Apple bringt Portal für iPhone-Applikationen
Wie ein Trostpflaster wirkt Apples neue Website, die Web-Applikationen für das iPhone sammelt und bereitstellt. Seit dem Marktstart des Handys wird bemängelt, dass Apple keine Installation von Drittanbieter-Software zulässt.
Auf Apples neuem iPhone-Portal finden Anwender etliche Applikationen für das Handy: In Kategorien wie »Productivity«, »Entertainment« oder »Social Networking« unterteilt, stehen derzeit 215 Programme für das iPhone zum Download bereit. Dabei handelt sich um Web-Anwendungen für den iPhone-Browser, sie werden also nicht auf dem Gerät installiert.
Bei der Vorstellung des iPhones hob Steve Jobs die Web-Anwendungen positiv hervor: Lokale Installationen sind dank Ajax nicht nötig, und auf ein Software Developement Kit für das iPhone können man somit auch verzichten. Viele iPhone-Besitzer wünschen sich aber genau das, was Apple aus Sicherheitsgründen bislang verweigert: Software von Drittanbietern, die das Potenzial des Geräts ausreizen.
Plattformen wie PalmOS oder auch Windows Mobile sind durch die Programme unabhängiger Entwickler erst richtig groß geworden. Nahezu jedes für Mobile-Geräte nur denkbare Tool wurde dafür bereits entwickelt. Ob etwa ungewöhnliche Tools wie Stimmgerät, Barcode-Scanner, für Smartphones angepasste Datenbanken oder einfach nur alternative Text-/PDF-Reader: Die Funktionalität des Gerät ist ganz auf die eigenen Bedürfnisse zurechtschustern.
Doch bei Apple schiebt man Sicherheitsbedenken vor, mehr noch: Das Installieren »fremder« Software auf dem iPhone wird unterbunden. Viele Anwender, die entsprechende Software auf dem Gerät installiert hatten wurden von Apple dadurch bestraft, dass die letzte Firmware ihr Gerät außer Funktion gesetzt hat (siehe auch »iPhone Firmware-Update: Cracks momentan unwirksam«).
Zwar finden sich in Apples iPhone-WebApps-Angebot durchaus einige äußerst sinnvolle Programme wie Facebook, Typepad oder News-Reader. Doch Apples Vorstoß wirkt eher wie ein erhobener Zeigefinger in Richtung der Programmierer und Hacker, die doch bitte die Finger vom iPhone selbst lassen sollen und sich stattdessen mit der Entwicklung Web-Applikationen begnügen sollen.
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