festplatten im High-End Enterprise-Segment demnächst ablösen? Welches Segment hat dafür die besten Perspektiven?

Steve Pereira:

Das ist eine gute Frage. Wenn wir lediglich Flash-Laufwerke und Festplatten vergleichen, erkennen wir, dass Flash-Laufwerke herkömmliche Festplatten in bestimmten Segmenten bereits in den letzten zwei Jahren überholt haben. Damals gab es mit 1-Zoll-Festplatten sogenannte Microdrives. Diese Microdrives im 1-Zoll-Format wurden hauptsächlich im ersten Apple iPod Mini eingesetzt. Die nächste Generation des iPod Mini verwendete dann schon Flash-Speicher und die Mehrheit des 1“-Marktes ist gleich zu Flash übergegangen.

Das nächste Segment, das in großem Stil zu Flash-Speicher wechseln wird, ist das 1,8-Zoll-Segment. Es gibt ein paar Ähnlichkeiten mit meinem ersten Beispiel, was bedeutet, dass der Großteil der verfügbaren 1,8“-Festplatten im iPod Classic von Apple eingesetzt wurde. Als Apple seine Plattform dann als iPod Touch weiterentwickelt hat, hat die Mehrzahl des 1,8-Zoll-Festplatten-Segments auf Flash umgestellt.

Obwohl ich Apple jetzt schon zweimal erwähnt habe, gibt es natürlich auch zahlreiche andere Hersteller von MP3-Geräten; allerdings ist Apple in diesem Marktsegment eine absolute Schlüsselfigur. Heute werden 1,8“-Festplatten noch in  bestimmen Bereichen in der Automobil-Branche verwendet wie zum Beispiel zur Speicherung von GPS-Daten oder MP3-Dateien in den Unterhaltungssystemen von  Fahrzeugen. Zudem werden 1,8-Zoll-Festplatten auch weiterhin in Consumer-Videokameras Verwendung finden.

Das nächste Segment, in das wir Flash haben Einzug halten sehen, war ursprünglich das der Netbooks. Die ursprüngliche Vermutung war, dass Flash bei Netbooks zur vorherrschenden Speicherart werden würde. Allerdings haben wir recht schnell gesehen, dass der Markt nach bedeutend größeren Kapazitäten verlangte. Was wir jetzt sehen ist, dass die Mehrzahl der Netbooks eigentlich auf 2,5-Zoll-Festplatten basiert und nicht auf Flash. High-End Flash-SSDs, wie wir sie nennen, werden in absehbarer Zeit im Enterprise-Marktsegment mit herkömmlichen Festplatten ko-existieren.

Tom’s Hardware:

Wie sieht es mit der Zukunft für 3,5-Zoll 15K-Enterprise-Festplatten aus? Ist die Ultrastar 15K600 die letzte ihrer Art?

Steve Pereira:

Diese Diskussion hatten wir sehr oft innerhalb des Unternehmens. Was wir sehen, ist eine wachsende Nachfrage nach hoher Kapazität im 2,5-Zoll-Format. Da die Kapazitäten bei 2,5“ steigen und so mit der Kapazität im 3,5“-Format gleichziehen, sehen wir auch, dass der Markt für 3,5-Zoll-Laufwerke mit 15.000 U/Min schrumpft.

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Meno 19/03/2010 18:21
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Hmmm also das wird doch noch ewig dauern bis Flash-Laufwerke massentauglich sind - zumindest was den Preis angeht. . .
Da bleib ich doch lieber bei meiner guten Festplatte :O
Wieviel schneller sind Flashs eigentlich?

anonymous 19/03/2010 20:22
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-0+

"Vor zehn oder zwölf Jahren war auf einem ähnlichen Laufwerk lediglich Platz für 40 MB."

Sollte es nicht GB heissen?

Asmodis 19/03/2010 20:41
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-0+

40GB passt eher ;)

@ Meno:
Kommt drauf in welcher Hinsicht du "schnell" haben willst. Die Leserate ist bei den meisten SSDs in der Regel doppelt(oder mehr) so schnell wie bei einer aktuellen normalen 7200er HDD. Die Schreibrate variert da schon mehr. Eine halbwegs performante SSD schlägt aber auch hier die typische Festplatte. Richtig interessant wird das Thema SSD aber erst bei den Zugriffszeiten. Hier kann keine Festplatte mehr mithalten. Vergleich mal 14ms mit 0,1 bis 0,5ms. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Wer einmal sein System auf einer SSD hat laufen lassen, gibt diese nicht wieder her. Der Unterschied ist gewaltig.

