Honor 7: Mittelklasse-Preis und trotzdem fast High-End?

Gehäuse, Display & Ton

Gehäuse auf Oberklasse-Niveau

Das erste Highlight des Honor 7 ist zweifelsohne sein Gehäuse. Huawei setzt wie bei all seinen neueren Premiummodellen auf ein edel wirkendes und hochwertig verarbeitetes Metallgehäuse, das auch haptisch dem optisch eingeschlagenen Pfad folgt. Die Stabilität ist hoch, selbst unter größerem Druck lassen sich keine Verwindungen feststellen.

Der gut funktionierende Fingerabdruckscanner ist dicht unterhalb der Kameralinse auf der Rückseite untergebracht, die recht weit aus dem Gehäuse ragt. Dies gilt auch Power-Taste sowie die Lautstärkewippe. Sie funktionieren sehr leichtgängig, klappern aber nicht.

Mit Abmessungen von 14,3 x 7,2 x 0,85 cm wird zwar der Schlankheitswahn nicht groß geschrieben, von einem übergewichtigen Pummelchen kann aber keine Rede sein - zumal der Bildschirm mit 5,2 Zoll etwas größer ist als bei den meisten Konkurrenten. Mit 157 g ist es zudem kein Leichtgewicht mehr, aber auch noch lange kein echtes Pfund in der Hand, die sich unter Umständen aber - trotz Anschliffs - an den prägnanten Kanten stören könnte.

Niedrige Leuchtdichte verdirbt den Spaß im Sonnenschein

Beim Display zeigt sich Huawei generös und verbaut beim Honor 7 einen Full-HD-Bildschim mit einer Diagonale von 5,2 Zoll. Bei daraus resultierenden Pixeldichte von 423 ppi gibt es hinsichtlich der Bildschärfe nichts zu meckern; auch die knackigen Farben und hohen Kontraste des IPS-Panels wissen zu gefallen.

Weniger beeindruckend sind die Messergebnisse der Leuchtdichte. Das Honor 7 ist nicht gerade Freund eines zu luftigen Lebensstils, denn mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von lediglich 253 cd/m² ist das Display vergleichsweise dunkel, auch wenn die Ausleuchtung mit maximal 261 cd/m² und minimal 241 cd/m² (bei fünf Messpukten) sehr gleichmäßig ausfällt.

Tonwiedergabe: Sieht aus wie zwei, ist aber nur eine Box

Das Honor 7 will ein echtes Multimedia-Smartphone sein und verspricht dazu auch beim Sound eine ordentliche Qualität. Immerhin sind in der Stirnseite sowohl rechts als auch links neben der USB-Buchse zwei Gitter angeordnet, hinter denen jeweils ein Lautsprecher vermutet werden kann. Tatsächlich handelt es sich an dieser Stelle jedoch mehr um Schein als Sein, denn lediglich auf der linken Seite dringen tatsächlich auch Töne nach außen.

Die Klangqualität ist insgesamt aber recht gut. Auch wenn der Klang erwartungsgemäß eher höhenlastig ist, sodass die Box bei hoher Lautstärke zum Scheppern neigt und Tieftöne eher eine Randerscheinung sind, wird ein vollständiges Klangbild abgebildet, bei dem keine Einzelheiten verschluckt werden. Auch die maximale Lautstärke bewegt sich auf einem guten Niveau und lässt aus dem Smartphone auf Reisen einen Mediaplayer werden.

Auch beim Telefonieren macht das Smartphone eine gute Figur. Gerade wenn das Honor 7 klassisch ans Ohr gehalten wird, gefällt die natürliche und rauschfreie Übertragung des Gesprächs, das zudem laut genug wiedergegeben wird. Die Lautstärke passt auch dann, wenn Lautsprecher und Mikrofon als Freisprecheinrichtung verwendet werden. Allerdings ist die Wiedergabe des Gesprächs nicht ganz so gut, weil die Höhen etwas zu stark rüberkommen und in den Spitzen leicht verzerrt sind.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • mareike
    Wenns nicht nur "fast" High End zum "fast" mittelklasse Preis sein soll, mal ein Auge aufs Elephone P9000 mit 11-Kern CPU werfen. Soll im Dezember erscheinen. Antutu über 70000.
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  • Hardware Opfer
    Netter Test, dankeschön!

    Gut das ich mein BQ aquaris M5 genommen habe, bei der Kamera.
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