Honor 5X: Der Preisdrücker unter den Mittelklasse-Phablets

Mit seinen Honor-Smartphones versucht Huawei die Konkurrenz mit einem bis auf Äußerste kalkulierten Preis-Leistungs-Verhältnis auszustechen. Beim Honor 5X gelingt das einmal mehr.

Auch wenn es bei den ersten Smartphones nicht unbedingt ersichtlich war - Huawei hat seinen Einstieg auf den Smartphone-Markt akribisch vorbereitet. Nachdem der eigene Name als Begriff für hochwertige(re) Mobilgeräte etabliert worden war, kreierten die Chinesen vor rund zwei Jahren die Marke Honor, die preisbewusste Nutzer zunächst mit Einsteiger-Smartphones wie dem Honor 3C ansprechen sollte. Schnell folgten jedoch hochwertigere Modelle, deren Preise allerdings ebenso so manchen Konkurrenten ins Schwitzen gebracht haben dürften.

Klassische Mittelklasse-Hardware zum niedrigen Preis

Diesem Ansatz bleibt der Hersteller auch beim Honor 5X treu: Die Außenschale besteht wie bei den Huawei-Smartphones aus Metall, das Display bietet Liebhabern größerer Bildschirme eine Diagonale von 5,5 Zoll und im Gehäuseinneren steckt ein Qualcomm Snapdragon 615, der auf einen zwei Gigabyte großen Arbeitsspeicher zugreifen kann.

Klassentypisch ist der nicht mehr unbedingt als groß zu bezeichnende 16-GByte-Datenspeicher. Auch die Kamera, die an der Front Bilder mit einer Auflösung von fünf und an der Rückseite von 13 Megapixeln aufzeichnet, gehört zur nicht eben fettig gekochten Hausmannskost.

Gleiches gilt für die Schnittstellen: Den Unterschied zwischen einem LTE-Modem der vierten oder der sechsten Kategorie dürfte zwar kaum ein Nutzer bemerken, der WLAN-Funkchip kann aber nur mit dem n-Standard umgehen. Immerhin ist Bluetooth 4.1 an Bord.

Allerdings ist der Preis mit 229 Euro auch ziemlich niedrig angesetzt - und dafür integriert der Hersteller sogar einen Fingerabdruckscanner auf der Gehäuserückseite.

Weder das neueste Android noch die neueste Huawei-UI

Die ersten Konsequenzen des Preises zeigen sich bereits bei der Software, mit der das 5X bestückt wird. Denn obwohl das Smartphone erst im Februar in Europa offiziell vorgestellt wurde, wird als Betriebssystem nach wie vor Googles Android 5.1.1 genutzt - das Huawei Mate 8 bekam bereits Android 6. Bei dem aktuellen Flaggschiff des Herstellers wird außerdem eine neuere Emotion-UI-Oberfläche - nämlich Version 4.0 statt 3.1 wie beim Honor 5X - aufgespielt.

Allerdings zeichnet sich die neue Emotion-UI in erster Linie durch ihre Optik aus - die bekanntlich Geschmackssache ist. Sie nimmt sich Apples iOS zum Vorbild und verzichtet auf den klassischen App-Drawer. Alle Anwendungen werden dementsprechend auf dem Heimbildschirm abgelegt, was bei Intensivnutzern zu einem lustigen Bildschirmwischen führen kann, bis die gewünschte Anwendung gefunden wurde. Wenn das nicht gefällt, bleibt die Installation eines alternativen Launchers.

Dafür zeigt sich das Honor 5X sofort einsatzbereit: Die wesentlichen Dienste, die im Alltag benötigt werden, sind bereits installiert.

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8 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Rurik
    In dem Kasten mit den technischen Daten auf der ersten Seite ist das Fazit oben für ein BQ Handy :-) - das gibt Abzüge in der Guttenbergnote...
  • gst
    Danke für den Hinweis! Sollte nicht passieren, hat Welle aber zwischenzeitlich wohl schon korrigiert.
  • ToSuz
    Bei 30.000 mAh hätte ich mir doch mehr Laufzeit erwartet ;)
  • matthias wellendorf
    oh ja, vor allem einen kleinen rollkoffer als extra. es sollten natürlich nur 3000 mah werden. auch das ist korrigiert.
  • TBE Monte
    Als SIM-Format sind Micro UND Nano SIM gleichzeitig möglich. Und auch wenn diese beiden Schächte schon voll sind, hat Honor noch einen für Micro-SD freigehalten.
  • TBE Monte
    Das, was ihr eine schöne Fassade nennt, bezeichnet man als MIKROFON. Ab und zu mal beim das Lesen, was in der Anleitung oder auf der Folie steht
  • TBE Monte
    Für die europäische Variante verbaut Honor einen Snapdragon 616
  • matthias wellendorf
    Also Honor bzw. Huawei spricht auch in Europa ausschließlich vom Snapdragon 615 und auch mit Tools wie CPU Z kann man nichts anderes auslesen.

    Und warum ich ein Mikrofon hinter der gleichen Abdeckung wie den Lautsprecher auf der anderen Seite verstecken muss, will mir aus Gründen der Funktionalität auch nicht so recht einleuchten.