Idealens K2: Virtual Reality to go

Es gibt sie, die ersten Befürchtungen und Kommentare, dass Virtual Reality nur ein großer Hype ist - eine Luftblase, die in kürzester Zeit platzen kann. Die Gründe: Kabelsalat, der Zwang zu einer Brille, notwendige Stromversorgung, fehlende Inhalte hochwertiger Qualität, hohe Preise für oft noch rudimentäre Technik.

Schonmal gehört oder gelesen? Richtig: Samsung bietet in Zukunft keine 3D-Fernseher mehr an. Die Xbox Kinect und andere hochgelobte Technologien werden als weitere Beispiele angeführt, die sich nicht durchsetzten.

Zumindest einige der Punkte will das Unternehmen Idealens mit einer All-in-One-Lösung abgehakt haben. K2 heißt die zweite Version eines All-in-One-Systems, das man sich fast schon wie einen Helm auf den Kopf setzt.

In diesem System, von dem einige wenige Daten, aber weder Erscheinungsdatum noch Preis bekannt sind, soll derzeit ein Samsung Exynos 7420, drei Gigabyte RAM und 32 Gigabyte Flash-Speicher stecken - also die Hardware eines Samsung Galaxy S6.

Ein 3,81 Zoll (9,68 cm) großer AMOLED-Bildschirm soll mit 2560 xx 1440 Pixeln auflösen und ein 120 Grad breites Bildfeld aufbauen. Für die Stromversorgung soll ein 3800 mAh starker Akku sorgen. Darüber hinaus sollen wohl WLAN, Bluetooth und 4G in Zukunft folgen.

Bei einer Auflösung von 700 ppi, einer Latenz von unter 17 Millisekunden und einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz soll das Erlebnis so ruckelfrei und "real" sein wie bei keinem anderen VR-Headset zuvor - was dann doch stark zu bezweifeln ist. Außerdem soll das mit 295 Gramm vergleichsweise leichte K2 durch komfortable Polster und den nach hinten gerutschten Akku sehr komfortabel zu tragen sein.

Integrierter Akku mit guter Kapazität (also kein Kabelsalat), integrierte Rechenpower (eine stärkere Version mit der Technik aus dem Galaxy S7 - also mit dem Exynos 8890 - soll in Arbeit sein), geringes, gut ausbalanciertes Gewicht – das könnte etwas werden, wenn die Inhalte für Consumer so langsam aus den Puschen kommen.

Idealens selbst soll schon eine Million Stunden Video und mehr als 100 Spiele vorhalten. Wenn das nicht ausgebaut wird, wird VR ein teures Spielzeug für die Businesswelt bleiben, in der man sich hin und wieder durch 360-Grad-Visualisierungen bewegt.

Idealens Promotion Nutzerreaktionen

Einschränkend muss man natürlich sagen, dass ein unter vier Zoll großes Display nicht wirklich der Brüller ist und das Ganze sich eindeutig nicht an PC-Gamer richtet. Denn mit der verbauten Technik ist die Idealens K2 im Vergleich zu "portablen" VR-Brillen zwar gut positioniert, aber mit einer an einem starken PC angeschlossenen Oculus Rift oder HTC Vive wird das Ganze nicht mithalten können. Aber das muss es auch nicht, es richtet sich einfach an eine völlig andere Zielgruppe.

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