Microsoft: Zweite HoloLens-Generation mit eigenem Coprozessor

Smarte Brillen sind allem Anschein nach längst nicht so leicht zu entwickeln, wie Hersteller gerne vorgeben: Google hat seine Google Glass zwar spektakulär in Szene gesetzt, über den Entwickler-Status ist die Brille jedoch nie hinaus gekommen. Ähnlich verhält es sich mit Microsofts HoloLens, die mit einer nicht minder aufwendigen Inszenierung auf die Bühne geschoben wurde, aber genauso wenig als käufliches Produkt zu den Händlern gekommen ist.

Allerdings sind die Ambitionen der Redmonder deutlich größer: Während Google seine Glass mehr oder weniger eingestampft hat, arbeitet Microsoft hinter den Kulissen intensiv an einer Neuauflage - und bestätigt nun die kursierenden Gerüchte offiziell.

In einem kurzen Video deutet der Hersteller die wohl wesentlichste Neuerung bei der zweiten Generation an: Microsoft kündigt einen neuen - eigens entwickelten - Coprozessor an, der bei der Analyse der zahlreichen (visuellen) Daten behilflich sein soll, die mit Hilfe der verbauten Sensoren generiert werden. Dazu zählen auch die Informationen des aus der eigenen Entwicklung stammenden Tiefensensor, des Head-Tracking-Systems und der Infrarotkamera. Mit der sogenannten Holographic Processing Unit (kurz HPU) soll nicht nur die Leistungsfähigkeit der Brille selbst verbessert, sondern eine größere Unabhängigkeit bei der Nutzung erreicht werden, denn bisher müssen große Teile der Daten zur Auswertung an einen externen Server geschickt werden.

Dies könnte insbesondere einem größeren Einsatz in der Industrie im Wege stehen. Gerade bei sensiblen Projekten dürften an dieser Stelle bei so manchem Unternehmen Sicherheitsbedenken überwiegen.

Holographic Processing Unit
 

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • derGhostrider
    Der Artikel ist doch Bockmist! Die Hololens funktioniert autark.

    Habe bereits das darauf installierte Alien-Spiel getestet, die Herzdemo und anderes. Alles ohne Netzwerkanbindung.

    Da bin ich mir auch sicher, da es in unserem Unternehmen war.

    War vielleicht etwas anderes gemeint, als geschrieben wurde?
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  • zeutan
    "Während Google seine Glass mehr oder weniger eingestampft hat..."

    Traurig, wenn Redakteure die Artikel der eigenen US-Abteilung nicht kennen!

    http://www.tomshardware.com/news/google-glass-enterprise-edition-ar,35035.html
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