Frankreich-iPhone doch gesperrt

Das Dilemma um Apples iPhone geht in die nächste Phase. Während eine ganze Reihe von Interessenten den Taschencomputer mit integriertem Telefon zum sensationell günstigen Preis aus den USA (399 Dollar zuzüglich Steuern) mitbringt, wird es in Frankreich für knapp 1000 Euro ohne Vertrags- und Providerbindung angeboten. Entgegen den Behauptungen von Apple ist das Gerät jedoch nicht vollkommen für alle Provider freigeschaltet – sondern nur auf Anbieter in Frankreich beschränkt. So würde zum Beispiel eine SIM-Karte eines deutschen Providers vom iPhone nicht als „freigeschaltet“ erkannt werden. So jedenfalls lauten die ersten Erfahrungen von Anwendern aus einschlägigen Foren. Damit lohnt sich der Kauf eines iPhone in Frankreich keinesfalls. Wer kurz vor Weihnachten dennoch ein freigeschaltetes Apple-Telefon sein eigen nennen will und komplizierte Freischalt-Prozeduren scheut, kann bei Online-Auktionen für zirka 800 Euro zuschlagen - siehe auch Artikel 750 Euro für ein ungelocktes, deutsches iPhone. Diese Geräte sind dann vollkommen von Provider-Bindungen befreit. Deutlich billiger geht es mit einem US-Gerät. Wer wenig Geduld beim Aufspielen von Software hat, greift zur bekannten Turbo-SIM-Methode für zirka 100 Euro, die zusätzlich für das kleine Modul anfallen.

Es bleibt also abzuwarten, ob Apple sich hier kurzfristig eine Art Schönheitsfehler erlaubt hat oder hinter dieser Vorgehensweise pure Absicht steckt. Schließlich handelt es sich hier um eine Falschaussage, wenn lediglich SIM-Karten von französischen Providern vom iPhone unterstützt werden. Da hilft auch die Möglichkeit des Rooming-Betriebs in deutschen Mobilfunk-Netzen nicht weiter.

Zum Thema Freischaltung eines Apple iPhone haben wir eine ganze Reihe an Artikeln veröffentlicht:

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10 Kommentare
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  • tommit
    Ja lieber THG Autor, diese Sperren sind keine Absicht, die sind ganz zufällig in die Firmware gelangt!
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  • Diesel_im_Blut
    Wer braucht schon ein iPhone? Wenn Apple das nur "Elitekunden" verkaufen will bitte. Ich bin kein "Elitekunde" und werde keiner werden. Bin mit o2 sehr zufrieden.

    Apple war mir immer ein Sympatischer Hersteller von PC´s und Notebooks. Immer ein besonderes Design, etwas was sich aus der Masse hervorhebt. Auch gegen den iPod habe ich nichts. Das Aussehen ist Geschmackssache, aber den darf zum Glück (noch) jeder kaufen.

    Doch durch das iPhone, besser durch das Tarifmodell, in jedem Land nur einem Anbieter zu erlauben das Teil zu vertreiben, macht sich Apple bei mir unbeliebt. Solche Firmen sollte man Boykottieren.

    Ich hätte mir auch gewünscht das Vodafone mit seiner Klage gegen T-Mobile durchkommt. Dann dürfte jetzt jeder Mobilfunkanbieter in Deutschland das iPhone vertreiben.
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  • mason
    Der Effekt, dass man sich mit Apple-Produkten von der Masse abhebt, kehrt sich immer mehr ins Gegenteil um.
    Guckt man in die Hörsääle der Universitäten sieht man immer mehr Apple-Klone die Apple-Notebooks auf dem Schoß haben, welche sich wie ein Ei dem anderen gleichen.

    Apple ist ein tolles Beispiel, wie man durch Marketing technisch veraltete Produkte zu einem hohen Preis verkaufen kann.
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