[IFA] Toshiba präsentiert neue Festplatten

Die aktuellen Festplatten für Desktop-Systeme unterteilt Toshiba künftig in die Baureihen X300, P300 und L300, die unterschiedliche Leistungsklassen repräsentieren. Die X300-HDDs sollen sich mit 7200 U/min und 128 MByte Cache hinsichtlich der gebotenen Leistung an der obersten Grenze des derzeit technisch Machbaren befinden. Die 4, 5 und 6 TByte großen Modelle richten sich somit vor allem an Poweruser und Spieler.

Die P300-Baureihe stellt die neue Mittelklasse dar: Die zwischen 500 GByte und 3 TByte großen Laufwerke bieten eine Rotationsgeschwindigkeit von 7200 U/min und 64 MByte Cache.

Dem gegenüber bieten die E300-HDDs mit je nach Modell 5700 (2 TByte) oder 5940 U/min (3 TByte) zwar einen geringeren Datendurchsatz, sollen sich dafür aber gegenüber schneller drehenden Laufwerken durch einen um 25 Prozent geringen Energieverbrauch und einen leiseren Betrieb auszeichnen.

Zusätzlich gibt es auch zwei neue Baureihen im 2,5-Zoll-Format, die jeweils in einer 500 GByte sowie 1 TByte großen Version angeboten werden.

Eine besonders hohe Leistung versprechen die H200-SSHDs, die auf einen 8 GByte großen SSD-Flash-Speicher (TLC) aus eigener Produktion zurückgreifen können. Wie bei diesen Laufwerken üblich sorgt ein interner Algorithmus für das Erlernen besonders häufiger Abläufe, was selbige nach dem Lernprozess im Idealfall signifikant beschleunigen kann.

Als besonders preisgünstige Modelle positioniert Toshiba schließlich die L200-Modelle. Gegenüber der H200 gibt es hier keinen SSD-Speicher und nur 8 statt 64 Mbyte Cache und die Anbindung erfolgt nur über eine zumindest in der Theorie langsamere SATA-Schnittstelle mit 3 Gb/s. Praktisch dürfte der Verzicht auf die neuere SATA-Anbindung mit 6 Gb/s allerdings in dieser Geräteklasse keine messbaren Unterschiede ausmachen. Beide 2,5-Zoll-Baureichen arbeiten mit 5400 U/min.

Die Modellreihen X300, P300 (2 und 3 TByte großes Modell), E300 und H200 verfügen über Toshibas Dual-Stage Actuator Technologie, die eine höhere Präzision bei der Positionierung des Lese- und Schreibkopfes gewährleisten soll. Bei den E300- sowie H200-Laufwerken finden sich integrierte Sensoren, die mögliche Laufwerksvibrationen ausgleichen und somit die Betriebslautstärke minimieren sollen.

3,5 Zoll große Modelle X300 P300 E300
Speicherkapazitäten6, 5, 4 TByte3, 2, 1 TByte, 500 GByte3, 2 TByte
Umdrehungsgeschwindigkeit7200 U/min7200 U/min5940 U/min (3 TByte); 5700 U/min (2 TByte)
Cache128 MByte64 MByte64 MByte
SchnittstelleSATA 6 Gb/sSATA 6 Gb/sSATA 6 GB/s
2,5 Zoll große Modelle H200 L200
Bauhöhe7,5 mm (500 GByte); 9,5 mm (1 TByte)9,5 mm
Speicherkapazitäten1 TByte, 500 GByte1 TByte, 500 GByte
Umdrehungsgeschwindigkeit5400 U/min5400 U/min
Cache64 MByte8 MByte
SSD-Cache8 GByte-
SchnittstelleSATA 6 Gb/sSATA 3 Gb/s
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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    der einzig verbleibende Hersteller, nachdem sich Samsung sinnvollerweise von den Festplatten verabschiedet hat ;)
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  • Myrkvidr
    Selbst wenn der Markt immer kleiner wird - warum nicht versuchen, noch ein Stück vom Kuchen abzubekommen, so lange es noch geht? Ich bin zumindest aktuell noch sehr froh, ein paar schnelle mechanische HDDs zum Zocken im Einsatz zu haben. Im Augenblick würde ich sogar fast sagen, dass ich mit einem SSD/HDD Mix-Setup noch ganz glücklich bin, bis vielleicht mal 3D Xpoint o.ä. kommt. Bis dahin rüste ich die HDD mit den Spielen vielleicht nochmal auf RAID0 auf, um auch problemlos Star Citizen irgendwo unterbringen zu können ;)
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  • quixx
    Es wird noch lange HDDs geben. In dem Masse, in dem der Gigabyte-Preis für SSD fällt, steigt auch der Bedarf für Viel Platz. Ein paar 3D-Movies, Videoclips statt Audio-Dateien und so weiter...

    Für Interessierte ist der SSD/HD-Mix noch lange aktuell.

    Ich hab keine Ahnung, wie stark sich Star Citizen auf der Platte ausbreitet, aber richtige Nerds stemmen das doch auf eine SSD? Die gibt es mit Terabyte.

    Ich mein, wenn ich auf den Start des Spieles minutenlang warten muss, vergeht mir doch die Lust.
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