Intel Ice und Whiskey Lake: 10-nm-Chips für Notebooks und Tablets

HWiNFO hat einen neuen Changelog zu der aktuellen Version 5.7 veröffentlicht, mit der eine Reihe neuer Entwicklungen in Aussicht gestellt werden, darunter auch die bisher noch nicht vorgestellten Chips der Ice-Lake und der Whiskey-Lake-Serie. Auch neue Funktionen deuten sich bei den Prozessoren an. So scheinen die kommenden Intel-Chips über einen neuen Turbo-Boost zu verfügen, der auch bei mehreren Kernen zur Verfügung steht.

HwiNFO genauso wie AIDA sind zwei Monitoring-Werkzeuge, die auch in Test bei Tom‘s Hardware wesentliche Informationen liefern: Gerade Tests zum jeweiligen Launch können sich als durchaus knifflig herausstellen, weil Einzelheiten zu den Prozessoren nich unbekannt sind; und gebräuchliche Tools CPU-Z und Core Temp unterstützen die neuesten Chips oft nicht. Die beiden erstgenannten arbeiten dagegen oftmals mit noch nicht vorgestellten Prozessoren, weil sie zum einen regelmäßig aktualisiert werden. Zum anderen haben die Entwicklern frühzeitig Zugang zu Informationen zu künftigen Chips, sodass diese Changelogs eine gute Vorschau auf Kommendes ermöglicht. Dabei sind die Informationen – im Gegensatz zu manch anderer Quelle – vertrauenswürdig.

In dem neuen Changelog von HWiNFO wird nun die Unterstützung von Intels kommenden Ice-Lake-Prozessoren angekündigt. Dabei handelt es sich um eine „echten“ archtektonischen Sprung in Form einer neuen Mikroarchitektur und keiner bloßen Optimierung eines bestehenden Entwurfs. Zudem werden die Ice-Lake-Chips im 10-nm+-Prozess gefertigt. Die Generation wird über U- wie auch Y-Modelle verfügen, die mit einer TDP von 15 bzw. 4,5 Watt für den Einsatz in Gerätschaften mit hohem Mobilitätsfaktor gedacht sind. Die Chips werden unter dem "2017 Q3 Pre-release"-Status bei Intel geführt, was bedeutet, dass es sich dabei um den Prozessor handeln dürfte, der bereits auf der Computex im Sommer in einem Notebook gezeigt wurde.

Außerdem deuten die bisherigen Informationen auf eine weitere Kuriosität hin: Intel hat sich von seinen Tick-Tock-Prinzip verabschiedet, mit dem auf jede neue Architektur eine Optimierung folgte. Nun kommen zwei Optimmierungen auf eine neue Architektur, was letztlich nur noch durch ein „+“ bzw. „++“ angedeutet wird. Coffee Lake etwa wird mit 14nm++ verbunden und ist damit die dritte und letzte Ausformung dieses Zweigs.

Ursprünglich sollten Cannon Lake die ersten 10-nm-Chips vorgestellt werden, diese kommen nun mit Ice Lake, der zweiten Generation bzw. der ersten Optimierung der Basisarchitektur. Über Fertigungsschwierigkeiten bei Cannon Lake wurde an vielen Stellen spekuliert, und eine Reihe von Analysten gehen davon aus, dass die Produktion der Chips vollständig verworfen wurde.

Der HwiNFO-Changelog weist auf eine weitere Intel-Prozessorenserie hin: Whiskey Lake. Dabei soll es sich um eine Reihe von Notebook-Chips handeln, zu denen allerdings bisher nur wenige Informationen nach außen drangen, die dann zumeist von wenig vertrauenswürdigen Quellen postuliert wurden. Es gilt also abzuwarten, bis weitere – valide – Einzelheiten den Weg in die Öffentlichkeit finden.

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