Honor 3C im Test: Einsteiger-Smartphone mit Ambitionen

Schon auf dem Papier verspricht das Honor 3C viel Smartphone für wenig Geld und kann auch in der Praxis mit soliden Leistungen punkten. Dabei es ist kein echtes Schnäppchen; vielmehr zeigt der Hersteller, dass er mit spitzer Feder rechnen kann.

Die Frage nach dem Leistungsumfang, den ein Smartphone mitbringen muss, lässt sich kaum objektiv beantworten. Die Hosentaschen-Computer mit Telefonfunktion begeistern nicht nur mit den vielfältigen Möglichkeiten, die sie ihrem Nutzer in die Hand geben, sondern sind zu Statussymbolen geworden, deren Kauf oft nur bedingt mit rationellen Argumenten unterfüttert wird.

Das zeigen Apple und andere Branchengrößen wie HTC, LG, Samsung oder Sony mindestens einmal im Jahr bei der Vorstellung ihrer neuesten Flaggschiffe, deren Hardware-Leistung die von so manchem in die Jahre gekommenen Notebook übertrifft. Dass auch deutlich günstigere Geräte alles andere als einen schlechten Dienst leisten, konnten wir erst vor kurzem in einem umfassenden Vergleichstest der Mittelklasse zeigen.

Einsteiger-Smartphone mit Ambitionen nach oben

Auffällig war dabei nicht zuletzt das Honor 6, das zwar das teuerste Gerät in dem Vergleich war, mit seiner Performance jedoch an die Oberklasse anklopfte. Die Smartphones der noch jungen Marke sollen in ihren jeweiligen Klassen zwar keine Preisbrecher werden, aber das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Dies zeigt sich einmal mehr beim Honor 3C, das eine Ausstattung auf dem Niveau eines Motorola Moto G2 verspricht (und bietet), allerdings schon für 140 Euro angeboten wird.

Das Smartphone verfügt über einen fünf Zoll großen Bildschirm mit HD-Auflösung. Im Inneren werkeln die vier Kerne eines Mediatek-Prozessors mit einem Takt von 1,3 GHz, der Datenspeicher ist acht Gigabyte groß und die Kamera nimmt Bilder mit fünf bzw. acht Megapixeln an Vorder- und Rückseite auf.

Veraltetes Android mit alter EmotionUI

Dass der hinter der Honor-Marke stehende Hersteller Huawei durchaus sehr genau zu kalkulieren weiß, zeigt sich bereits bei der Softwareausstattung. Denn als Betriebssystem wird Googles Android in der Version 4.2.2 installiert - und das darf mittlerweile schon als veraltet bezeichnet werden, schließlich wurde es bereits im November 2012 veröffentlicht.

Typisch für Huawei ist die hauseigene Oberfläche, die mit dem klangvollen Namen EmotionUI versehen wurde. Allerdings wird auch diese nicht in der neusten Variante zur Verfügung gestellt, sondern trägt die Versionsnummer 2.0 (die aktuelle Variante wäre die zur IFA 2014 zusammen mit dem Huawei Mate 7 vorgestellte Version 3.0). Offensichtlich versuchen die Chinesen, Klassenunterschiede nicht zuletzt durch Software-Aktualität auszudrücken.

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2 Kommentare
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  • regn
    Was heißt denn: Allerdings sperrt Huawei von Haus aus fast 2,5 Gigabyte ?
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  • matthias wellendorf
    Betriebssystem, Oberfläche, vorinstallierte Apps und die Recovery sind wie üblich schon vorab auf dem Datenspeicher und machen in diesem Fall rund 2,5 Gigabyte aus.
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