Honor 10: Effektvolles Gehäuse, Kirin 970 und Künstliche Intelligenz


Für sein neues Honor 10 hat der chinesische Hersteller Huawei einmal mehr auf den großen Bahnhof gesetzt. Zahlreiche Gäste und Journalisten wurden an die Themse geladen, um das neue Flaggschiff der Chinesen in Augenschein zu nehmen.

Einige der Neuerungen, die mit den neuesten Modell verbunden sind, zeichneten sich jedoch schon im Vorfeld ab - schließlich ist Huawei dafür bekannt, dass neue Komponenten nach ihrer Vorstellung in einer ganze Reihe von Smartphones von Huawei und der Untermarke Honor.


Dies gilt insbesondere für die Hardware. Der Kirin-970-Prozessor, der mit dem Huawei Mate 10 (Pro) vorgestellt wurde und mittlerweile auch im P20 (Pro) wie auch dem Honor View 10 steckt, verrichtet - zusammen mit einem vier Gigabyte großen Arbeitsspeicher - nun auch im Honor 10 seinen Dienst. Damit soll einmal mehr die Künstliche Intelligenz ein zentrales Verkaufsargument werden, diese gilt schließlich als Spezialität des Kirin 970, der dazu eine eigene Recheneinheit mitnimmt, die als NPU bezeichnet wird. 

Bisher sind die Potentiale der Technologie im Alltag jedoch nur selten zu spüren, etwa beim Erkennen von Bildern. Die Fotos werden automatisch nach den Abbildungen thematisch sortiert. Allerdings soll die NPU künftig mehr Nutzung erfahren, etwa um die Qualität der Aufnahmen verbessern. So werden bei Fotos einzelne Bestandteile wie Personen, Objekte, Hintergründe oder der Himmel einzeln erkannt und separat nachgebessert - eine Technologie, die alsSemantic Image Segmentation bezeichnet wird. Auch bei Bewegtbildern soll die KI nachhelfen. Mit ihr werden die eigentlich bewegten Teile des Bildes nachvollzogen und qualitativ aufgewertet. Ein Pluspunkt soll auch ein neuer optischer Bildstabilisator sein.


Zur Kamera selbst hält sich der Hersteller vergleichsweise bedeckt. Auf der Rückseite befinden sich zwei Linsen, die eine Auflösung von 24 bzw. 16 Megapixeln leisten. Die Blende wird mit f/1,8 angegeben. Es scheint sich damit nicht um das gleiche Kamerasystem zu handeln, das im Huawei Mate 10 Pro vorgestellt wurde und auch in dem einfacheren P20 steckt. An der Front steckt ein 24-MP-Sensor, wobei auch hier die künstliche Intelligenz zu besseren Aufnahmen führen. Dazu wird etwa auf die Gesichtserkennung gesetzt, um bestimmte Bereiche gezielt aufwerten zu können.


Die Front ziert ein 5,84 Zoll großes Display, das mit dem aktuell hippen "Notch" aufwartet und eine Auflösung von 2280 x 1080 Pixeln bietet. Unter dem Glas der Front sitzt auch der Fingerabdruckscanner. Allerdings ist er nicht Teil des eigentlichen Displays. Er steckt in einem breiten Rand darunter.

Bei soviel Gleichem müssen neue Wege gesucht werden, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden. Honor setzt dabei aufs Äußere. Die Rückseite wird aus einem Glas gefertigt, das nicht nur kein Staubkörnchen aufweisen, sondern auch deutlich robuster sein soll als zuvor.Um den optischen Eindruck aus Sicht des Nutzers "rund" zu machen, ist eines der größten Highlights bei der Software, die aus Android 8.1 und der aktuellen EMUI-Oberfläche Huaweis, die ebenfalls in der Version 8.1 vorliegt.Und wenngleich sich Oberklasse-Smartphones hinsichtlich der gebotenen Leistung immer mehr annähern und die Unterschiede im Vergleich zu den Konkurrenten vom Nutzer im Alltag kaum noch ausgemacht werden können, will Honor doch an einer weiteren Stelle punkten: Beim Preis. Das Basismodell mit einem 64 Gigabyte großen Datenspeicher wird ab sofort für 399 Euro angeboten, für die doppelte Speichergröße werden 50 Euro mehr fällig.
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1 Kommentar
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    Dein Kommentar
  • derGhostrider
    Vorne Glas, hinten Glas. Das bedeutet für so einige User: Dual-Spider-App.
    Naja, Glas fasst sich schon schöner an als Plastik. Hat halt immer alles Vor- und Nachteile.

    Der Preis ist sicherlich ein Verkaufsargument.