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Huawei Mate 8: 6-zölliger Bildschirm und hohe Leistung

Huawei Mate 8: 6-zölliger Bildschirm und hohe Leistung
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Ein riesiger Sechs-Zoll-Bildschirm, ein SoC der neusten Generation, brauchbare Speicherausstattung und eine leistungsstarke Kamera - Huawei setzt bei seinem Mate 8 auf das Neuste vom Neuesten.

"Höher, schneller, weiter" scheint der Inbegriff des Huawei-Prinzips zu sein. Der Hersteller betrat den deutschen Markt erst 2011 und hatte zu diesem Zeitpunkt kaum mehr als günstige Einsteiger-Smartphones im Angebot, die hierzulande nicht mal unter eigenem Namen angeboten wurden. Im Ensemble der Smartphone-Hersteller galten die Chinesen bestenfalls als Randnotiz.

Fünf Jahre später ist Huawei zu einer echten Branchengröße aufgestiegen - nur Apple und Samsung verkaufen weltweit mehr Smartphones.

Dabei wurde im starken Maße auf ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis gesetzt: Die Einsteiger-Modelle boten schnell eine höherwertige Ausstattung als die Konkurrenten, in der Mittel- und Oberklasse wurden im Wesentlichen vergleichbare Features wie bei den Prestige-trächtigeren Spitzenmodellen geboten - allerdings zu deutlich günstigeren Preisen.

Und ganz nebenbei wurde natürlich jeder Trend aufgegriffen und mit einem passenden Gerät unterfüttert. Dies galt auch für das im vergangenen Jahr vorgestellte Huawei Ascend Mate 7, das die Popularität von großen Phablets aufgriff und mit seinem Sechs-Zoll-Display den Branchenprimus Galaxy Note 4 noch übertraf, gleichzeitig aber günstiger angeboten wurde.

Die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen

Mit dem Mate 8 kommt nun die Neuauflage, wobei an den wesentlichen Parametern festgehalten wurde. Dies gilt schon für das Display: Nach wie vor ist das Panel in der Diagonalen gigantische sechs Zoll groß, löst mit Full-HD aber nur vergleichsweise niedrig auf.

Hinter dem Panel sitzt mit dem Kirin 950 ein nagelneues SoC, das als eines der ersten auf dem Markt die neuen ARM-Cortex-72-Kerne mitbringt. Dem Prozessor steht ein drei Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite, der Datenspeicher ist 32 Gigabyte groß. Bei einer weiteren Ausstattungsvariante gibt es vier Gigabyte RAM und 64 Gigabyte Festspeicher.

Wie es sich für ein Phablet in dieser Leistungsklasse gehört wird für Netzwerktechnik gesorgt, die in jeder Situation hohe Übertragungsraten garantiert: In WLAN-Netzen auf der Basis des ac-Standard gefunkt und das LTE-Modem unterstützt 14 Frequenzbänder, darunter auch die hierzulande wichtigen Bänder B3, B7 und B20. Peripheriegeräte werden kabellos bereits mit Bluetooth 4.2 angebunden.

Etwas verwunderlich ist jedoch, dass Huawei beim USB-Anschluss noch auf Micro-USB (USB 3.0) und nicht auf den sich langsam, aber sicher etablierenden USB-3.1-Standard (Typ C) setzt, der bereits jetzt an einer ganzen Reihe höherpreisiger Notebooks und Convertibles zu finden ist.

Neustes Android mit Huawei-eigener Oberfläche

Nicht nur bei der Hardware verbaut der Hersteller in fast jedem Bereich die letzten technischen Neuerungen, auch Software-seitig geht es aktuell zu: Das Mate 8 wird standardmäßig mit Googles Android 6.0 ausgeliefert - auch wenn der Nutzer davon nicht viel bemerkt.

Denn wie üblich stülpen die Chinesen der Standardausgabe des Betriebssystem ihr eigene Emotion UI (kurz: EMUI) in der Version 4.0 über, die - wie schon bei den früheren Smartphones Huaweis - mit einem Bedien- und Gestaltungskonzept aufwartet, dass sich stark von der Vanilla-ROM unterscheidet.

So fehlt wie schon bei den früheren Ausführungen der Google-typische App-Drawer, auch der abgeänderte Nachrichtenbildschirm ist schon von früheren Huawei-Smartphones bekannt. Zudem sollen kleine Hilfen überzeugen - beispielsweise ein eigener Suchbildschirm der erscheint, wenn auf dem Bildschirm nach unten gewischt wird. Wird in Höhe der unteren Standard-Apps von rechts nach links oder anders herum gewischt (womit die Positionierung festgelegt wird), wird der Bildschirm verkleinert angezeigt, was die Einhandbedienung erleichtern soll.

Unschön ist, dass sich Huawei den großen Konkurrenten Samsung als Vorbild nimmt und versucht die Google-Standarddienste durch Eigenentwicklungen zu ersetzen. Dies gilt etwa für die Kontakte, auf die sich die Chinesen ein großzügiges Zugriffsrecht inklusive der Standortinformationen sichern wollen.

Die optische Erscheinung wurde noch weiter in Richtung Allgemeinverträglichkeit getrimmt. Anfänglich wurde teilweise auf derart grelle Farben gesetzt, dass sie für das Auge so manchen (europäischen) Betrachters eine echte Herausforderung darstellten. Einen wirklichen Mehrwert gegenüber der Basis liefert die Huawei-Anpassung aber nicht.

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  • jo-82 , 24. Februar 2016 10:28
    "brauchbare Speicherausstattung"
    32 GB Flash, 3 GB RAM

    Sorry, aber das passt nicht zusammen. Man könnte eher sagen Speicherausstattung von 2012, so wie alle anderen Hersteller keinerlei Fortschritt in die Händlerregale bringen.
    Ein Armutszeugnis, und der Grund warum man sich aktuell kein neues Smarty zu kaufen braucht.