Meno 19/03/2010 21:38
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-0+

Eieiei dann gehen die Teile ja richtig ab, aber dafür ist der preisliche Unterschied aber auch halt so groß dass man sich das ganze 5 mal überlegen muss :(

coexe 20/03/2010 06:54
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-0+

Naja, wenn man eine SSD in Bezug auf Performance, Kapazität und Preis mit Festplatten vergleicht, dann sollte man dabei imho auch die schnellsten Festplatten erwähnen.

Es gibt auch Festplatten mit 15.000 Umdrehungen pro Minute. Diese haben Zugriffszeiten von teilweise unter 2ms. Gleichzeitig haben diese eine Schreibrate, bei der die meisten (aber nicht alle) SSDs nicht mithalten können. Die Leserate ist selbstverständlich auch alles andere als schlecht. Und der Preis dieser Festplatten liegt bei etwa 2 Euro pro Gigabyte. Zum Vergleich, der Preis von SSDs liegt etwas über 3 Euro pro Gigabyte.

Natürlich muss man dabei auch noch sagen, dass solche Festplatten einen Anschluss haben (SAS), der so jedoch nicht auf den typischen Endanwender-Mainboards zu finden ist. Wenn man große Kapazitäten haben möchte, ist der Preisunterschied jedoch auch mit dem passenden Controller noch ganz klar zu Gunsten solcher Festplatten.
Es bleibt der Nachteil des hohen Geräuschniveaus und Energiebedarfs.

Marcell 21/03/2010 06:43
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-0+

Nicht zu vergessen, dass solche Festplatten absolute Laufruhe brauchen und für den mobilen Einsatz untauglich sind. In einem Notebook ist deshalb eine SSD die allererste Wahl! Zumindest für den, der es sich leisten kann. Meine SSD im MacBook gebe ich zumindest nie wieder her. Höchstens im Austausch gegen ein größeres Modell... ;)
Ich hab das Gefühl, zum ersten Mal einen richtigen Computer zu haben!

bensen 21/03/2010 17:10
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-0+

@coexe
Unter 2ms Zugriffszeit für HDDs ist doch Quatsch.
Bei 15k Umdrehungen/min dauert eine Umdrehuhng 4ms. Die Latenzzeit beträgt also schon mal 2ms. Dazu kommt ne Seektime von etwa 3,5ms bei 3,5" und 3ms bei 2,5" Laufwerken. Macht am Ende etwa 5-5,5 ms Zugriffszeit.

@Interview
Mich hätten präzisere Fragen interessiert. zB wann mit einer etwaigen 7k3000 zu rechnen ist.

coexe 22/03/2010 15:18
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@bensen:
Laut Herstellerangaben schaffen es 2,5" SAS-Laufwerke auf 2,9ms Zugriffszeit beim Lesen und 3,3ms beim Schreiben. Diese sind zwar in der Realität nicht passend, jedoch in einzelnen Szenarien sehr wohl möglich. Man gibt als Hersteller natürlich stets das bestmögliche Ergebnis an.
Dazu mag man dann vielleicht noch Latenzen der IO-Kommunikation rechnen, diese Fallen dann allerdings auch bei SSDs an.

Jedoch hatte ich einen Fehler, es hätte kleiner 3ms heißen müssen, nicht kleiner 2ms.

bensen 22/03/2010 16:33
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-0+

Das ist nciht richtig. Die Seektime wird mit 2,9 oder 3,3ms angegeben.
Die Zugriffszeit setzt sich aber aus Seektime und Latency zusammen. Also einmal die Zeit bis der Kopf über dem richtigen Zylinder liegt (Seektime) und die Zeit bis der richtige Sektor unter dem Kopgf liegt (Latency). Letztere ist nur von den U/min abhängig, eben 2ms bei 15k Umdrehungen.

Hitachi gibt zB beides in den Datenblättern an.

Zwischen 5 und 2 ms ist ein erheblicher Unterschied.

coexe 23/03/2010 10:16
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@bensen:
Du hast Recht, nach erweiterten Nachforschungen auf den eigentlichen Herstellerseiten stellt sich heraus, dass manche bisher vertrauenswürdige Quelle nichtmal zum Abschreiben in der Lage ist.
Die Latenz muss man jedoch sehr differenziert sehen, denn sie ergibt sich stets aus der jeweiligen Position der Köpfe beim Zugriff und kann theoretisch auch sehr nahe an null sein.
Daher ergibt sich eine Zugriffszeit von x+0 bis x+4. Weshalb man als durchschnittliche Latenz 2ms angibt.
Im Zusammenspiel mit CQ und mehreren Zugriffen (realistischeres Szenario für diese Laufwerke) senkt sich jedoch auch die zu erwartende Latenz.
Bleibt also ab 3ms bis 7ms für einen einzelnen Zugriff.

Jetzt besser? ;)

bensen 23/03/2010 22:53
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Jo. ;)

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