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HTC One Mini im Test: Abgespeckte Hardware in immer noch großem Gehäuse

HTC One Mini im Test: Abgespeckte Hardware in immer noch großem Gehäuse
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Trotz schlankem Gehäuse wird das One Mini dank immer noch recht respektabler Abmessungen zur Herausforderung für die Hosentasche - und Kamera und SoC könnten ruhig ein bisschen mehr Leistung abliefern. Jammern auf hohem Niveau? Wir werden sehen.

Wer sich auf der Suche nach einem Smartphone begibt, muss sich derzeit zunächst zwischen zwei grundlegenden Richtungen wählen: Entweder man entscheidet sich für ein Highend-Gerät und damit auch für ein Display mit einer Größe von wenigstens fünf Zoll oder man ist bereit, in Sachen Leistung deutliche Abstriche zu machen, und kann dafür aus einer Vielzahl unterschiedlicher Formate auswählen.

Lange Zeit wurden jedoch Anwender ignoriert, die hohe Leistung mit einer kompakten Bauform kombiniert sehen wollten. Doch so langsam kristallisiert sich der Trend heraus, mit kompakteren Ausgaben der jeweiligen Flaggschiffe Alternativen zu bieten. Diesen Trend hat letztlich HTC mit der aus drei leistungstechnisch unterschiedlichen Modellen bestehenden One-Serie im vergangenen Jahr initiiert. Mittlerweile konnten auch Motorola mit dem RAZR i und Samsung mit dem Galaxy S3 Mini und S4 Mini mit einem ähnlichen Ansatz nachziehen. Und natürlich haben die Taiwanesen ihrem aktuellen One-Flaggschiff ebenfalls eine in den Außenmaßen reduzierte Ausgabe zur Seite gestellt.

Hardware bewegt sich auf gehobenem Mittelklasse-Niveau

Auch beim HTC One Mini muss der Nutzer nicht nur mit einer von fünf auf 4,3 Zoll reduzierten Displaygröße, sondern auch mit leistungstechnischen Einschränkungen im Vergleich zum Topmodell leben, denn mit dem Qualcomm Snapdragon 400 ist auch der Prozessor eine Liga tiefer angesiedelt. Immerhin bringt das Smartphone von Haus einen 16 GByte großen Datenspeicher mit und macht auch beim LTE-fähigen Funkchip keine Abstriche. Mit der Ultrapixel-Kamera kommt zudem eine Eigenentwicklung HTCs zum Einsatz, bei der die Anzahl der Megapixel laut Hersteller nebenrangig ist - vier Megapixel sollen hier für gute Bilder ausreichen.

Eigene Oberfläche und umfangreiches App-Paket

Software-seitig versucht sich HTC von seinen Konkurrenten abzusetzen. Zwar nutzt der Hersteller als Betriebssystem wie so viele andere auch Googles Android in der Version 4.2.2, traditionell verpasst man dieser jedoch die hauseigene Sense-Oberfläche in der Version 5.0, die mit einigen Eigenheiten aufwarten kann. Dazu gehört beispielsweise ein eigener Startbildschirm, der nach der Aktivierung des Bildschirms zunächst die aktuellen Nachrichten aus den sozialen Netzwerken präsentiert und damit vor allem Privatanwender anspricht. Leider sind die Vorgaben an dieser Stelle recht restriktiv; in die HTC-Kacheln kann nur integriert werden, was HTC erlaubt.

Familienfreundlich ist dagegen, dass Nutzer einen spezifischen 'Elternbereich' selbst festlegen können. Doch auch Business-Nutzer sind willkommen: Auf dem aufgeräumten Anwendungsbildschirm finden sich im Ordner 'Produktivität' ein vollwertiges Polaris-Office, eine Notiz-App, ein PDF-Viewer, ein Dropbox-Zugang und sogar ein VPN-Client.

Unschön ist jedoch die Tastatur: Bei der Standardvariante lässt sich leider kein Swype aktivieren, was bei den vergleichsweise schmalen Buchstaben eines 4,3-zölligen Displays gerade für etwas wurstigere Finger eine Erleichterung gewesen wäre.

Ausstattungstabelle
Modell:HTC One Mini
Betriebssystem:
Android 4.2.2
Display:
4,3 Zoll, SLCD-Display, 1280 x 720 Pixel
CPU:
Qualcomm Snapdragon 400, 2 x 1,4 GHz
GPU:
Adreno 305
Arbeitsspeicher:
1024 MByte
Interner Speicher:
16 GByte
Externer Speicher:
-
WLAN:
802.11a/b/g/n
Bluetooth:
4.0
Funknetze:GSM 850/900/1800/1900
UMTS 900/1900/2100
LTE 800/1800/2600
Datennetze:GPRS/EDGE/HSDPA/HSUPA/HSPA+
Kamera:
Front: 4-MP-Kamera, Full-HD-Videoaufzeichnung
Rear: 1,6-MP-Kamera
Akku:
1800 mAh
Abmessungen:
13,2 x 6,32 x 0,925 cm
Gewicht:
122 g
Straßenpreis:
ab ca. 360 Euro (abhängig von Farbvariante)
3 Kommentare anzeigen.
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  • fokka , 18. November 2013 14:14
    das htc one hat meines wissens nach ein 4,7"-display, nicht 5".

    auch wenn ich teilweise etwas probleme mit der formulierung des reviews hatte und das one mini nun auch nicht mehr ganz frisch ist, mit dem fazit stimme ich ziemlich komplett überein.

    das one mini ist zu groß, zu teuer bzw. für den preis deutlich zu schlecht ausgestattet.
    am wenigsten stört mich hier noch das display, ich finde 720p ist reichlich bei nur 4,3", aber am ende bekommt man einfach zu wenig für sein geld, vor allem wenn man bedenkt, dass der preis nicht soo viel niedriger ist, als bei den flaggschiffen selbst.

    mir persönlich gefällt auch der weiße rand ums gerät herum überhaupt nicht, den es mit dem neueren one max teilt.

    und über das fehlen des sd-slots fang ich erst garnicht an... ;) 
  • oXe , 18. November 2013 16:05
    Also ich persönlich würde für das Geld mehr erwarten. Das Nexus 5 fürs gleiche Geld kann viel mehr und für die Hälfte vom Geld bekommt man ab nächste Woche das Moto G, dass bis auf LTE auch alles bietet, was das Mini kann.
  • matthias wellendorf , 19. November 2013 16:59
    Auf das Moto G bin ich genau aus diesem Grund auch schon gespannt. Ich kann auch schon mal verraten, dass da der Test nicht mehr ganz so lange auf sich warten lassen wird...