Honor 5X: Der Preisdrücker unter den Mittelklasse-Phablets

Gehäuse, Display & Lautsprecher

Ordentliches Gehäuse mit Fingerabdruckscanner

Huawei hat das Metall-Unibody-Gehäuse zu seinem Markenzeichen erklärt - und diesem Prinzip bleibt die Firma auch beim Honor 5X trotz des günstigen Preises treu.

Auch beim weiteren Design wurde auf die gestalterischen Elemente zurückgegriffen, die bereits bei den Modellen des vergangenen Jahres etabliert wurden. Mit Außenmaßen von 15,1 x 7,6 x 0,8 cm und einem Gewicht von 158 g bietet das Phablet zwar keine Spitzenwerte, reiht sich aber im Mittelfeld ein und verhält sich dementsprechend unauffällig in Hand und Tasche.

Die Verarbeitung ist grundsätzlich ordentlich. Der Metallkäfig sorgt für eine hohe Stabilität; trotz der schon recht üppigen Ausmaße lassen sich keine Verwindungen feststellen. Die Karten werden mit Einschüben in der linken Seite verborgen, die Lautstärkewippe und die Power-Taste sitzen gut erreichbar auf der rechten Seite und klappern nicht.

Grund zum Mäkeln gibt es dennoch: Bei der Positionierung der Kopfhörerbuchse fehlte den Entwicklern das nötige Augenmaß. Sie wurde über den eigentlichen Seitenrand hinaus in die Schräge gebohrt, die die Rückseite umläuft.

Wenig überzeugen kann zudem der in der Rückseite integrierte Fingerabdruckscanner. Das Smartphone wird bei Auflegen des Fingers mehr oder weniger zufällig entsperrt. In der Regel ist der Nutzer - zumindest beim vorliegenden Testsample - schneller, wenn der Entsperrcode oder das Entsperrmuster manuell eingegeben werden.

Viel Bildschirm fürs Geld

Bei Smartphones scheinen sich aktuell Bildschirmdiagonalen zwischen fünf und 5,5 Zoll als Standard zu etablieren. Unterhalb dieser Größe wird entsprechenden Smartphones schnell der Namenszusatz "Mini" verpasst und noch größere Phablet-Giganten sollen in erster Linie berufliche Nutzer begeistern. Das Honor 5X liegt mit seinem 5,5 Zoll großen Display also genau im aktuellen Lieblingsmaß der Mehrheit.

Huawei weiß aber nicht nur mit einer marketing-technisch passenden Größe zu überzeugen: Trotz des vergleichsweise niedrig angesetzten Verkaufspreises integriert der Hersteller ein IPS-Panel, das mit 1920 x 1080 Pixeln (Full-HD) auflöst.

Zudem kann die Hintergrundbeleuchtung mit einer gerade für diese Preisklasse enormen Leistung punkten: Durchschnittlich bewerkstelligt das sehr gleichmäßig ausgeleuchtete Panel eine Leuchtdichte von 434 cd/m²; maximal werden bei acht Messpunkten 444 und minimal 411 cd/m² erreicht.

Lautsprecher: Sieht aus wie zwei, ist aber nur einer

Beim Telefonieren leistet sich das Honor 5X keine größeren Ausrutscher. Sowohl wenn es klassisch ans Ohr gehalten wird als auch bei der Nutzung von Lautsprecher und Mikrofon als Freisprecheinrichtung wird das Gespräch ohne Verzerrungen oder Rauschen wiedergegeben. Einzig und allein die Lautstärke könnte insbesondere beim Freisprechen etwas höher sein.

Optisch versucht Huawei bei der Medienwiedergabe mehr darzustellen als am Ende geboten wird. An der unteren Stirnseite sind links und rechts neben dem USB-Einschub jeweils sechs Löcher gebohrt, die scheinbar den Ton der Lautsprecher nach draußen dringen lassen. Tatsächlich ist jedoch nur auf einer Seite ein Lautsprecher verbaut, die andere Seite ist schöne Fassade; statt Stereo gibt es also nur Mono.

Immerhin wird das Honor 5X ordentlich laut, auch wenn die Höhen deutlich übersteuert sind und dann in den Spitzen scheppern. Die Tieftöne sind erwartungsgemäß unterrepräsentiert, die Mitten lassen sich erahnen. Unterm Strich wirkt der Klang recht blechern.

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8 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Rurik
    In dem Kasten mit den technischen Daten auf der ersten Seite ist das Fazit oben für ein BQ Handy :-) - das gibt Abzüge in der Guttenbergnote...
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  • gst
    Danke für den Hinweis! Sollte nicht passieren, hat Welle aber zwischenzeitlich wohl schon korrigiert.
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  • ToSuz
    Bei 30.000 mAh hätte ich mir doch mehr Laufzeit erwartet ;)
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  • matthias wellendorf
    oh ja, vor allem einen kleinen rollkoffer als extra. es sollten natürlich nur 3000 mah werden. auch das ist korrigiert.
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  • TBE Monte
    Als SIM-Format sind Micro UND Nano SIM gleichzeitig möglich. Und auch wenn diese beiden Schächte schon voll sind, hat Honor noch einen für Micro-SD freigehalten.
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  • TBE Monte
    Das, was ihr eine schöne Fassade nennt, bezeichnet man als MIKROFON. Ab und zu mal beim das Lesen, was in der Anleitung oder auf der Folie steht
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  • TBE Monte
    Für die europäische Variante verbaut Honor einen Snapdragon 616
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  • matthias wellendorf
    Also Honor bzw. Huawei spricht auch in Europa ausschließlich vom Snapdragon 615 und auch mit Tools wie CPU Z kann man nichts anderes auslesen.

    Und warum ich ein Mikrofon hinter der gleichen Abdeckung wie den Lautsprecher auf der anderen Seite verstecken muss, will mir aus Gründen der Funktionalität auch nicht so recht einleuchten.
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