IBM gibt Second-Life-Knigge heraus
Wie sich IBM-Mitarbeiter in virtuellen Welten verhalten sollen, das hat der Konzern nun in seinen "Virtual World Guidelines" festgelegt.
Mache einen guten Eindruck, sei ehrlich und verlässlich, stehle keine durch Copyrights geschützten Dinge und vor allem: Sei ein guter 3D-Bürger (Netizen). Dies und mehr rät IBM seinen Angestellten, wenn sie sich in Form eines Avatarts in künstlichen Welten – vornehmlich im Second Life – tummeln.
Der Konzern hat als erstes großes Unternehmen einen Regelkatalog für seine Mitarbeiter herausgegeben. Die Regeln gelten selbstverständlich nur, wenn man dort im Sinne von IBM oder gar geschäftlich unterwegs ist. Genießt man völlig privat sein zweites Leben, sollte man doch bitte einen anderen Avatar nutzen, der nicht mit IBM in Verbindung gebracht werden kann.
Die Regelliste ist recht allgemein und im Tonfall absichtlich locker gehalten. Sie soll, so IBM-Managerin Sandy Kearney, "zu einem ethischen Verhalten in einem Umfeld anleiten, in dem andere oft auf wüste Weise ihre Phantasien ausleben".
IBM zählt zu den Unternehmen, die vergleichsweise viel Energie in Second Life stecken: Bereits Ende 2006 hatte der Konzern dort zwölf "virtuelle Inseln" für IBM-Mitarbeiter und Kunden eingerichtet. Rund 5000 IBM-Angestellte sollen die bunte Welt regelmäßig besuchen.
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