HTC sucht Käufer für Vive-Sparte

HTC gehörte einst zu den Pionieren und Branchengrößen im Smartphone-Geschäft, doch eine verfehlte Modell- und Preispolitik ließ die Marktanteile immer kleiner werden, derzeit liegen sie bei rund zwei Prozent. 75 Prozent des einstigen Unternehmenswerts wurden vernichtet.

Nun scheint dem Hersteller langsam, aber sicher die Luft auszugehen. Nach Informationen von Bloomberg soll der Geschäftsbereich rund um die Virtuelle Realität verkauft werden, mit dem sich HTC mit seiner Vive-VR-Brille erfolgreich etablieren konnte. Im ersten Quartal wurden nach Zahlen von IDC rund 190.900 der Brillen verkauft. Erst in dieser Woche ist ein Preisnachlass von 200 Euro verkündet worden um die Verkäufe an dieser Stelle weiter anzukurbeln.

Erste Gespräche sollen bereits geführt worden sein, darunter auch mit der Google-Muttergesellschaft Alphabet. Mit einem finanzkräftigen Käufer aus dem Sillicon Valley könnte genügend Kapital für eine schnelle Weiterentwicklung der Vive zur Verfügung stehen, mit der die aktuelle Spitzenposition bei den leistungsfähigen VR-Brillen gefestigt werden könnte.

Auch ein Verkauf des gesamten Unternehmens wurde in Erwägung gezogen, allerdings scheint das Interesse potentieller Käufer an dieser Stelle zu gering zu sein. Die Taiwaner könnten versuchen die aus dem Vive-Verkauf generierten Mittel für eine Neuaufstellung im Smartphone-Geschäft zu nutzen. Entsprechende Schritte in diese Richtung wurden mit dem HTC U11 und den Pixel-Smartphones, die für Google gefertigt werden, bereits unternommen.

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1 Kommentar
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  • geist4711
    na, erste anzeichen das der hype um VR schonwieder vorbei ist?
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