Honor: Zwei Smartphones mit großen Displays

Smartphones mit großen Bildschirmen und kleinen Bildschirmrändern sind der große Trend des Augenblicks, das verdeutlicht einmal mehr der zu Huawei gehörende Ableger Honor, der gleich zwei Modelle mit Displays im 2:1-Format auf den Markt bringt.

Honor 7X

Den Einstieg in die Welt der großen Display-Panels bei Honor markiert das neue Honor 7X, bei dem sich der sogeannte Full-View auf einer Diagonale von 5,93 Zoll ausbreitet, wobei die Auflösung bei 2160 x 1080 Pixeln liegt. Beim Prozessor greift der Hersteller ins eigene Regal und verbaut den Kirin 659, ein SoC, das aus acht Cortex-A53-Kernen zusammengesetzt wird, die in einer Strukturbreite von 16 Nanometern gefertigt werden. Sie werden in zwei Vierkern-Cluster untergliedert und arbeiten mit Taktfrequenzen von 2,36 bzw. 1,7 GHz. Dabei werden sie von einem vier Gigabyte großen Arbeitsspeicher unterstützt. Daten finden auf einem 64 Gigabyte großen Speicher Platz.

Auch bei der Kamera setzt der Hersteller auf den Trend der Stunde: Auf der Rückseite wird eine Dualkamera verbaut, die sich aus einem 16- und aus einem 2-MP-Sensor zusammensetzt. An der Front wird eine Sefie-Kamera mit einer Auflösung von acht Megapixeln verbaut.

Enttäuschend ist dagegen das installierte Betriebssystem: Der Hersteller grenzt die einzelnen Klassen einmal mehr mit der jeweiligen Android-Version ab, und das bedeutet, dass nur der auf den aktuellen Stand gebracht wird, der viel Geld ausgibt. Die 299 Euro sind für Huawei jedenfalls zu wenig um Android 8.0 zu liefern, vielmehr muss sich der Nutzer mit Android 7.0 und der ebenso schon etwas älteren EMUI-5.1-Oberfläche zufriedengeben.

Honor View 10

Mit dem Honor View 10 scheinen die Chinesen dagegen bereits die Technik des Huawei Mate 10 Pro zweitzuverwerten: Hinter dem 5,99 Zoll großen Display, das ebenfalls eine erweiterte Full-HD-Auflösung von 2160 x 1080 Pixeln bietet, wird bereits das aktuelle Highend-SoC, das Kirin 970 verbaut, bei dem vier CPU-Kerne mit der Cortex-A73-Architektur mit vier Cortex-A53-Kernen kombiniert werden. Die Taktgeschwindigkeiten sind die gleichen wie beim Kirin 659. Auszeichnen soll sich das SoC jedoch durch seine Neuronal Processing Unit (NPU), die Anwendungen der Künstlichen Intelligenz beschleunigen soll. In der Praxis war von diesem Mehrwert bisher jedoch noch nicht viel zu spüren.

Dem SoC steht ein mit sechs Gigabyte recht groß dimensionierter Arbeitsspeicher zur Seite, gleiches gilt für den Datenspeicher, der eine Kapazität von 128 Gigabyte bereitstellt. Auch bei der Kamera setzt der Hersteller auf die Technik aus dem Mate 10 Pro. Verbaut wird auf der Rückseite eine Dualkamera, deren zwei Sensoren Aulösungen von 20 bzw. 16 Megapixeln leisten. Nur der Leica-Aufdruck und damit die -Optimierung fehlt.

Im Vergleich zur höher angesetzten Huawei-Version bietet das View 10 sogar zwei Vorteile: Zum einen kann der Speicher per microSD-Karte um bis zu 256 Gigabyte erweitert werden, zum anderen findet sich hier noch eine klassische Kopfhörerbuchse im Gehäuse. Ansonsten gleichen sich die Schnittstellen mit dem gleichen LTE-Modem, WLAN nach ac-Standard, Bluetooth 4.2 und einem NFC-Chip. Auch beim Betriebssystem setzt der Huawei an dieser Stelle auf Aktualität und installiert Android 8.0 sowie die EMUI-Oberfläche 8.0.

Mit einem Preis von 499 soll es mit Smartphones wie dem vor kurzem vorgestellten Oneplus 5T konkurrieren. Interessenten müssen sich jedoch bis zum Marktstart noch bis Januar 2018 gedulden.

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