Gerüchte um webOS-Tablets von HP verdichten sich

Wurde erst vor wenigen Tagen bekannt, dass HP das mit Palm übernommende webOS stärker auf Mobilgeräten wie Netbooks, Smartphones und Tablets unterbringen möchte, scheinen sich nun die Gerüchte zu verdichten: So tauchten bei Engadget Bilder von zwei Tablets in unterschiedlichen Größen auf. Das kleinere, Opal genannt, verfügt über ein 7" Bildschirm, während das etwas größere Modell Topaz mit einem 9" Display ausgestattet ist.

Auch wenn es sich bei den gerenderten 3D-Bildern, die einer Marketingpräsentation entstammen, um keine echten Produktfotografien handelte, lassen sie doch schon belastbare Rückschlüsse auf das Äußere der HP-Tablets zu. Mit seinen abgerundeten Kanten, der glänzenden Rückseite, verchomten Knöpfen an den Seiten und der Position der Logos und Beschriftungen erinnern diese sehr an das Design des iPhones 3G/3GS. Auffällig ist, dass die HP-Tablets über keine zusätzlichen Knöpfe etwa für "Home" verfügen. Für diese standardisierten Steuerfunktionen reserviert webOS Platz am unteren Ende des Bildschirms.

Auch zur in den Geräten verbauten Hardware ist bisher noch nicht sonderlich viel nach außen gedrungen. Bekannt wurde lediglich, dass der geplante Prozessor wohl eine Taktfrequenz von 1,2 GHz erreichen soll. Dies wäre allerdings auch das Minimum an Leistung, dass ein Tablet mitbringen sollte, denn Opal und Topaz sollen nicht vor September diesen Jahres erscheinen und man kann davon ausgehen, dass derartige Leistungsparameter für Smartphones und Tablets bis dahin Alltag geworden sind. Hierzu sei nur auf die nächste Generation von Qualcomms Snapdragon verwiesen, der etwa zeitgleich verfügbar sein wird. Außerdem finden sich eine Webcam, mini-USB und drei Lautsprecher im Gerät wieder.

Der Marktstart in diesem Geschäft dürfte für HP dennoch kein leichter werden, weil zu diesem Zeitpunkt schon eine Vielzahl von Herstellern auf dem Markt sein werden, die ihre zumeist auf Android 3 basierenden Geräte schon während der vor kurzem zu Ende gegangenen CES präsentiert hatten. Somit dürfte mit Spannung erwartet werden, welche Funktionen das dann zum Einsatz kommende webOS bietet, um der iOS- und Android-Konkurrenz mit ihren gut gefüllten App-Shops und -Markets das Wasser abzugraben...

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1 Kommentar
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  • susywong
    Smartphones von HP schienen bisher direkt aus der ehemaligen Sowjetunion zu kommen: mittelmäßiges Design, schlechte Software, keine Firmware-Updates, und es gab sie (zum Glück) kaum irgendwo zu kaufen. Also wird mit dem Kauf von Palm der idiotischste Deal seit Jahren eingefädelt. Wer selbst nichts auf die Reihe bringt, der kauft sich gerne mal jemanden, der es kann. Palm schwächelte gerade selbst ein wenig und war froh, irgendwo unterzukommen. Aber immerhin konnten sie mit einem neuen, eigenen OS aufwarten. Darauf hat die Welt gewartet: HP bringt mit webOS sein eigenes, proprietäres OS auf den Markt. Jetzt verlassen wir uns mal darauf, dass die auch ihren AppStore auf die Reihe kriegen. Ach ja, und ihr SDK sollten sie vorher auch noch mal überarbeiten, sonst wird es nix mit Apps aus der freien Entwicklergemeinde. Ich hab jedenfalls keine Lust, meine Apps mit Javascript, HTML und CSS zu schreiben. Ihr PDK (?) ist in etwa da, wo Android mal angefangen war. Typisch HP Mobile: Das Ding durchziehen, bis ihr Marktanteil unter die Wahrnehmungsschwelle rutscht und dann abwickeln. Bis dahin wird von Palm nur noch der Brandname übrig sein.
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