Honor 5X: Der Preisdrücker unter den Mittelklasse-Phablets

Kamera & Fazit

Bei der Kamera des Honor 5X setzt der Hersteller auf den üblichen Sony Exmor RS IMX214, der eine Auflösung von 13 Megapixeln leistet. Der Sensor selbst ist dabei eigentlich weniger spannend, wird er doch bei der Mehrzahl der hierzulande erhältlichen Mittelklasse-Smartphones mit Qualcomm-SoC verbaut.

Interessant ist dagegen was Huaweis Kamerasoftware zu leisten vermag - und da zeigen sich bei den Aufnahmen Licht und Schatten in gleichem Maß.

Die mit dem Honor 5X aufgenommenen Fotos gefallen mit ihren natürlichen Farben und den sehr ordentlichen Kontrasten. Allerdings ist die Bildschärfe alles andere als berauschend; schon bei Standardaufnahmen zerfließen feine Details. Wenn die Vergrößerungsfunktion genutzt wird, sind die Bildergebnisse dementsprechend nochmals schlechter.

Hobbyfilmer werden sich darüber freuen, dass die Unschärfen bei Videoaufnahmen, die maximal mit 1080p bei 30 fps aufgezeichnet werden, aufgrund der Bewegung in den Bildern weit weniger zum Tragen kommen. Bei der Verwendung des Zooms halten sich zudem die Sprünge von einer Stufe zur nächsten in Grenzen, sodass sich ambitionierte Nutzer auch an kleinen Effekten versuchen können.

Honor 5X

An der Front werden - auch hier liefert der Hersteller den branchenüblichen Standard - Bilder mit fünf Megapixeln aufgezeichnet. Die Kamerasoftware ist dabei letztlich die gleiche, sodass auch hier die Unschärfen bei Details stärker ausgeprägt sind als bei manchem Konkurrent.

Fazit: Huawei kalkuliert beim Honor 5X mit spitzem Stift

Die Preise in der Oberklasse mögen nach wie vor hoch sein - aber in der Mittelklasse herrscht ein gnadenloses Hauen und Stechen, das vor allem über den Preis ausgetragen wird. Dafür ist das Honor 5X ein gutes Beispiel: Für eine UVP von 229 Euro bietet es eine Ausstattung, die ihresgleichen sucht und überdies in einem wertigen Metallgehäuse verpackt ist.

Neben dem großen Full-HD-Display wird das bessere Qualcomm-Mittelklasse-SoC - der Snapdragon 615 - verbaut, das bei Konkurrenten schnell einen Aufschlag von 50 Euro ausmacht. Es zeigt sich aber auch, dass der Hersteller an dieser Stelle einmal mehr knallhart kalkuliert, denn wer den Aufpreis nicht scheut, bekommt bei dem einen oder anderen Konkurrenten den Gegenwert in Form einer besseren Kamera und/oder etwas mehr Speicher zurück.

Beispiele hierfür sind etwa das Motorola X Play, das von ersten Händlern bereits für 270 Euro angeboten wird - und das Nexus 5X mit einer besseren Kamera und einem deutlich leistungsstärkeren SoC wird in der nicht erweiterbaren 16-GByte-Variante teilweise schon für weniger als 260 Euro gelistet.

Dennoch: Soll nicht bei einem (chinesischen) Hersteller mit Direktvertrieb wie etwa Oneplus gekauft werden, ist es in jedem Fall sehr schwer, die vom Honor 5X gebotene Leistung und Funktionalität zu einem vergleichbaren Preis zu bekommen. Kleine Detailschwächen fallen damit kaum noch ins Gewicht.

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8 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Rurik
    In dem Kasten mit den technischen Daten auf der ersten Seite ist das Fazit oben für ein BQ Handy :-) - das gibt Abzüge in der Guttenbergnote...
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  • gst
    Danke für den Hinweis! Sollte nicht passieren, hat Welle aber zwischenzeitlich wohl schon korrigiert.
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  • ToSuz
    Bei 30.000 mAh hätte ich mir doch mehr Laufzeit erwartet ;)
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  • matthias wellendorf
    oh ja, vor allem einen kleinen rollkoffer als extra. es sollten natürlich nur 3000 mah werden. auch das ist korrigiert.
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  • TBE Monte
    Als SIM-Format sind Micro UND Nano SIM gleichzeitig möglich. Und auch wenn diese beiden Schächte schon voll sind, hat Honor noch einen für Micro-SD freigehalten.
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  • TBE Monte
    Das, was ihr eine schöne Fassade nennt, bezeichnet man als MIKROFON. Ab und zu mal beim das Lesen, was in der Anleitung oder auf der Folie steht
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  • TBE Monte
    Für die europäische Variante verbaut Honor einen Snapdragon 616
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  • matthias wellendorf
    Also Honor bzw. Huawei spricht auch in Europa ausschließlich vom Snapdragon 615 und auch mit Tools wie CPU Z kann man nichts anderes auslesen.

    Und warum ich ein Mikrofon hinter der gleichen Abdeckung wie den Lautsprecher auf der anderen Seite verstecken muss, will mir aus Gründen der Funktionalität auch nicht so recht einleuchten.
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