IDF 2017: Intel streicht seine Entwicklerkonferenz

Das Intel Developer Forum war schon fast eine Art Institution: Über Jahre hinweg demonstrierte der Hersteller in San Franzisko der Branche seine Überlegenheit in Sachen Chipentwicklung. Doch in diesem Jahr wird der Hersteller mit dieser Tradition brechen, wie in einer kurzen Notiz auf seiner Webseite mitgeteilt wurde. 

Zu den genaueren Gründen für die Absage der Konferenz, die vom 15. bis 17. August stattfinden sollte, wurden in der Ankündigung keine Angaben gemacht. Allerdings verliert das klassische PC-Geschäft, das beim IDF im Zentrum stand, konzernintern schon länger an Bedeutung. Der Hersteller befindet sich bereits seit längerem in einem Prozess der Umstrukturierung und versucht sich stärker als bisher als Entwickler für Lösungen im Businessbereich, etwa dem Internet der Dinge, zu positionieren.

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2 Kommentare
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  • bluray
    Eine bedenkliche Entwicklung. Klar mag der PC-Markt stagnieren. In einer Zeit, in der Embedded Computing und Mobile Computing immer mehr an Bedeutung gewinnt und die klobigen PCs ablöst, sollte Intel die IDF mal eher in Richtung Mobile Devices orientieren. Gerade IoT dürfte doch eines der kommenden Steckenpferde für Chiphersteller werden, wenn man doch sieht, dass viele MiniPCs und Embedded Systems immer noch mit INtel-Prozessoren bestückt werden.
    Gross im Trend sind sicher Kleinst-PCs mit guter Gamingleistung. Das ist imho DAS, worauf die heutige Generation achtet: "Wie mobil kann ich meine Unterhaltung machen?".

    Beispiel LAN-Partys:
    - PC
    wurde dann zu schwer
    - Notebook / Konsole
    Sache mit dem Strom
    - Mobile Gaming / Kleinst-PC, die mit kleinem Stromlieferant auskommen
    usw...

    Die Miniaturisierung der Komponenten schreitet voran, aber die neue Generation PC-Gamer und User möchte alles immer mobiler haben. Eigentlich wäre es genau der Punkt, wo Intel ansetzen könnte. Seine Core i-Serie so zu verfeinern, dass sie energieeffizient richtig gut Leistung rausholt, die sogar mobiles Zocken in guter Auflösung ermöglichen. Die Gamingtablets sind da nur ein Beispiel dafür, was möglich wäre/ist!
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  • derGhostrider
    Ich finde die Entwicklung traurig. Egal ob IoT als neue Sau durch's Dorf getrieben wird oder nicht: Ein ordentlicher PC ist immernoch durch kaum etwas zu ersetzen.
    Klar - ich kann im Unternehmen für 10 Leute auf eine "Virtuelle Desktop Umgebung" setzen. Das kostet dann allerdings viel mehr und bringt auch nichts. Soetwas lohnt sich eigentlich erst ab "vielen" Arbeitsplätzen. (ich schätze mal 50+) Die KOSTEN solcher Lösungen sind auch nicht zu verachten. Erst ab "einigen Tausend" Usern kommt man auf 200 bis 250 USD pro virtueller Maschine. Plus (Thin-)Client am Arbeitsplatz.
    Muss man sich halt durchrechnen, ab wann soetwas lohnt bzw, ob es irgendwann einfach politisch gewollt (Kosten zweitrangig) ist.

    Ohne IDF fehlt irgendwie etwas. Bleibt nur zu hoffen, dass PCs nun nicht ganz in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, nur da in diesem Markt kein "unbegrenztes Wachstum" mehr stattfindet.
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