HTC Desire 626: Farbtupfer in der Mittelklasse

Gehäuse, Display und Ton

HTC Desire 626: Bunt, aber nicht billig

Dem Desire 626 merkt man schon auf den ersten Blick an, dass es mit der Oberklasse nicht viel zu tun hat. Während bei den High-End-Boliden zumeist Metall oder edel glänzenden Kunststoffe für die Außenhüllen verwendet werden, besteht diese bei dem HTC-Smartphone aus einem dunkelblauen, matten Kunststoff, der auch bei längerem Gebrauch des Geräts Haltbarkeit in Aussicht stellt. Sie wird von einem auffälligen, hellblauen Rahmen unterbrochen.

Das heißt aber nicht, dass das Gerät billig wirkt - im Gegenteil. Die Farbgebung ist lebhaft, ohne dabei an einen klassischen "Mädchen-Look" zu erinnern, und die Verarbeitung kann sich sehen lassen. Die (geringen) Spaltmaße sind rund herum gleichmäßig, die Hardware-Tasten klappern nicht und ragen soweit aus der Seite, dass sie gut erreichbar sind, ohne dabei zu stören. Die Kartenschächte sind hinter eine Klappe ebenfalls seitlich untergebracht und ohne Werkzeug gut zu erreichen. Das Smartphone verwindet sich allerdings recht leicht und gibt dabei nicht zu überhörend Plaste-Sounds ab. Die Bauteile bleiben dabei dennoch fest in ihren Verankerungen sitzen.

Die Außenmaße sind durchschnittlich. Mit einer Bauhöhe von rund acht Millimetern ist das HTC Desire 626 angenehm flach. Die Länge ist mit 14,7 cm für ein Smartphone der Fünf-Zoll-Klasse nicht mehr gering, aber auch noch nicht übertrieben groß - gleiches gilt die Breite von 7,1 cm. Der Grund hierfür ist ein vergleichsweise fetter Rahmen rund um das Display. Mit 135 Gramm ist das Desire allerdings noch angenehm leicht und stört trotz seiner Größe nicht in der Hosentasche.

Display mit kräftigen Farben und knackigen Kontrasten

Bildschirme waren seit jeher eine der Stärken HTCs. Zwar war der Hersteller hinsichtlich der Displays weit weniger innovativ als manch anderer, konnte aber mit seinen S-LCDs bei Farben wie auch Kontrasten stets überzeugen. Das ist beim Desire 626 nicht anders: Die Farben sind kräftig, aber nicht übertrieben knallig wie bei manchem OLED; die Kontraste sind hoch. Die Auflösung beträgt klasenübliche 1280 x 720 Pixel. Bei einer Pixeldichte von 294 ppi müssen die Augen aber schon sehr angestrengt werden, um die gängigen Effekte einer niedrigen Auflösung noch erkennen zu können.

Auch an anderer Stelle weiß HTC durchaus zu überzeugen. Mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 345 cd/m² ist die Helligkeit des Bildschirms noch auf einem guten Niveau, auch wenn Details im grellen Sonnenschein bereits untergehen. Der bei acht Messpunkten ermittelte Maximalwert von 358 cd/m² sowie der Minimalwert von 331 cd/m² unterstreichen dabei die sehr gleichmäßige Ausleuchtung.

Brauchbarer Klang, aber leider nur "mono"

Beim Ton verspricht das Desire 626 optisch mehr, als es dann in der Realität tatsächlich einlöst: Ober- und unterhalb des Bildschirm vermutet man Lautsprecher (ganz wie bei den "großen" One-Modellen), doch nur aus dem unteren Teil dringt der Ton tatsächlich nach außen. Und das ist wirklich schade, denn der Klang ist eigentlich gar nicht so schlecht. Kein Rauschen oder Kratzen bei voller Lautstärke, Hochtöne, die zwar etwas übersteuern, aber noch keinen Tinnitus auslösen, und sogar etwas Bass ist zu spüren.

Beim Telefonieren holt der Hersteller jedoch nur wenig aus den Möglichkeiten seines Lautsprechers heraus. Die Stimme des Gegenübers wird leicht höhenlastig und vor allem viel zu leise übertragen. Schon in ruhigen Umgebungen muss dem Gespräch aufmerksam gefolgt werden, wenn jedes Detail ankommen soll. Beim klassischen Telefonieren hingegen kann das Smartphone mit einer natürlichen Gesprächsübertragung überzeugen und liefert dabei auch eine brauchbare Lautstärke ab.

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