[IFA] LG V30: Viel Bildschim, wenig Rahmen

Eine wirkliche Ükberraschung war die Vorstellung des LG V30 nicht: Bereits seit Wochen veröffentlichte der Hersteller immer wieder Details rund um sein neues Highend-Flaggschiff, das zumindest auf den ersten Blick an eine "Plus"-Variante des LG G6 erinnert, das im Februar auf dem MWC präsentiert wurde.

Wie bei diesem auch setzt der Hersteller beim V30 auf einen Bildschirm, der nahezu die gesamte Vorderseite einnimmt, allerdings mit einer etwas größeren Bildschrimdiagonale von sechs Zoll aufwartet. Beim Seitenverhältnis des OLED-Panels wird ebenfalls auf das 18:9 - oder einfacher ausgedrückt - auf das 2:1-Format gesetzt.

Als Prozessor setzt LG beim V30 auf den Snapdragon 835, Qualcomms derzeit schnellstes SoC für den Einsatz in Mobilgeräten, das mit acht CPU-Kernen aufwartet, die auf der Kryo-280-Architektur basieren und bis zu 2,45 GHz schnell werden, außerdem ist die Adreno-540-GPU sowie das LTE-Modem X16 an Bord. Für den Netzwerkverkehr wird außerdem ein WLAN-Modul integriert, das den ac-Standard beherrscht, darüber hinaus sind Bluetooth 5.0 und ein NFC-Chip Teil des Gesamtpakets.

Dem SoC steht ein vier Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite. Daten können auf einem 64 Gigabyte großen Speicherplatz untergebracht werden, bei der Plus-Variante ist dieser mit 128 Gigabyte dimensioniert. Für Fotos und Videos setzt LG auf eine Dualkamera, deren zwei Linsen Auflösungen von 16 bzw. 13 Megapixeln bewerkstelligen, wobei der zusätzliche Sensor in erster Linie für Weitwinkelaufnahmen genutzt werden soll. Auch die Lichtempfindlichkeit ist hoch: Die Blendwerte werden an dieser Stelle mit f/1,6 bzw. f/1,9 angegeben. Für Selfies steht an der Front ein 5-MP-Sensor bereit. Abgerundet wird das Phablet an dieser Stelle mit Lautsprechern, die aus der Entwicklung des Spezialisten Bang & Olufsen stammen.

Die Hardware wird in einem Gehäuse verpackt, das - wie beim LG G6 - mit einem Metallrahmen aufwartet. Die Rückseite besteht wie die Vorderseite auch aus Gorilla Glass 5. Der Hersteller verspricht dennoch eine hohe Haltbarkeit und hat das Smartphone nach den Standards IP68 und MIL-STD-810 zertifizieren lassen, die Schutz vor Wassereinbruch und Staub garantieren sollen. Außerdem verbaut der Hersteller einen Akku mit einer Kapazität von 3300 mAh, der auch kabellos geladen werden kann. Und selbst an dieser Stelle soll die Ladegeschwindigkeit hoch sein: Innerhalb von 55 Minuten soll der leere Energiespeicher zur Hälfte befüllt werden.

Beim Betriebssystem installiert LG mit Android 7.1.2 eine aktuelle Version, manch Nutzer hätte sich jedoch sicherlich schon Android 8 gewünscht, das erst in den kommenden Wochen per Update nachgeliefert werden dürfte. Zudem kommt die Hersteller-eigene UX6.0-Oberfläche zum Einsatz, die unter anderem einen Abwandlung des zuvor bei der Serie verbauten, zweiten Bildschirms mitbringt: Verzichtet wird auf ein festes zweites Display, stattdessen gibt es eine Menüleiste, die aus der Seite herausgezogen und parallel mit geöffneten Anwendungen genutzt werden. Daneben wird die Verbundenheit zu Google demonstriert. Das Smartphone bietet eine Spracherkennung und unterstützt Googles Assistant. Mobile Spieler können zudem auf Googles Daydream-Plattform zurückgreifen um in die Virtuelle Realität abzutauchen.

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